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Kategorie: Arbeitsrecht
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Vom 1.5-27.7 2018 hatte ich einen 400 Euro Job. War alles an

Diese Antwort wurde bewertet:

Vom 1.5-27.7 2018 hatte ich einen 400 Euro Job. War alles an und abgemeldet. Überstunden wurden mit 10 Euro bezahlt, In Bar. Der Arbeitgeber hat ein Steuerbüro, er sagte das Bargeld zahle ich als Prämie und das ist legal. Da der Job zu Ende ist schickte er mir jetzt eine Lohnabrechnung für 3 Monaten mit 190 Stunden pro Monat und 5000 Euro Vorschuß.Das Geld habe ich nie erhalten. Jetzt will er 1500 Euro zurück. Ich bin EU Rentner und kann so ein Arbeitsverhältnis ja gar nicht eingehen, was er auch weiß. Ich habe so ein Arbeitsvertrag nie unterschrieben. Nur den 400 Job habe ich unterschrieben. Jetzt droht er mir das er diese nicht legale Lohnabrechnung an meine Rentenversicherung und an das Finanzamt zu schicken. LG,und vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst muss der Arbeitgeber natürlich nachweisen, dass er das Geld überhaupt gezahlt hat. Wenn eine fehlerhafte Abrechnung vorliegt, so haben Sie natürlich das Recht, eine korrekte Abrechnung Ihrer Arbeitsleistung zu fordern.

Dabei müssen natürlich auch Überstunden mit in die Abrechnung aufgenommen werden.

Diese sind dann nicht als Prämie abzurechnen, sondern eben, so wie Sie auch geleistet worden sind, als Überstunden.

Alles weitere sollte sich alleine aus dem Arbeitsvertrag ergeben.

Insofern sollten Sie sich hier zunächst keine großen Sorgen machen.

Die Drohung ist durchaus auch strafbar, die er hier ausgesprochen hat. Es handelt sich hier um eine Nötigungshandlung, die Sie auch zur Anzeige bringen können.

Alternativ hierzu, sollten Sie, wenn er keine ordnungsgemäße Abrechnung liegt, mithilfe des Arbeitsvertrages die Lohnabrechnungen vor dem Arbeitsgericht einklagen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst hilfreich geantwortet habe und stehen gerne weiterhin zur Verfügung.

Über eine anschließende positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

rebuero24 und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ich habe bei dem Herrn auf einer Baustelle gearbeitet. Die Überstunden belaufen sich auf ca.1800 Euro als Prämie in bar gezahlt. Da zu kommen die 3 mal 400 Euro aus dem Mini Job. Wie kann er aus einem Mini Job ein Vollzeit Job machen, ohne mein Wissen und Zustimmung. Die 3 mal 400 Euro hat er auf mein Konto Überwiesen. Die 1800 Euro hat er schwarz gezahlt. Danke.

Vielen Dank für die positive Bewertung und ihre weiteren Angaben.

Zunächst dürften Sie aufgrund der Überstunden nicht mehr als geringfügig Beschäftigter gearbeitet haben. Insofern könnte möglicherweise hier eine Sozialversicherungspflicht insgesamt entstanden sein. Überstunden sind nicht als Prämie zu zahlen, sondern es handelt sich hier um entsprechende Arbeitsleistung, die nach dem Arbeitsvertrag zu vergüten gewesen wäre. Etwas anderes würde nur gelten, wenn Sie dies tatsächlich als Prämie erhalten hätten ohne zu arbeiten. Dann dürften allerdings die Entgeltgrenzen im Rahmen der geringfügigen Beschäftigung überschritten worden sein.

Möglicherweise kann man durch Ausnahmeregelungen noch eine geringfügige Beschäftigung durch kurzfristiges Überschreiten der Grenzen der geringfügigen Beschäftigung annehmen. In der Regel gilt dies allerdings nur für 2 bis 3 Monate. Hier müsste man die genauen Zeiträume Ihrer Tätigkeit eruieren.

Für den Arbeitgeber dürfte in dem Fall einer nicht geringfügigen Beschäftigung nicht nur das Schwarzgeld problematisch werden, sondern er müsste selbstverständlich auch eine andere Versteuerung und Abführung der Sozialversicherungsbeiträge vornehmen.

Sie müssen natürlich schauen, ob sie im Rahmen ihrer EU Rente unter den Entgeltgrenzen bleiben.

Insofern können sich aus dem dargestellten Sachverhalt für beide Seiten Nachteile ergeben, in höherem Maß sicherlich aufgrund der schwarz-gelb Zahlung für den Arbeitgeber, da dann auch hier Probleme der Steuerhinterziehung oder des Sozialversicherungsbetrugs des im Raum stehen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt