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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 12152
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Guten Tag, Assistentin: Vielen. Können Sie mir noch ein paar

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: ich habe folgenden Fall. Ein Mitarbeiter ist während seines Urlaubs krank, geht mehrmals zum Arzt und lässt sich allerdings nicht krank schreiben sondern versucht innerhalb seines Urlaubes wird gesund zu werden. Sein Vorgesetzter weis von der Krankheit, da er in einem Telefonat mit seinem Mitarbeiter darüber informiert wurde. Der Mitarbeiter wird innerhalb seines Urlaubes nicht gesund und geht am Montag wieder zum Arzt. Dieser schreibt ihn für diese Woche krank (auch rückwirkend bis zum Donnerstag). Nun soll er eine Abmahnung bekommen, weil die Krankmeldung nicht am Samstag der vorherigeen Woche in der Firma eingetroffen ist (Krankmeldung muss nach 3 Tagen eintreffen). Dies ist für den Mitarbeiter völlig unmölich da er die AU erst am Montag erhalten hat. IST DIE ABMAHNUNG RECHTES???

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Es handelt sich um einen Grenzfall.

Wie ein Gericht im Streitfall die Abmahnung im Rahmen einer Kündigung beurteilt, ist fraglich und kommt auf die Einschätzung des Gerichts an.

Die Problematik liegt in der rückwirkenden Krankmeldung. Durch diese wird der ursprüngliche Urlaub in "Kranheitszeit" umgewandelt.

Somit könnte die verpflichtende Regelung aus dem Arbeitsvertrag greifen, die Krankmeldung unverzüglich vorzulegen.

Andererseits kann es dem AN nicht angelastet werden, wenn der Arzt den AN wegen Urlaub erst nicht krank schreibt.

Eine rückwirkende Krankschreiben ist ohnehin bedenklich, kann aber nicht zu lasten des AN gehen.

Es ist daher eine Stellungnahme gegen die Abmahnung mit Bitte um Aufnahme dieser in die Personalakte angezeigt, in welcher der Sachverhalt geschildert wird.

Hieraus ergibt sich, dass sich der AN nicht pflichtwidrig verhalten hat, sondern diesem eigentlich nichts vorzuwerfen ist.

So wird wohl auch ein Gericht im Streitfall die Abmahnung sehen (eher nicht rechtens, wenn der AG vollumfänglich Kenntnis von den Vorgängen erhält).
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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