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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 32823
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, der GF hat mit Kündigung gedroht. Bin in der

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, der GF hat mit Kündigung gedroht. Bin in der Probezeit, habe laut Vertrag einen Jahres-Provisionsanspruch. Habe Kunden gewonnen die in diesem Jahr Umsätze machen werden. Welche Möglichkeiten habe ich meinen Provisionsanspruch durchzusetzen? Nach meiner Einschätzung ist die Firma überschuldet und zahlungsunfähig, daher ist es m.E. nicht gut lange zu warten. GF hat vorgeschlagen das ich 4 Monate auf mein Gehalt verzichte und es nur bekomme wenn die Kunden nennenswerte Umsätze generieren. Überlege auch, ob ich für den Laden Insolvenz anmelden soll. Der GF wäre dann vermutlich auch wegen Verschleppung dran. Ärgere mich sehr weil durch mich sehr große Kunden kaufen wollen und mein Provisionsanspruch dadurch erheblich sein könnte!
JA: Welche Probezeit ist in Ihrem Arbeitsvertrag angegeben?
Customer: 6 Monate
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: nein

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Soweit der Privisionsanspruch bereits fällig ist, ist die einzig wirkungsvolle Methode den Provisionsanspruch vor dem Arbeitsgericht einzuklagen. Der Vorschlag Ihres Arbeitgebers bedeutet in der Tat dass eine Zahlungsunfähigkeit vorliegt und die Firma (ich gehe davon aus, dass es sich um eine GmbH handelt) an sich Insolvenz (binnen 4 Wochen) anmelden müsste.

 

Auch wenn Sie sich wegen des hohen Provisionsanspruches zu recht ärgern. Objektiv betrachtet werden Sie das Geld von einer Zahlungsunfähigen GmbH schwerlich zurückerhalten. Bevor Sie 4 Monate auf Ihr Gehalt verzichten sollten Sie lieber das Insolvenzgeld in Anspruch nehmen.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Danke für Ihre Antwort. Leider habe ich die Sorge das mir die Kündigung vorher vorliegen wird.. Hier die Mail von heute:
Hi Christian,

danke Dir für das Telefonat.

Folgender Vorschlag:

1. Wir verlängern Deine Probezeit um weitere vier Monate.
2. Wir schieben Dein Gehalt um vier Monate auf.
3. Wenn Du in vier Monaten mind. 85k pro Monat Umsatz generierst, zahlen wir Dich regulär für vier Monatsgehälter aus und Deine Probezeit endet sofort. Wenn rückwirkend Bestellungen storniert werden, zählt der Umsatz natürlich nicht.
4. Wenn die 85k / Monat nicht erreicht werden, endet die Probezeit ebenfalls sofort und Du verzichtest auf Deine Gehaltsansprüche.

Das würde mir drei Sachen signalisieren:

a) Du bist committed und glaubst an IvyBears
b) Du bist bereit Dein Commitment mit einer leistungsbezogenen Variable zu unterstreichen
c) Du bist im Falle eines Scheiterns bereit, die Verantwortung dafür zu tragen

Wenn Du mit diesem Vorschlag leben kannst und es in Deine Lebenssituation passt, können wir gerne so avancieren.

Wenn nicht, dann würde ich das verstehen, dann jedoch werden wir uns für Ende Februar trennen müssen.

Ich suche Wege wie es trotz der aktuellen Situation mit uns funktionieren kann. Ich habe aber nicht die Freiheit jmd. Deines Levels ein Senior-Gehalt für sechs Monate zu zahlen, die Probezeit zu beenden, wenn nicht mind. 80-100k monatlich an Umsatz generiert werden.

Es ist nicht einfach, aber wenn Du wirklich willst, dann kann es klappen.
Es ist halt ein Bet in Deine Fähigkeiten, Deinen Glauben an die Marke und an das Unternehmen.

Bitte gebe mir Dein Feedback bis heute Abend,

danke Dir Christian.
Kaan

Habe ich mit dieser Mail etwas gegen diesen GF in der Hand?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

nein, das meine ich nicht. Die Mail ist strafrechtlich zu wenig konkret. Ob sich der Geschäftsführer strafbar gemacht hat, wird sich dann zeigen wenn der Insolventverwalter anhand der Kontostände den Tag der Zahlungsunfähigkeit festgestellt hat.

 

 

Die Entscheidung ob Sie die Kündigung in Kauf nehmen und Lohn und Provision einklagen sollten kann ich Ihnen nicht abnehmen. Das Mail legt mir als unbeteiligten jedoch den Verdacht nahe, dass die Firma tatsächlich zahlungsunfähig ist und Ihre weitere Arbeit nicht mehr vergütet werden kann.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

 

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Vermutlich muss ich mich damit abfinden. Eins noch, kann ich für den Laden die Insolvenz beantragen? Ich kann mir vorstellen, dass hier auch Steuer- und Sozialleistungen säumig sind. Kann ich jemanden einen tip geben?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

grundsätzlich können Sie einen Insolvenzantrag stellen. Das Problem ist, dass Sie dann allerdings das Kostenrisiko für das Insolvenzverfahren haben (allein das Insolvenzgutachten wird zwischen 2-3.000 EUR liegen) . Besser wäre es natürlich Sie würden das Stellen eines Insolvenzantrages Dritten überlassen ( Zum Beispiel die Krankenversicherung bei Beitragsrückständen).

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Danke und beste Grüße!

Bitte sehr gerne!!