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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 32480
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
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Hallo ich habe eine Frage zur Lohnfortzahlung ich arbeite

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo ich habe eine Frage zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ich arbeite als Zusteller (Tageszeitung und Briefe) da ich einen Arbeitsunfall hatte kann ich momentan nicht arbeiten bekomme aber nur ein teil meines Lohns nur für feste Bezirke ich mache aber auch Krankheits-Urlaubsvertretung seit 1 Jahr durchgehend aber halt immer verschiedene Bezirke und dafür bekomme ich keine Lohnfortzahlung Begründung vom Arbeitgeber da das keine festen Bezirke sind ich bekomme ich bei Krankheit dafür keine Lohnfortzahlung ich bekomme nur das was ich auch gemacht hätte also nur meine festen Bezirke ist das so rechtens

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Darf ich Sie ergänzend fragen:

 

Der Arbeitgeber errechnet also das Entgelt aus Ihrer Tätigkeit so wie sie im Arbeitsvertrag steht und lässt Ihre zusätzliche Tätigkeit außen vor?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Genau ich bekomme nur lohn für meine Tätigkeit die im Arbeitsvertrag steht zusätzliche Tätigkeiten werden in der Lohnfortzahlung nicht berücksichtigt

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank.

 

Das ist aber grundfalsch. Bei der Entgeltfortzahlung kommt es auf Ihr Arbeitsentgelt an, welches Sie regelmäßig erhalten.

 

Danach versteht man unter Arbeitsentgelt iSd § 4 EFZG den Bruttoverdienst, soweit Sie ihn aufgrund des Arbeitsverhältnisses als Gegenleistung für eine Arbeit erhalten (BeckOK ArbR/Ricken, 54. Ed. 1.12.2019, EFZG § 4 Rn. 5).

 

Allerdings werden für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nur solche Leistungen berücksichtigt, die sich, wenn der Arbeitnehmer gearbeitet hätte, als Gegenleistung für die geleistete Arbeit darstellen. Demzufolge sind Zuwendungen, die nicht an die Erbringung der Arbeitsleistung in einem bestimmten Zeitabschnitt gekoppelt sind, entgeltfortzahlungsrechtlich nicht relevant. Hierzu können etwa Jahressonderzahlungen, Jubiläumszahlungen oder sonstige jährlich gewährte Prämien zählen.

 

Einen solchen Fall haben wir hier aber gerade nicht.

 

Auch wenn Sie Ihren ursprünglichen Arbeitsvertrag nicht geändert haben, so stellt das Entgelt welches Sie für die Urlaubsvertretung erhalten einen solchen Arbeitslohn dar der bei der Berechnung der Entgeltfortzahlung zu berücksichtigen ist

 

Ist der Arbeitgeber hier weiter uneinsichtig sollten Sie vor dem Arbeitsgericht Lohnklage bezüglich der Differenz einreichen.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

darf ich Ihnen noch weiter helfen?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Ich habe Rücksprache mit meinem Arbeitgeber gehalten dieser hat mir dies mitgeteilt hier einmal der Link zum § 4 Entgeltfortzahlungsgesetz
§4 (1a) ist dort entscheidend da unregelmäßige Briefvertretungen als Überstunden angesehen werden

Sind das unregelmäßige Überstunden wenn ich immer wieder Vertretung mache ca 6 verschiedene Bezirke im Monat werde aber jedes Mal gefragt ob ich das machen möchte für mich ist das zusätzliche Arbeit und keine Überstunden

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

dem steht aber die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts entgegen:

 

"leistet also ein Arbeitnehmer ständig eine bestimmte Arbeitszeit, die mit der betriebsüblichen oder etwa tariflichen Arbeitszeit nicht übereinstimmt, kann von Überstunden nicht gesprochen werden. Kennzeichnend für Überstunden ist vielmehr, dass die übliche Arbeitszeit vorübergehend sich verändert. Das bedeutet, dass wenn regelmäßig über die geschuldete Arbeitszeit hinaus gearbeitet wird, keine Überstunden vorliegen."

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt