So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Schiessl Claudia.
Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 18941
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
Schiessl Claudia ist jetzt online.

Ich habe eine Frage bezüglich der Kürzung von Urlaubstagen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe eine Frage bezüglich der Kürzung von Urlaubstagen aus der Elternzeit nach Kündigung. Ist eine Kürzung in der Kürzungsfrist möglich? Anbei die Fakten. Nachdem ich meinen Arbeitgeber von meiner Schwangerschaft informierte (4. Monat) hat der mir ein Infoblatt zugesendet. Unter dem Punkt Sonstiges stand auch dass mein Jahresurlaub während der Elternzeit um 1/12 pro Monat gekürzt wird. Als ich im September 2017 dann tatsächlich Elternzeit beantragte kam diesbezüglich nichts mehr. Von Januar bis Oktober 2018 war ich dann in Elternzeit und begann Ende Oktober wieder zu arbeiten. Ende März 2019 habe ich dann mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum 30.06.2019 gekündigt. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt (Ende März) noch 30 Urlaubstage aus dem Jahre 2018 und die 30 Urlaubstage aus 2019, dass ich 2019 nur 15 Tage Urlaubsanspruch habe ist klar da ich ja am 30.06.2019 ausscheide. Somit hatte ich 30 Urlaubstage aus 2018 und 15 Urlaubstage aus 2019 insgesamt 45. Ich vereinbarte mit meinen Arbeitgeber per Mail im April, also nach meiner Kündigung, 25 Urlaubstage zu nehmen und 20 Urlaubstage sollten mir ausgezahlt werden. Mein Arbeitgeber stimmte gerne zu da er meine Arbeitskraft dringend benötigte. Auch zu diesem Zeitpunkt hatte ich in meinem Zeitjournal 30 Urlaubstage aus 2018 stehen. Als ich dann im Juni tatsächlich in Urlaub ging wurden mir dann 20 Tage aus 2018 gestrichen. Das erfuhr ich dadurch indem ich die vereinbarte Urlaubsauszahlung nicht bekam und ich mich daraufhin bei meinem Arbeitgeber informierte warum nicht. Er bezieht sich auf den Fall FD-ArbR 2019, 415350, beck-online und behauptet dass da eine Kürzung nach Kündigung möglich war und bei mir dass auch so sei. Ich sehe den Fall aber anders, die hatten offensichtlich ein anderes Urlaubsgenehmigungsverfahren und in dem Fall wurde der Klägerin mitgeteilt dass ihr der Urlaub gekürzt wurde. Ich hingegen hatte weder in meinem Zeitjournal eine Kürzung der Urlaubstage aus 2018 noch wurde mir bei dem Thema Resturlaub widersprochen. Der Urlaubsgenehmigungsprozess läuft so dass der Urlaub den man beantragt genehmigt ist wenn nicht widersprochen wird. Für mich war also nicht ersichtlich dass diese Tage gekürzt werden könnten. Gekürzt wurden die erst 2 Monate nach meiner Kündigung. Den Fall FD-ArbR 2019, 415350, beck-online interpretiere ich nicht als Möglichkeit nach der Kündigung zu kürzen. Wie ist Ihre Expertenmeinung?
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Ja gerne, welche?
Sehr geehrter Ratsuchender,Vielen Dank ***** ***** AnfrageNachträglich kann nichts mehr gekürzt werdenAllerdings wandelt sich der Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers mit Ende des Arbeitsverhältnisses in einen Anspruch auf Urlaubsabgeltung um. Ab diesem Zeitpunkt stellt er einen reinen Geldanspruch im Vermögen des Arbeitnehmers dar, auf den die Regelung des § 17 BEEG nicht anwendbar ist.Die nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erklärte Kürzung nach § 17 Abs. 1 Satz 1 BEEG ist demnach unzulässig.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Vielen Dank für die Antwort, eine Rückfrage: Sie schreiben „nachträglich kann nichts mehr gekürzt werden“ Auf welchen Zeitpunkt bezieht sich das nachträglich? Nach der Kündigung zum 31.03. oder nach dem Ausscheiden aus der Firma den 30.06. und auf welchen Zeitpunkt bezieht sich der Ausdruck „nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses“, den ich bereits häufig gelesen habe? Auf den 31.03. (Tag der Kündigung) oder auf den 30.06. (letzter Arbeitstag)?Passt das von meinem Arbeitgeber zitierte Urteil (FD-ArbR 2019, 415350) auf meinen Fall oder fehlt, wie ich es interpretiere, wegen des anderen Urlaubsgenehmigungsprozesses (Widerspruch statt explizite Genehmigung), die ‚rechtsgeschäftliche Erklärung‘?
Sehr geehrter Ratsuchender,Ihr Arbeitgeber hat ja nicht einmal eine Fundstelle ordentlich zitiert.
Welches Gericht soll denn das sein?Er hat Ihnen den Urlsub genehmigt und er würde sich dazu in Widerspruch zu seinem vorherigen Verhalten.Das verstößt gegen Treu und Glauben, Paragraf 242 BGB
Der Zeitpunkt ist der, zu dem man den Urlaub nicht mehr nehmen kann, also das rechtliche Ende des Arbeitsverhältnisses, nicht der Zeitpunkt der Kündigung
Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.