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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 33201
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich 22, mache eine Ausbildung zum Notfallsanitäter. Habe

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich 22, mache eine Ausbildung zum Notfallsanitäter. Habe eine 40 Stunden Woche. In dieser darf ich bis zu max. 48 Stunden arbeiten. Am Anfang ist mir gesagt worden, dass ich keine Überstunden abgelten darf. Nun habe ich plötzlich ca. 60 Minus Stunden. Diese sind angeblich durch Krankheit entstanden. Der Dienstplan steht immer für einen Monat. Wenn ich am Donnerstag bis Sonntag jeweils einen 12 Stunden Dienst eingetragen habe und dann eine AU habe. Wird mir für Donnerstag und Freitag jeweils 8 Stunden eingetragen und für das Wochenende 0. Damit ergibt sich ein Defizit von 32 Stunden. Ist das rechtens? MfG
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Bayern
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Bin im 3 Lehrjahr

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Wenn Sie krank sind, dann sind Sie während der Dauer der Krankheit von Ihrer Verpflichtung zu arbeiten entbunden. Während Ihrer Erkrankung können Sie daher keine Minusstunden aufbauen. Minusstunden bauen Sie dann auf wenn Sie aus Gründen die Sie zu vertreten haben weniger arbeiten (Beispiel: Sie wollen einfach später anfangen und dennoch pünktlich aufhören).

 

Auf der anderen Seite muss Ihnen der Arbeitgeber Überstunden immer bezahlen oder mit Freizeit ausgleichen, sofern die Überstunden notwenig waren oder aber durch den Arbeitgeber angeordnet wurden.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

eine gesetzliche Regelung gibt es hierzu nicht.

 

Das Bundesarbeitsgericht hat aber folgendes entschieden:


"Die Belastung eines Arbeitszeitkontos mit Minusstunden setzt voraus, dass der Arbeitgeber diese Stunden im Rahmen einer verstetigten Vergütung entlohnt hat und der Arbeitnehmer zur Nachleistung verpflichtet ist, weil er die in Minusstunden ausgedrückte Arbeitszeit vorschussweise vergütet erhalten hat. " (BAG, Urt. v. 26. 1. 2011 − 5 AZR 819/09).

 

Wenn Sie wegen Krankheit nicht arbeiten können, dann ist der Arbeitgeber zwar zur Entgeltfortzahlung verpflichtet, Sie aber nicht zur Nachleistung der Arbeitszeit.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Da man über die Dienstpläne und Arbeiszeitkonto meiner Kollegen auch meine geleisteten, aber in den letzten 2 einhalb Jahren nicht berücksichtigen Überstunden nachvollziehen könnte, kann man vom Arbeitgeber verlangen dieses zu überprüfen und dann mir Gut zuschreiben? Ich benötige ja um die Zulassung zur Prüfung zu bekommen eine gewisse Stundenanzahl. Diese hätte ich mit meinen tatsächlich geleisteten Stunden bereits erreicht.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

diesen Anspruch haben Sie.

 

Sie können vom Arbeitgeber einmal verlangen, dass er Ihnen die Überstunden einmal gutschreibt und zum anderen auch bezahlt.

 

 

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

 

Rechtsanwalt

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