So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 32823
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Unter welchen Umständen kann man die Probezeit bei einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Unter welchen Umständen kann man die Probezeit bei einem Mitarbeiter verlängern?
Wenn ja - um wie viele Monate?

Sehr geeehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Tat darf eine Probezeit nicht länger als 6 Monate dauern.

Eine Verlängerung der Probezeit darüberhinaus ist grundsätzlich unwirksam.

Denkbar wäre allenfalls, dass Sie den bestehenden Arbeitvertrag beenden (durch Aufhebungsvertrag) und einen neuen Arbeitsvertrag mit einer neuen Probezeit abschließen oder aber dass Sie den Arbeitsvertrag in einen befristeten Arbeitsvertrag umwandeln, der dann je nach bedarf in einen unbefristeten Arbeitsvertrag umgewandelt werden kann oder aber nach Ablauf der Frist automatisch endet.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Es ist also nicht erlaubt, die Probezeit zu verlängern. Ich kann aber zum Ende der Probezeit kündigen und einen neuen Vertrag, wieder mit 6 Monaten Probezeit und ggf. Befristung aufsetzen?

.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

eine Beendigung durch Kündigung mit dem Gedanken der Probezeitverlängerung ist nach Ansicht der Rechtsprechung grundsätzlich möglich (LAG Baden-Württemberg, Urteil vom 6.5.2015 – 4 Sa 94/14).

Während der Wartezeit des § 1 KSchG bestehe nach Ansicht des Gerichts für den Arbeitgeber Kündigungsfreiheit und sei der Arbeitnehmer lediglich vor einer sitten- oder treuwidrigen Ausübung des Kündigungsrechts geschützt. Treuwidrig sei die Ausübung dann, wenn die Kündigung kurz vor Ablauf der Wartezeit erklärt werde, um den Erwerb des allgemeinen Kündigungsschutzes zu vereiteln.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

-

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.