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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 29379
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, meine Angestellte (TZ, Probezeit) ist jetzt seit

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,meine Angestellte (TZ, Probezeit) ist jetzt seit 6 Wochen krankgeschrieben. 1. vom 15.02-19.02 da hat Sie sich bei mir gemeldet. 2. vom 19-22.02 hat sie mir komentarlos in den Briefkasten geworfen. 3. 22.02-01.03 ebenso im Briefkasten gelandet. Bis zum 05.03 dann keine Krankmeldung und auch keine Meldung von Ihr. Am 05.03 habe ich angerufen und auf Band gesprochen ,da sie nicht zur Arbeit gekommen ist. Daraufhin habe ich per Whatsapp eine Weitere Krankmeldung Rückwirkend vom 02.03 (festgestellt am 04.03)-17.03 erhalten. Seitdem werde ich von Woche zu Woche vertröstet zuletzt bis 29.03. Heute geht sie wieder zum Arzt??Ich vermute Sie wird wieder rückwirkend krankgeschrieben. Sie ist meine Einzige Angestellte und ich bin seitdem allein, kann aber auch nicht planen, da ich keinerlei Angaben von ihr über die voraussichtliche Arbeitsunfähigkeit bekomme. Habe ich denn hier die Möglichkeit ihr trotz Krankschreibung zu kündigen?? Vielen Dank für Ihre Mühe. Mit freundlichen Grüßen Linda Breininger

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung) muss dem AG spätestens an dem Arbeitstag vorliegen, der auf den dritten Kalendertag der Arbeitsunfähigkeit folgt, kann jedoch vom Arbeitgeber auch schon früher verlangt werden - § 5 Absatz 1 Entgeltfortzahlungsgesetz.

In Ihrem Fall ist dies wiederholt nicht geschehen.

Zudem muss die AU-Bescheinigung im Original vorgelegt werden, und sie kann nicht - wie hier - per Whatsapp übermittelt werden.

Schließlich ist auch eine rückwirkende Krankschreibung rechtlich unzulässig.

Es liegen folglich gleich mehrfache Verstöße gegen die gesetzlichen Nachweispflichten vor.

Allerdings müssen Sie die AN zunächst schriftlich abmahnen und ihr in dieser Abmahnung ankündigen, dass Sie bei einer weiteren Pflichtverletzung die Kündigung aussprechen werden - eine Kündigung ohne vorgängige Abmahnung wäre nicht rechtmäßig.

In Ihrem Fall gilt aber folgende Ausnahme: Unter Zugrundelegung Ihrer Angaben zum Sachverhalt spricht sehr viel dafür, dass die AN die Krankheit nur vortäuscht.

Sie sollten daher umgehend eine amtsärztliche Untersuchung der AN durch den MDK der Krankenkasse verlangen - dieses Recht haben Sie als AG.

Sollte sich hierbei herausstellen, dass die Krankheit tatsächlich vorgetäuscht ist, so können Sie die AN unverzüglich gemäß § 626 BGB fristlos kündigen!

Sie können dann des Weiteren Strafanzeige wegen Betruges gegen die AN erstatten.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Sind denn nun noch Fragen offen geblieben?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Mit der Krankenkasse hab ich schon telefoniert, die sind auf meine Bedenken gar nicht eingegangen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Mit der Krankenkasse hab ich schon telefoniert, die sind auf meine Bedenken gar nicht eingegangen. A

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Dann sollten Sie sich an den Leiter der KK wenden und Ihr Recht geltend machen.

Kündigen Sie diesem an, dass Sie bei dem Bundesversicherungsamt als Aufsichtsbehörde Beschwerde erheben werden, wenn die KK Ihnen die Untersuchung verweigert.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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