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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26504
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Kurze Beschreibung meiner jetzigen Lage: Seit 10 Jahren

Diese Antwort wurde bewertet:

Kurze Beschreibung meiner jetzigen Lage: Seit 10 Jahren arbeite ich auf Stundenbasis bei einer Spedition. Seit 2009 Mo-Fr je 4-6 Stunden. Im Februar 2018 wurde mir nach 10 Jahren ohne Angabe von Gründen eine wichtige Aufgabe entzogen, somit es für mir schwieriger wurde auf meine Stunden zu kommen. Es folgte ein Streit, wo mein Chef meinte ich solle mir etwas anderes suchen, darf aber noch so lange in der Spedition arbeiten. Ich hab gesucht und für den 01.02.2019 eine neue Stelle gefunden. Noch bevor ich gekündigt habe, war die Lage im Büro sehr angespannt und mein Chef meinte mich so langsam degradieren zu müssen. Ich durfte, wenn meine Chefin anwesend war, nicht mehr ans Telefon gehen usw.. Das hatte zur Folge, das ich Ende August psychisch und nervlich zusammengebrochen bin. Ich werde von einer Psychologischen Therapeutin behandelt und muss mich in regelmäßigen Abständen bei einem Neurologen/Psychiater vorstellen. Ebenfalls bin ich auf Grund dessen mit körperlichen Beschwerden in ärztlicher Behandlung. Seit Ende August habe ich einen Krankenschein, z. Zt. bis 21.10.2018.
Am 01.10.2018 hatte ich ein Gespräch mit meiner Chefin, da das Büro unterbesetzt ist, das ich gerne bereit bin mich wieder gesundschreiben zu lassen und am 08.10.2018 wieder arbeiten kommen kann. Freitag den 05.10.2018 rief sie mich an und meinte das ich bis zum 21.10. noch weiter zu Hause bleiben soll. Heute, 19.10.2018, habe ich im Büro angerufen, um Bescheid zu sagen, das ich Montag wieder da bin und wann ich arbeiten kommen soll. Sie meinte daraufhin, das ich gar nicht wiederkommen brauche, bis Ende Januar ist ja nicht mehr lang. Da man mich am Freitag den 05.10. an unserem Haus gesehen hat, wie ich meinem Mann bei Pflasterarbeiten unterstützt habe, wäre ich ja wohl doch nicht krank.
Wie muss ich mich jetzt verhalten?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal ist der geschilderte Vorfall - Unterstützung Ihres Mannes bei den Arbeiten - nicht grundästzlich ein Grund für eine Abmahnung: Während einer erkrankungsbedingten Arbeitsunfähigkeit schuldet der AN dem AG eine zügige Wiederherstellung seiner Gesundheit.

Es ist ihm während der Krankschreibung aber alles erlubt, was einer Genesung nicht hinderlich ist und dieser entgegensteht: Wenn also die Hilfe bei den Pflasterarbeiten sich nicht nachteilig auf Ihren Genesungsprozess ausgewirkt hat, so war Ihnen diese Tätigkeit auch gestattet, so dass Sie deshalb gar nicht abgemahnt werden können.

Wenn nun Ihr AG auf Ihre weitere Arbeitskraft bis zum Ende der ordentlichen Kündigungsfrist verzichten will, so bleibt Ihr AG Ihnen dennoch zur vollen Lohnzahlung verpflichtet, denn dann befindet sich Ihr AG im Annahmeverzug mit der Folge, dass Sie Ihren vollen Vergütungsanspruch behalten - § 615 BGB!

Sie müssen daher nichts weiter tun, als Ihrem AG auch weiterhin Ihre Arbeitskraft anzubieten - nimmt er diese nicht an, so treten automatisch die Rechtsfolgen des § 615 BGB ein: Ihr AG hat Ihnen dann bis zum 31.01.2019 Ihren Lohn zu zahlen.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kristian Hüttemann
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Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Aber wenn mir jetzt am Telefon gesagt wurde, ich brauche nicht zur Arbeit kommen und es gibt nichts schriftliches, kann doch behauptet werden, das ich einfach nicht zur Arbeit gekommen bin. Unentschuldigt? Abmahnungsgrund?

Gerade aus diesem Grunde sollten Sie am Montag zur Arbeit erscheinen und Ihre Arbeitskraft noch einmal (möglichst unter Zeugen) persönlich anbieten. Nimmt der AG diese dann nicht an, so ist er in Verzug, und es gelten dann die Folgen des § 615 BGB. Wenn Ihr AG Ihnen dann am Montag mitteilt, dass Sie nicht mehr zur Arbeit erscheinen müssen, dann müssen Sie dies auch nicht mehr tun.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Leider ist das Problem, dass die einzige Mitarbeiterin, die als Zeugin in Frage käme, die Cousine der Chefin ist. Ich befürchte, das es dann keine Zeugenaussage zu meinen Gunsten geben wird. Leider weiß ich aus Erfahrung von 10 Jahren wie mein AG tickt und um jemanden los zu werden, darf man Arbeiten wie z.B. Klos putzen, Unkraut jäten, Halle fegen usw. ausüben, sodass man selber in Form eines Krankenscheines (ab 6. Woche Krankengeld und AG ist fein raus) aufgibt. Und in meiner jetzigen psychischen Verfassung bin ich der Konfrontation nicht gewachsen.Mit freundlichen Grüßen
Anke Döring

Dann rate ich Ihnen an, einen Bekannten/Freund/Verwandten Sie zur Arbeitsstelle begleiten zu lassen, damit Sie in jedem Fall einen Zeugen haben!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt