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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 19528
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Meine Arbeitgeber hat den Mitarbeitern wie jedes Jahr eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Arbeitgeber hat den Mitarbeitern wie jedes Jahr eine Gewinnbeteiligung gezahlt. Diese ist nur vom Unternehmensgewinn beeinflusst. Mir wurde keine ausgezahlt, da ich seit 05.12.2017 arbeitsunfähig erkrankt bin, jedoch immer noch in ungekündigter Stellung bin.
Es existiert eine Betriebsvereinbarung, worin im Absatz „Geltungsbereich“ definiert ist, dass Mitarbeiter die an weniger als 50 Arbeitstagen mitgearbeitet haben, keine Gewinnbeteiligung erhalten.
Mein Kenntnisstand und Fragen:
- Eine „echte“ Gewinnbeteiligung muss nach dem aGG allen Mitarbeitern gezahlt werden ?
- Sie muss auch denen, die während des gesamten Bezugzeitraum arbeitsunfähig erkrankt waren, zugeteilt werden ?
- Allenfalls dürfte sie nur anteilig, bis maximal 75 %, gekürzt werden
- Die Vereinbarung hätte auch mit mir vertraglich geregelt sein müssen
- Jede Vereinbarung, die für den Mitarbeiter ungünstiger ist, wäre rechtswirksam ungültig

Sehr geehrter Ratsuchender,Eine Betriebsvereinbarung ist das Gesetz des BetriebsIst sie wirksam in Ihren Arbeitsvertrag eingezogen so gilt sie .Allerdings muss sich die Kürzung dieser Sonderzahlung an Paragraf 4 a des Entgeltfortzahlungsgesetzes messen lassenInhaltsverzeichnis
Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlungsgesetz)
§ 4a Kürzung von Sondervergütungen
Eine Vereinbarung über die Kürzung von Leistungen, die der Arbeitgeber zusätzlich zum laufenden Arbeitsentgelt erbringt (Sondervergütungen), ist auch für Zeiten der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit zulässig. Die Kürzung darf für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit ein Viertel des Arbeitsentgelts, das im Jahresdurchschnitt auf einen Arbeitstag entfällt, nicht überschreiten.Von daher ist das Vorgehen leider mit dem Gesetz vereinbarDas AGG greift hier nicht , da das Entgeltfortzahlungsgesetz den Sachverhalt regeltDie Kürzung von 1/4 bezieht sich auf das GESAMTE Arbeitsentgelt, das Sie bekommen , nicht auf die GewinnbeteiligungEs tut mir leid , dass ich Ihnen keine angenehmere Mitreilung machen kannIch bitte dennoch um positive Bewertung
Schiessl Claudia und 5 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.