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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 31243
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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Bin ich dazu verpflichtet, WhatsApp geschäftlich zu nutzen?

Diese Antwort wurde bewertet:

Bin ich dazu verpflichtet, WhatsApp geschäftlich zu nutzen?
Seit Mai arbeite ich in einem neuen Betrieb im Detailhandel. Ein kleiner Geschenkladen.Von Anfang an liess mich meine damalige Chefin wissen, dass alle Mitarbeitenden in einem Gruppen-Chat kommunizieren. Da wir einzeln Schicht arbeiten, sei dies die einzige Möglichkeit, anfallende Arbeiten und Missstände einander zu übermitteln. Zuerst hatte ich keine Probleme damit. Ich hätte nicht gedacht, dass ich trotz Probezeit mehrmals kurz davor sein würde, aus der geschäftlichen WhatsApp-Gruppe auszusteigen, weil es meistens einfach nur noch nervt.Es gibt eine Mitarbeiterin, die wirklich fast nur damit beschäftigt zu sein scheint, nach den Fehlern von anderen zu suchen, sie abzufotografieren und einen im Gruppen-Chat bloßzustellen, natürlich immer mit der Rechtfertigung, es ginge ja um wichtige Infos. So empfinde ich das längst nicht mehr, es geht wirklich nur noch darum, was nicht oder schlecht erledigt wurde, manchmal kommen falsche Unterstellungen.Ich kann meine freien Tage kaum noch richtig geniessen, und da ich zudem schwanger bin, fühle ich mich durch diese interne Klima-Verschmutzung durch diese Mitarbeiterin auch körperlich nicht mehr wohl, sondern nur noch unter Druck gesetzt, obwohl es mir an meinem Arbeitsplatz grundsätzlich super gut gefällt.Die neue Chefin lässt sich ganz offensichtlich hinreissen zu dieser Art der Kommunikation. Keine der Frauen hat eine Lehre als Verkäuferin absolviert, Ich hingegen schon. Und daher kommt mir dieser WhatsApp-Gruppen-Chat so laienhaft vor, wie gemacht für Zicken, die diese Plattform dafür nutzen, ihr Ego zu pushen.Nun bin ich an dem Punkt angelangt, an dem ich ganz klar benennen kann: Ich will nicht mehr zugetextet werden oder fast täglich neue Fotos vom Arbeitsplatz auf dem Handy haben. Andererseits weiss ich auch, dass ich mich mit dem Ausstieg in der Probezeit auch als Arbeitnehmerin ins Aus schiessen würde.Doch wäre das gesetzlich überhaupt möglich? Ist es mein Problem, wenn wir kein Geschäftshandy erhalten? Muss ich tatsächlich in einem geschäftlichen Gruppen-Chat Mitglied sein? Und darf ich gekündigt werden, wenn ich dort aussteige?Ich möchte kein Moral-Posting verfassen. Damit würde ich im Chat wahrscheinlich nur nerven. Doch ich will mich auch nicht mehr so bloßstellen lassen von einer Göre, die anscheinend alles darf.PS: Auch Pausen haben wir pro Schicht keine. Häufig arbeiten wir mehr als sechs Stunden ohne Pausenanspruch, obwohl ich genau weiss, dass diese uns zusteht.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Das geht so natürlich nicht. Der Arbeitgeber kann Sie nicht dazu zwingen mit Ihrem Privathandy eine Whatsapp Gruppe zu nutzen. Er müsste Ihnen wenn dann ein Diensthandy zur Verfügung stellen.

Selbst wenn Sie ein Diensthandy hätten läge in der von Ihnen beschriebenen Nutzung eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts der Mitarbeiter vor, wenn die Fehler der Arbeitnehmer auf diese Weise veröffentlicht werden.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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