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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 29446
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich bin Arbeitnehmer und habe einen 5-Tage-Woche IG-Metall

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin Arbeitnehmer und habe einen 5-Tage-Woche IG-Metall Tarifvertrag für den 01.08.19 bei einem Automobilhersteller in Bayern abgeschlossen. Der Vertrag wurde am 01.01.19 unterschrieben. Der Vertrag trat aber erst am 01.08.19 in Kraft. In dem Vertrag steht unter Punkt 5 eindeutig folgender Satz " 5. Anerkennung von Betriebszugehörigkeitszeiten: als anerkanntes Eintrittsdatum gilt der 01.02.2015 ". Gleichzeitig steht unter Punkt 6 in dem Vertrag folgendes: "6. Probezeit : Für das Arbeitsverhältnis gibt eine Probezeit von 3 Monaten.
Die anerkannte Betriebszugehörigkeitszeiten ist darauf zurückzuführen, dass ich davor bei einem Tochterunternehmen beschäftigt war.1.Frage: sind beide oben genannten Punkten 5 und 6 etwa nicht widersprüchlich?2. Ob ich im Falle aller Fälle unter Kündigungsschutz stehe (der greift für gewöhnlich nach 6 monaten)Die letzten Wochen habe ich einige Male am Sonntag von Zuhause aus am Laptop gearbeitet in dem ich paar E-Mails im Rahmen meiner Tätigkeit verschickt habe etc. Da im Vertrag das Arbeiten am Sonntag und Feiertagen ausgeschlossen ist hat mich heute mein Chef drauf hingewiesen und hat mir gesagt, dass ich gegen das Arbeitszeitgsetz sowie gegen die arbeitsordnung verstoßen hätte und dass ich noch dazu eine Pflichverketzung begangen habe und dass mich kritische Konsequenzen erwarten.3. Frage: stimmt das was mein Chef behauptet hat und welche Arbeitsrechtlche Konsequenzen erwarten mich.
Vielen Dank.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Bayern
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Nein

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

1.) Nein, die beiden Punkte widersprechen sich nicht, denn es steht einem AG grundsätzlich frei, arbeitsvertraglich eine Probezeit zu vereinbaren - wie hier.

Dessen ungeachtet gelten kraft ausdrücklicher Anordnung in dem Arbeitsvertrag die von Ihnen bereits zurückgelegten Beschäftigungszeiten in dem Tochterunternehmen als anerkannte Betriebszugehörigkeitszeiten.

Die vereinbarte Probezeit hat hierauf keinen Einfluss!

2.) Sie würden daher auch im Fall einer Kündigung den besonderen Kündigungsschutz nach dem KSchG beanspruchen können, denn das Eintrittsdatum der 01.02.2015 ist, haben Sie die erforderliche Wartezeit zurückgelegt.

3.) Zwar gilt das gesetzliche Arbeitsverbot an Sonn- und Feiertagen gemäß § 9 ArbZG:

https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__9.html

Gegen dieses haben Sie aber nicht verstoßen, denn Adressat dieses Gesetzes ist der AG, und nicht der AN!

Verboten wäre es daher etwa, wenn Ihr AG Sie auffordern würde, an einem Sonntag zu arbeiten.

Wenn Sie aber nun freiwillig zu Hause an Ihrem Laptop gearbeitet haben, so ist schon der Schutz- und Regelungszweck des § 9 ArbZG überhaupt nicht berührt!

Sie haben mangels einer arbeitsvertraglichen Pflichtverlerletzung daher auch mit keinen arbeitsrechtlichen Sanktionsmaßnahmen zu rechnen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 3 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Vielen Dank

Sehr gern!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Guten morgen Herr Hüttemann, ich möchte mir doch noch erlauben doch nachzuhacken, mit dem Arbeiten am Sonntag habe ich doch gegen die Arbeitsordnung bzw. Betriebsordnung verstoßen, mit welchen arbeitsrechtlichen Konsequenzen muss ich hier rechnen. Viel herzlichen Dank!

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Sofern Ihnen ein Verstoß gegen die Betriebsordnung zur Last fällt, so wiegt dieser Verstoß so gering, dass er äußerstenfalls mit einer Ermahnung, nicht aber mit einer Abmahnung geahndet werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Viel herzlichen Dank

Gern.