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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 33206
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Folgende Situation in unserem Unternehmen: Wir sind ca. 30

Diese Antwort wurde bewertet:

folgende Situation in unserem Unternehmen: Wir sind ca. 30 Mann, bereits jetzt ist die Hälfte der Belegschaft im Home Office. Alle anderen Kollegen inkl. mir sind noch im Büro. Entschieden wurde nach sozialen Kriterien wie Kinder, Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und Alter/Vorerkrankungen. Unser Chef hat uns nun darüber informiert, dass die bestehende Bürocrew weiterhin ins Büro muss, auch wenn eine Ausgangssperre verhängt wird. Bis auf eine Position könnten allerdings alle Mitarbeiter im Home Office arbeiten. Andere Standorte in UK und den Niederlanden machen dies auch bereits.

Haben wir als Arbeitnehmer die Möglichkeit, darauf zu bestehen im Falle einer Ausgangssperre zuhause zu bleiben, weil das Kriterium "Job ist im Home Office nicht umsetzbar" nicht erfüllt ist? Herzlichen Dank!

Von Arbeitnehmerseite nur die Nachfrage weshalb wir nicht ins Home Office dürfen, worauf die Ansage kam, dass das Management möchte, dass das Büro "haptisch" besetzt ist.

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Das Unternehmen ist Teil eines taiwanesischen Konzerns, jedoch in Deutschland mit einer GmbH gemeldet. Es handelt sich um einen Vertriebsstandort. Alle Kollegen die im Home Office sind arbeiten in Positionen, die denen entsprechen, die noch im Büro sind. Somit ist erwiesen, dass Home Office für diese Positionen möglich ist. Unser Management hat zwischen den Zeilen durchleuchten lassen, dass sie den Mitarbeitern nicht trauen, dass im Home Office richtig gearbeitet wird und sich deshalb über den Erhalt des Büros Kontrollsicherheit ermöglichen wollen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber ein Weisungsrecht. Das bedeutet, er kann bestimmen wo und wann gearbeitet wird. Eine Ausnahme besteht nach derzeitiger Rechtslage dann wenn da Home Office im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag vereinbar ist oder aufgrund der allgemeinen Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.

Die allgemeine Fürsorgepflicht kann dann eingreifen, wenn es tatsächlich zu konkreten Gesundheitsgefahren kommt. Dies ist zum Besipiel grundsätzlich dann anzunehmen, wenn es im Büro zu einem Krankheitsfall kommen würde oder Sie Kontakt zu Infizierten hätten (Parteiverkehr).

In solchen Fällen müsste der Arbeitgeber auch bei einer fehlenden Regelung seine Arbeitnehmer hinreichend schützen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Herzlichen Dank,
Sie sprechen als Beispiel von einem Krankheitsfall im Büro - muss es sich dann um einen konkreten Coronafall handeln? Die Problematik an dieser Stelle ist ja, dass kaum noch Tests durchgeführt werden und somit die Aussage: Kollege X hat Corona, deshalb müssen alle zuhause bleiben hinfällig ist. Oder reicht es, wenn ein Kollege beispielsweise wegen Erkältung/Halsschmerzen etc. krankgeschrieben ist und der Arzt diesen "Zur Sicherheit" zuhause behalten möchte?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

es muss sich nicht unbedingt um einen Coronafall handeln. Wichtig ist nur dass durch diesen Krankheitsfall die übrige Belegschaft tatsächlich gefährdet

 

Allein ein unbewiesener Verdacht reicht hier sicherlich nicht aus.

 

Etwas anderes kann sich aber dann ergeben, wenn die Person Kontakt zu Erkrankten hatte , aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist und bereits andere Kollegen Krankheitssymptome zeigen.

 

 

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Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

 

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Alles klar, das habe ich soweit verstanden: Um also nochmal zusammenzufassen: Im Falle einer Ausgangssperre heißt es z.B. in den Landkreisen in Bayern: Sollte der eigene Job nicht im Homeoffice erledigt werden können, sind Hin- und Rückfahrt zur Arbeit mit einer entsprechenden Bescheinigung des Arbeitgebers erlaubt.
In der Praxis bedeutet dies jedoch: Auch wenn die Erfahrung durch andere Standorte und Kollegen vom selben Standort die im Home Office arbeiten zeigt, dass Home Office möglich ist, darf die Firma dennoch darauf bestehen, dass Mitarbeiter ins Büro kommen deren Jobs per Definition vom Home Office aus möglich sind? Auch wenn dies der Reglementarie "wann man bei Ausgangssperre dennoch raus darf", wiederspricht? Verstehe ich es richtig, dass der Arbeitgeber sich der Aussage "sofern der Job nicht in Heimarbeit erledigt werden kann..." widersetzen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

ob und inwieweit der Job im Homeoffice erledigt werden kann unterliegt dem Grunde nach der Beurteilung des Arbeitgebers der Ihnen im Falle einer Ausgangssperre eine entsprechende Bestätigung ausstellen muss damit Sie unbehelligt die Polizeikontrollen passieren können.

 

 

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Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

 

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Das bedeutet abschließend, dass es als Arbeitnehmer keine Insanz oder gesetzliche Unterstützung gibt, an die man sich wenden kann, wenn der Arbeitgeber angibt dass die Tätigkeit im Büro ausgeübt werden müsste, obwohl dies nicht der Fall ist?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

natürlich können Sie im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes versuchen vor dem Arbeitsgericht eine Feststellung zu erreichen, dass der Arbeitgeber Sie im Home Office beschäftigen muss. In diesem Falle müssten Sie dem Gericht aber darlegen, dass Sie tatsächlich und konkret gefährdet sind.

 

 

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Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

 

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Herzlichen Dank!

Gerne!