So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ragrass.
ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 7671
Erfahrung:  langjährige Erfahrung als Rechtsanwältin
52374836
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
ragrass ist jetzt online.

Hallo, ich habe zum 31.8.2018 fristgerecht gekündigt,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe zum 31.8.2018 fristgerecht gekündigt, Arbeitsverhältnis besteht seit 1.11.2017, pro Jahr gibt es 20 Tage Urlaub( gesetzl. Anspruch ) sowie einen darüber hinausgehenden Vertragl. Urlsubsanspruch von 5 Tagen, insges. 25 Tg., so steht es im AV.
Ich habe dieses Jahr schon 10 Tage Urlaub genommen und lt. Chefin bekomme ich jetzt noch 6 Tage Resturlaub. Ich habe 10 Tage ausgerechnet da ich doch vollen Anspruch habe in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres.
Im AV steht geschrieben :
Bei Beendigung des AV erfolgt Urlaubsabgeltung nur bis zur Höhe des noch nicht gewährten gesetzl. Urlsubsanspruch hierüber hinausgehende vertragl. Ansprüche auf Urlaub unterliegen hingegen nicht das Abgeltungsrecht. Wie soll ich das verstehen, die 5 Tage unterliegen nicht dem Abgeltungsrecht ??
Wie viel Urlaub steht mir noch zu ?
Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Daubner

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke für die Nutzung von Justanswer.

Wenn Sie in der zweiten Hälfte des Jahres aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden, haben Sie einen Anspruch auf den vollen Jahresurlaub. Dies ergibt sich aus §§ 4, 5 Bundesurlaubsgesetz. Dies bedeutet hinsichtlich des gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Arbeitstagen, dass die nicht genommenen 10 Tage Resturlaub auszugleichen bzw. abzugelten sind.

Während der gesetzliche Mindesturlaub nicht disponibel ist, gilt die für den "freiwilloigen " Zusatzurlaub nicht. Dies bedeutet, dass die Regelung im Arbeitsvertrag bzgl. des Zusatzurlaubes dazu führt, dass diese bei Ausscheiden verfällt, also bzgl. der zusätzlichen 5 Tage kein Abgeltungsanspruch besteht.

Die 10 Tage unverbrauchter gesetzlicher Urlaub hingegen muss vergütet werden.

Ich hoffe, Ihnen die Rechtslage verständlich vermittelt zu haben und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Gern beantworte ich eventuelle Nachfragen Ihrerseits.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.