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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 8738
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Guten Abend, ich habe 13 Jahre lang für verschiedene

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,
ich habe 13 Jahre lang für verschiedene Nachhilfeorganisationen als Nachhilfelehrer gearbeitet und in den letzten drei Jahren bis Juli 2018 für eine Nachhilfeinstitution wegen der ich jetzt meine Frage stelle. Ich wurde in den drei Jahren von der Chefin extrem schlecht behandelt ( das ist erstmal Nebensache) sie hat mich ständig verdächtigt und spionieren lassen. Sie gab mir immer zweideutig zu verstehen, dass ich mit manchen Schülern Privatunterricht machen würde- was in den letzten dreizehn Jahren nicht der Fall war. Das ist einfach absurd, da ich in meiner ganzen Laufbahn keinen Schüler erlebt habe, der mich gefragt hätte, ob man die Nachhilfe privat machen könnte. Hier ist einfach der Respekt für die Bildung zu groß und ich habe meinerseits nie einen Schüler gefragt, ob wir privat Nachhilfe machen können. Jedenfalls die Chefin hat die ganze Lehrerschaft gegen mich aufgehetzt als sie selbst mit der Arbeit aufhörte. Ich vermute sie hat das davor nicht gemacht, weil sie mich gebraucht hatte. Ich unterrichte nämlich Mathematik, Physik und Chemie- da gibts wenige gute und erfahren Nachhilfelehrer. Auch wegen der Bezahlung natürlich. Ich habe außerdem zwei mal die Woche dort gearbeitet. Nun als ich gemerkt habe, dass sie gegen mich lügen verbreitet hatte. Habe ich die Situation der neuen Chefin geschildert und die Arbeit gekündigt und nach einem Arbeitszeugnis verlangt. Die neue Chefin schien mir zuzuhören und sie haben mir ein Zeugnis ausgestellt mit dem ich zufrieden bin und das der Wahrheit entspricht. Jedoch ich habe mit den anderen Lehrern nicht gesprochen weil das ganze mich ziemlich mental fertig gemacht hat. 10 Tage nachdem ich gekündigt habe hat ein Schüler sich bei mir gemeldet, ob ich mit ihm Nachhilfe machen könnte und was das kosten sollte. Ich hatte sofort den Verdacht, dass ich wieder spioniert werde und bin mir auch sehr sicher, dass das der Fall ist. Da ich keinen Beweis für die Spionagevorwürfe seitens meiner Chefin hatte und ich weiss, dass im Vertrag nichts davon stand, dass ich keinen Schüler übernehmen darf, wenn ich nicht mehr dort arbeite, so habe ich mir gedacht, ich sage dem Schüler er soll sich bei mir nach den Ferien melden und wir können dann genaueres besprechen. Aus den ganzen Fragen des Schülers und seinem Verhalten konnte ich dann entnehmen, dass ich in der Tat spioniert werde. Ich habe mit dem Schüler nur die Probestunde gemacht. Es hat keine bezahlte Stunde stattgefunden. Nun sind das meine Fragen:
1. Darf die Firma mich derart spionieren?
2. Kann ich den Schüler zur Rede stellen?
3. Kann ich rechtlich gegen die Firma vorgehen?
4. Kann die Firma mich anbelangen?
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Bitte haben Sie ein wenig Geduld, während ich mich mit Ihrer Fragestellung befasse.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Zu ihren Fragen im Einzelnen:

1. Darf die Firma mich derart wie ausspionieren?

Nein, das darf die Firma nicht. Insbesondere gibt es hierfür gar kein Anlass. Wenn es im Arbeitsvertrag kein Wettbewerbsverbot gibt, dürften sie darüber hinaus aus rechtlicher Sicht unproblematisch auch im Nebenbereich Unterricht erteilen. Dies kann ein Arbeitgeber ihnen nicht verbieten.

2. Kann ich den Schüler zur Rede stellen?

Ja, das können Sie. Ob Sie Auskunft erhalten müssen sie abwarten.

3. Kann ich rechtlich gegen die Firma vorgehen?

Ein rechtliches Vorgehen gegen die Firma ist meine Sache nicht erfolgversprechend. Dies liegt darin begründet, dass die Unternehmung sich nicht strafbar gemacht hat und sie das Verhalten einfach ignorieren können. Für ein rechtliches Vorgehen würden entsprechende Kosten anfallen, welche gegebenenfalls nicht von Erfolg gekrönt sind.

4.. Kann die Firma nicht belangen?

Nein, das kann die Firma ebenso wenig. Ich verweise hier auf meine Ausführungen unter Ziffer 1.insbesondere wenn kein Wettbewerbsverbot in einem Vertrag verankert ist, hat die Unternehmung ein rechtliches Handhabe.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Traub,vielen Dank für ihre rasche Antwort.
Zwei Punkte muss ich noch präzisieren.
1.
Der genannte Schüler von dem ich annehme, dass er mich ausspioniert ist ein ehemaliger Nachhilfeschüler, der eben in der genannten Institution bei mir Nachhilfe hatte. Er war irgendwann in der Nachhilfeschule und wollte meine Nummer haben. Damit wenn er wieder dort Nachhilfe hat. Er hat sich jedoch erst gemeldet als ich dort keine Nachhilfe mehr gegeben habe. Kann deshalb das Unternehmen mich anbelangen?2. Was ist mit der ganzen Rufschädigung seitens der ehemaligen Leiterin. Also, dass was sie über mich erzählt hatte. Nämlich, dass ich denen Schüler stehle? Kann ich dagegen wirklich nicht vorgehen?Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

nein. Wenn der Schüler von sich aus auf Sie zuging, kann ich hierin kein "wettbewerbswidriges" Verhalten sehen.

Weiter können Sie die Leiterin, wenn deren Aussagen nicht stimmen, mittels eines Rechtsanwalts abmahnen lassen. Eine Strafanzeige erachte ich als nicht "erfolgsversprechend", da das Verhalten unterhalb der Strafbarkeitsschwelle sein dürfte.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Vielen lieben Dank Herr Dr. Taub.
Sie haben mir viel und sehr schnell geholfen.Mit besten Grüßen