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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 11550
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Ich habe in meiner Firma einen Compliance Fall gemeldet

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe in meiner Firma einen Compliance Fall gemeldet der mit zwei schriftlichen Dokumenten (von Zeugen unterzeichnet) abwertende sexuelle Äusserungen eines Kollegen gegenüber mir beschreibt. Nachdem nun mit den betroffenen Personen Einzelgespräche geführt wurden, bin ich mir nicht ganz sicher inwiefern meine Firma den Fall herunterspielen will.

Mir wurde mitgeteilt, dass ich nicht darüber informiert werden kann welche disziplinarischen Maßnahmen getroffen werden bezogen auf den Kollegen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.
Bitte erlauben Sie mir zur Vermeidung von Missverständnissen folgende Nachfrage:
Wurde Ihnen dies offiziell mitgeteilt, dass Sie keine Auskunft über das Vorgehen der Unternehmung ggü. der betreffenden Person bekommen (oder inoffiziell vorab)?
Wünschen Sie vereinfachend eine telefonische Beratung, können Sie dies gern über den Premiumservice hinzubuchen. Ich vereinbare dann gerne einen Telefontermin mit Ihnen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Guten Tag Dr. Traub,

danke ***** ***** schnelle Rueckmeldung. Zu Ihrer Frage: Mir wurde dies eher inoffiziell vorab mitgeteilt im ersten Gespraech mit dem Chief Corporate Officer und der Personalreferentin meiner Firma. In der Zwischenzeit wurden Einzelgespraeche gefuert.

Morgen habe ich meinen Termin mit Personalreferentin, Personalchefin und Compliance Officer.

Von der Datenschuetzerin der Firma wurde mir mitgeteilt, dass ich Recht auf Auskunft ueber das Ergebnis und damit der Sanktionen in diesem Fall sei.

VG ***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Ihr Arbeitgeber muss Ihnen Auskunft über die eingeleiteten Maßnahmen zur Vermeidung einer zukünftigen Belästigung sowie den verhängten Sanktionen machen. Ansonsten können Sie gar nicht nachvollziehen, ob Ihrerseits weiteres Vorgehen erforderlich ist.

Der Arbeitgeber hat gem. § 12 AGG umfangreiche Pflichten, eine sexuelle Belästigung zu vermeiden und/oder gegen eine solche Vorzugehen. Maßnahmen der Sanktion sind Abmahnung, Versetzung etc.

Weiter haben Sie die Möglichkeit über § 184 StGB eine Strafanzeige gegen den Täter zu stellen. Auch hierfür benötigen Sie die Auskunft, welche Maßnahmen der AG in die Wege geleitet hat.

War der Mitarbeiter bereits in der Vergangenheit auffällig, hätte der AG hier vorbeugende Maßnahmen ergreifen müssen. In diesem Fall kann sich der AG ggü. Ihnen schadensersatzpflichtig gemacht haben.

Sofern Ihr AG hier die gewünschte Information verweigert können Sie mitteilen, dass Sie bereits Rechtsrat über einen Rechtsanwalt eingeholt haben und sodann diesen mit der Sache beauftragen werden. Spätestens hier reagiert der AG.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Herzlichen Dank! Das hilft mir schon weiter.
Inwiefern kann ich abschaetzen ob die getroffene Maßnahme angemessen ist?
Es handelt sich um zwei schriftliche Statements:
a) Die Beschreibung einer Oralsex-Geste auf mich und den CEO der Firma bezogen. Der Vorgesetzte des Kollegen war dabei und hat dies als Zeuge bestaetigt.
b) Ein Testimonial von unserer Shareholder-Firma welches beschreibt, dass in einer Situation beschrieben wurde, dass die gute Zusammenarbeit von dem Kollegen und mir wichtig sei, daraufhin habe dieser abwertende sexuelle Kommentare ueber mich gemacht. Weiter wird beschrieben, dass die Person immer wieder sexuelle Kommentare macht und diese als Scherze sieht.Was ist hier angemessen? Zwei Abmahnungen, da es sich um zwei verschiedene Faelle handelt? Eine Versetzung da wir gemeinsam in einem kleinen Großraumbüro von 6 Personen sitzen? Kündigung?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Die Angemessenheit hat im Streitfall ein Gericht anhand der konkreten Umstände zu beurteilen. Hier gibt es keinen "Schablonenkatalog".

Zwei Abmahnungen für die jeweiligen Fälle sind auf jeden Fall angemessen. U. U. auch eine Versetzung, da es Ihnen ggf. nicht mehr zumutbar ist, mit der Person in so einem kleinen Büro zusammen zu arbeiten. Hier können Sie Druck auf den AG ausüben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke!
Kann es hier fuer mich negative Konsequenzen geben? Muss ich auf zeitliche oder formale Fristen achten? Zudem habe ich ein Protokoll ueber 2,5 Jahre Mobbing und degradierende Kommentare innerhalb der Abteilung. Sollte ich diese hinzubringen oder ist das eher negativ da zu emotional?
Inwiefern und wie lange kann ich mich die Leistungsverweigerung unter Fortzahlung meines Gehaltes beziehen (Ein Schritt den ich nicht gehen moechte)?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

nein, hier kann und darf es für Sie keine negativen Konsequenzen geben.

Sie sollten abwarten, wie Ihr AG reagiert und war er Ihnen mitteilt.

Sofern in Ihrem Arbeitsvertrag eine Verfallsklausel für Ansprüche steht, sind diese Fristen einzuhalten. Ansonsten sollte gleichwohl zeitnah reagiert werden.

Die Verweigerung der Arbeitskraft ist in der aktuellen Situation nicht anzuraten. Hier kann der AG das Entgelt kürzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-