So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 32048
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich bin seit Juli offiziell krank geschrieben und

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin seit Juli offiziell krank geschrieben und habe nun eine Einladung zum bEM erhalten. Darin soll ich auch der Offenlegung meiner Krankheitsursachen zustimmen. Auch die Möglichkeit der Verneinung besteht. Was ist ratsam zu tun, wenn ich mir eigentlich durch Kündigung erhoffe und auf eine Abfindung spekuliere? Ich bin seit 29 Jahren im Unternehmen als Verkäufer beschäftigt und will in spätestens 2 Jahren aussteigen. Mit freundlichen Grüßen Jürgen Dubiel
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Sachsen Anhalt
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Fällt mir im Moment nichts weiter ein.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Wie Sie aus dem Schreiben des Arbeitgebers ersehen können, ist die Teilnahme am bEM freiwillig und aus der Nichtteilnahme darf Ihnen kein direkter Nachteil entstehen. Sie müssen auch nicht Ihre Krankengeschichte offenlegen. Wenn Sie dies nicht tun, dann wird das bEM allerdings so keinen Sinn machen.

Wenn Sie dem Arbeitgeber allerdings Ihre Krankengeschichte mitteilen, dann kann ihm dies unter Umständen Munition für eine krankheitsbedingte Kündigung liefern.

 

Für die Abfindung gilt allerdings: Je schlechter die Chancen des Arbeitgebers sind, desto höher wird die Abfindung sein, die Sie aushandeln können.

 

Es ist also eine Abwägung Ihrerseits:

 

Durch die Teilnahme am bEM verschlechtern Sie die Chancen des Arbeitgebers Ihnen zu kündigen zum anderen kann die Preisgabe Ihrer Unterlagen den Grund für eine krankheitsbedingte Kündigung liefern.

 

Es kommt also darauf an, inwieweit aus den Krankenunterlagen sich in Ihrem Falle Kündigungsgründe ableiten lassen.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Ich bin wegen Depressionen krankgeschrieben. Wann kann da krankheitsbedingt gekündigt werden? Und gibt es bei einer ordentlichen Kündigung wegen Krankheit denn dann keine Abfindung, weil diese personenbezogen und zulässig wäre? Soll ich dann besser wieder arbeiten gehen und mich unbeliebt machen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

die Krankheit kann dann einen Kündigungsgrund liefern, wenn auf absehbare Zeit keine Besserung (Arbeitsfähigkeit) zu erwarten ist und der Arbeitgeber durch Ihre Erkrankung unzumutbar belastet wird.

 

Eine Depression ist aber behandelbar, so dass eine Gesundung zu erwarten ist. Das bedeutet, eine Kündigung wegen Krankheit wird für den Arbeitgeber schwierig oder aber er müsste sich die Kündigung durch eine entsprechend hohe Abfindung erkaufen. (auch bei einer krankheitsbedingten Kündigung kann eine Abfindung vereinbart werden).

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Danke. Ist es vor diesem Hintergrund dann eventuell sogar günstiger die Krankheit zu benennen? Mein AG weiß, dass ich in näherer Zukunft aufzuhören gedenke, da ich dies vor einigen Jahren bereits schon einmal vorgebracht habe. Ich bin jetzt 53 Jahre alt und könnte aus finanzieller Sicht auch sofort aufhören. Nach den vielen Jahren und aus persönlichen Gründen, möchte ich den AG nicht ohne Abfindung verlassen. Man hätte mir bei einem Gespräch gesagt, dass man mir in dem Fall betriebsbedingt kündigen würde und sich 10.000€ vorstellen könne. Das war mir ausgesprochen zu wenig. Wie sollte ich mich also geschickteres am besten Verhalten? Vielen Dank.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

die Bekanntgabe der Krankheit schadet jedoch nicht. In diesem Falle sollten Sie das bEM überlegen aber auch ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber führen, dass Sie sich auch einen Aufhebungsvertrag vorstellen könnten. Die normale Regelung wäre pro Beschäftigungsjahr 1/2 Bruttomonatsgehalt. Weniger sollten Sie nicht akzeptieren. Da die Position Ihre Arbeitgebers eher schlecht sein dürfte, wäre hier natürlich auch ein höherer Betrag vertretbar.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Abschließend noch eine Frage: Für eine Jahr würde ich noch arbeiten gehen wollen. Könnte mir vorstellen, dass dies auch im Sinne meines AG wäre. Allerdings vielleicht verkürzt und möglichst ohne Lohnverlust oder geringeres ALG. Sind das Fragen, die ich beim bEM einbringen kann, oder besser zu einem späteren Zeitpunkt. Aber bEM auf jeden Fall, wenn ichsüchtig verstehe?

Gerne!!

 

Sie können diese Vorschläge in jedem Falle beim bEM aber auch jederzeit später einbringen. Es schadet meiner Ansicht nach nichts, wenn Sie den Arbeitgeber über diese Überlegung frühzeitig in Kenntnis setzen. Das bEM sollten Sie meiner Ansicht nach durchaus durchführen.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Danke.

Gerne!

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Sehr hilfreiche und schnelle Beantwortung meiner Fragen. Super Service!

Danke schön, Ihr Lob freut mich sehr!!