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rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3427
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator
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Mein Arbeitgeber hat mein Werkstudenten Vertrag nicht auf

Kundenfrage

Mein Arbeitgeber hat mein Werkstudenten Vertrag nicht auf teilzeit geändert obwohl das so besprochen war (vor 1,5 Jahren habe ich als Teilzeit kraft angefangen). Auf meinen Dienstplänen und Abrechnungen steht überall "Satus:TZ(Teilzeit)", also war ich der festen Überzeugung, dass es geändert wurde. Als dann die Kurzarbeit angekündigt worden war, rief mein Arbeitgeber mich an und erklärte es mir und ich sollte zu Hause bleiben. Es würde auf die letzten 12 Monate geschaut, wie viele Stunden ich gearbeitet habe und der Durchschnitt berechnet. Das wäre dann die Grundlage für das Kurzarbeitergeld.
JA: Wie lange waren Sie dort angestellt?
Customer: Ich bin da seit 12 Jahren
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ja, denn ich habe kein Kurzarbeitergeld bekommen. Als ich mein Arbeitgeber heute drauf angesprochen habe meinte sie nur, dass es eine blöde Situation war bei mir, dass sie das nie geändert hat weil es bisher keine Probleme gab und dass es ihr Leid tut. Doch damit kann ich nicht viel anfangen denn mir fehlt die Hälfte von meinem Lohn und dass nur weil sie das nicht geändert hat und man als Werkstudent kein kurzarbeitergeld bekommt. Am Telefon hat sie mir das aber versichert dass ich es auch bekommen
Gepostet: vor 11 Tagen.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 10 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Anfragen das damit entgegengebrachte Vertrauen.

Zunächst sollten Sie schauen, ob überhaupt eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber über Kurzarbeit besteht.

Sollte dies nicht der Fall sein, muss der Arbeitgeber Sie grundsätzlich normal weiter bezahlen.

Darüber hinaus dürften nicht nur die Regelungen des Arbeitsvertrages gelten, sondern, sofern bei der Berechnung des Kurzarbeitergeldes auf die letzten zwölf Monate abgestellt wird, insbesondere diesen zu Grunde liegenden Lohnabrechnungen.

Hierin dürften auch die realen durch sie geleisteten Arbeitsstunden enthalten sein, so dass dann hier auch unabhängig, ob im Arbeitsvertrag Vollzeit oder Teilzeit vermerkt worden ist, zugrundegelegt werden müssen.

Darüber hinaus können Sie sich auf die betriebliche Übung und auch letztlich die Aussage des Arbeitgebers, dass eine Abweichung vom Arbeitsvertrag vorgelegen hat, berufen.

Im Streitfall müssten Sie allerdings begründen, was Sie gegebenenfalls mit den Lohnaufzeichnungen, Stunden nachweisen und Zeugenaussagen von Kollegen tun können.

Gleichzeitig sollten Sie weiterhin auf die Änderung des Arbeitsvertrages hinwirken, wenn die Inhalte nicht mehr aktuell sind und mit den tatsächlichen Tätigkeiten und deren Umfang nicht mehr übereinstimmen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hilfreich geantwortet habe und stehe Ihnen gerne bei Nachfragebedarf zur Verfügung.

