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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 31460
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
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Einer alten Tante (82), die seit ca. 20 Jahren ihren

Diese Antwort wurde bewertet:

Einer alten Tante (82), die seit ca. 20 Jahren ihren Enkelsohn Jean-Claude erzieht, möchte ich helfen.
Der Enkelsohn ist leicht behindert. Ob er einen Schwerbehindertenausweis besitzt weiß ich nicht.
Eben erfuhr ich von der fristlosen Kündigung des Enkelsohns, weil der neue Arbeitgeber ihm Diebstahl von 500,-€ vorwirft.
Jean Claude arbeitet in einem REWE-Markt, dessen Inhaber gewechselt hat.
Ich denke man kann zumindest von unlauterem Verhalten sprechen, wenn der neue Arbeitgeber vorschlägt, die 500,-€ zurückzuzahlen und dann auf die Erwähnung des Diebstahls im Arbeitszeugnis zu verzichten.
Jean Claude hat das Geld nicht entwendet und könnte es ohnehin nicht zurückzahlen, weil seine finanziellen Mittel zu gering sind.
Gewerkschaftlich organisiert ist er glaube ich nicht.

Ich frage deshalb nach den Möglichkeiten, dieser Kündigung entgegenzutreten. Was sollte in jedem Fall der erste/nächste Schritt sein ?
Wie kann Jean Claude an Rechtsbeistand kommen ?
Welchen Anspruch auf Prozesskostenbeihilfe hat er ?
Welche finanziellen Unterstützungen gibt es für ihn ?
Gibt es Beratungsstellen ?
Danke für ihre Antworten

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn der Enkelsohn fristlos gekündigt wurde, dann sollte er sofort vor dem Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erheben. Diese muss binnen einer Frist von 3 Wochen ab Zugang der Kündigung bei Gericht sein. Er kann die Klage selbst oder durch einen Anwalt erheben. Wenn er einen Anwalt beauftragt, dann kann er einen Antrag auf Prozesskostenhilfe stellen. Die eigenen Anwaltskosten übernimmt dann die Landesjsutizkasse. Die Anwaltskosten des Arbeitgebers braucht er dagegen nicht zu fürchten. Da vor dem Arbeitsgericht in der ersten Instanz der Grundsatz gilt dass jeder seine eigenen Kosten trägt.

Im Rahmen der Kündigungsschutzklage muss dann der Arbeitgeber beweisen, dass der Enkel die 500 EUR entwendet hat. Kann er dies nicht, dann ist die Kündigung unwirksam und das Arbeitsverhältnis weiter fortzusetzen.

Unabhängig davon, kann er Enkel auch auf Berichtigung des Arbeitszeugnisses klagen. Auch hier gilt, dass der Arbeitgeber den engeblichen Diebstahl nachweisen muss.

Wichtig ist, dass bezüglich der Kündigung der Enkel sofort mit der Kündigungsschutzklage vor das Arbeitsgericht geht.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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