Über ihre Pop anschließende positive Bewertung (3-5 Sterne) freue ich mich.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sehr geehrter Herr Joachim,
ich erläutere Ihnen die Situation noch einmal für ein besseres Verständnis.
Ich habe in dem Unternehmen für eine Minijob Tätigkeit angefangen und bis 2013 den Minijob weiter ausgeübt. Da ich 2013 mit meinem Studium begonnen habe, hat mir mein Arbeitgeber den Werkstudenten Tarif angeboten und ich habe es angenommen, da ich dann bis zu 65 Std im Monat arbeiten konnte, sodass ich etwas mehr Geld bekomme als bei dem Minijob Tarif. Im Oktober 2018 habe ich mein Studium abgeschlossen und meinem Arbeitgeber per WhatsApp mitgeteilt, dass ich nun keine Studenten mehr bin und gerne als Teilzeit Kraft arbeiten möchte, bis ich meinen eigenen Job ausübe, was ich auch studiert habe. Sie hat mir geantwortet, dass das natürlich ginge. Danach habe ich immer mehr Stunden bekommen, in der Regel waren es bis zu 130 Stunden im Monat. Das ging dann bis April 2020 so weiter, bis sie mich anrief und mir mitteilte, dass das Restaurant aufgrund von Corona geschlossen wird und ich Rest des Monats zu Hause bleiben müsse, da ich meine Stunden voll habe. Sie sagte, dass in meinem Vertrag leider noch 65 Stunden steht. Sie habe die Stunden nie geändert von meinem Werkstudenten Tarif, weil es bisher noch keine Probleme gab. Das war ihre Aussage. Daraufhin sagte sie, dass ich mir aber keine Sorgen machen müsse, denn wir würden Kurzarbeitergeld bekommen und da würde man nicht auf den Vertrag schauen, sondern auf die letzten 12 Monate, wie viele Stunden man im Durchschnitt hatte und ich ja genug Stunden immer hatte. So habe ich mit mindestens 900 Euro gerechnet, da ich wie oben erwähnt im Durchschnitt immer um die 130 Stunden hatte. Ich habe mich also auf ihr Wort verlassen, denn sie hatte mir am Telefon versichert, dass die Stunden im Vertrag irrelevant sind und die Stunden, die ich im letzten Jahr gearbeitet habe zählen. Als ich den Lohn gesehen habe war ich geschockt, mir fehlt die Hälfte meines eigentlichen Lohnes. Ich habe sie natürlich darauf angesprochen. Sie sagte zu mir mir, dass es bei mir eine ganz blöde Situation ist, sie habe die Stunden im Vertrag ja nie geändert. Sie habe eine falsche Info bekommen, dass doch nicht auf die letzten 12 Monate geschaut wird, sondern auf den Vertrag. Und dass es ihr Leid tut.
Meine Frage ist nun, ob sie das einfach so sagen kann. War es nicht ihre Pflicht meinen Vertrag zu ändern? Denn ich habe ja immer 130 Std gearbeitet obwohl ich nach meinem Vertrag wohl nur 65 Stunden arbeiten hätte dürfen. Ich sei nicht die einzige, bei manchen stehe 120 Stunden, bei anderen 80.. Ist das normal, dass es keine Einheit bei den Teilzeit Verträgen gibt? Muss ich für ihren Fehler büßen, nur weil sie meinte den Vertrag nicht ändern zu müssen? Muss ein Arbeitgeber nicht mit solchen Situationen rechnen und die Richtigkeit der Verträge prüfen? Wie kann ich da rechtlich vorgehen? Denn ich weiß wirklich nicht wie ich über die Runden kommen soll diesen und nächsten Monat, das Geld was ich bekommen habe, habe ich bereits für meine Ausgaben verbraucht. Und wenn ich höre, dass andere Kollegen, die auch als Teilzeit Kraft dort arbeiten, doppelt so viel Geld bekommen haben als ich, obwohl wir immer gleich viel Stunden hatten, ärgere ich mich. Auf deren Verträgen steht nämlich 120 Stunden. Ich muss auf die 500 Euro verzichten, was mir versichert wurde,
Nur weil der Vertrag nicht geändert wurde. Was kann ich da tun?
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 9 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für das weitere Feedback und Informationen.

Ausschlaggebend ist grundsätzlich, was Sie an Stunden geleistet haben und nicht im Vertrag steht. Möglicherweise, ich kenne den Vertrag hier nicht, sind auch Überstunden mit im Vertrag erwähnt worden. Dann müssten die über die 65 Stunden hinaus geleisteten Stunden natürlich als Überstunden abgerechnet werden. Darüber hinaus müssten die Lohnunterlagen eingesehen werden, hier müssten in der Regel auch die geleisteten Stunden und nicht den Vertrag dargestellten Stunden dargestellt sein.

Im übrigen Weise ich nochmals darauf hin, wenn im Vertrag keine Kurzarbeit vereinbart worden ist, müssen Sie sich auch nicht auf das Kurzarbeitergeld beschränken, sondern haben vollen Anspruch auf die geleisteten Stunden.

Dabei ist es allerdings so, dass sie in der Regel die geleisteten Stunden auch nachweisen müssen.

Erfolgt keine freiwillige Zahlung, sollten Sie zeitnah die Hilfe des Arbeitsgerichts in Anspruch nehmen und die Arbeitgeberin auf Lohnzahlung verklagen.

Achten Sie gegebenenfalls darauf, dass auch Verfallsklauseln in Ihrem Arbeitsvertrag enthalten sein können, die die Verjährung verkürzen, teilweise erheblich auf nur 3 Monate.

Da der Sachverhalt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sehr einfach ist, sollten Sie entsprechende anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung, viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 6 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, dass ich Ihre Fragen nunmehr beantworten konnte und freue mich über Ihre positive Bewertung.

Sollten noch Nachfragen bestehen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt