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hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3080
Erfahrung:  LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
48877684
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hhvgoetz ist jetzt online.

Guten Tag Ich hatte 10/2013 einen Arbeitsunfall und habe

Kundenfrage

Guten Tag
Ich hatte 10/2013 einen Arbeitsunfall und habe nach unzähligen OPs mittlerweile beide Handgelenke voll versteift (Schwerbehindertenpass beantragt vor vier Monaten, zur Zeit Prüfung durch gesundheitsamt) . Bin immer noch krankgeschrieben. Jetzt hat mir mein Arbeitgeber durch die BG mitteilen lassen, dass die für mich keine passende Stelle haben, kündigen aber meinen Arbeitsvertrag nicht ( Klinikum öffentlicher Dienst,
Fester Vertrag ). BG schlägt mir vor Umschulung oder anderen Arbeitgeber suchen, aber das Klinikum hat mir nicht gekündigt wird es auch nicht machen, aber wie soll ich denn wo anders zu arbeiten beginnen wenn ich einen ungekündigten Vertrag beim Klinikum habe?
Gepostet: vor 14 Tagen.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 14 Tagen.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

das ruhende Arbeitsverhältnis wird im Zweifel ja recht einfach einernehmlich zu lösen sein, wenn Sie eine Alternative haben. Sie müssen sich nur im Klaren sein, dass dann kein Weg mehr zum alten Arbeitgeber zurückführt, sei es durch betriebliches Eingliederungsmanagement oder sonstwie.

Solange Ihnen der Arbeitgeber keinen leidensgerechten Job anbieten kann, kommen Sie natürlich auch nicht in die Situation, Arbeitsleistung nicht erbringen zu können, weil Sie schon woanders arbeiten.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Arbeitgeber auf eine Kündigung verzichtet, da Sie ihn kein Geld kosten und er so schlicht potentielle Kosten durch eine mögliche Kündigungsschutzklage spart.

Haben Sie aber im Hinterkopf, dass Sie auch wirklich nur dann kündigen (oder eine Aufhebung vereinbaren) sollten, wenn wirklich eine Alternative konkret besteht. Die BG hat natürlich auch ein Interesse daran, Sie möglichst kostengünstig aus dem Bezug von Leistungen wie Verletztengeld/rente usw. zu bekommen.

Für eine Umschulung brauchen Sie ja keine Kündigung. Rechnen Sie dann aber auch damit, dass Sie die BG für den neuen Job als arbeitsfähig einstuft.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine entsprechende Bewertung ab, denn nur dann erhalte ich meine Vergütung über Just Answer. Nach einer solchen Bewertung können Sie allerdings auch ohne weitere Zusatzkosten an dieser Stelle Nachfragen zum gleichen Thema stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Wie läuft es dann mit der Abfindung da ich im Klinikum seit 1999 tätig bin?
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 11 Tagen.

Das wird der Grund sein, warum man Sie nicht kündigen will. Man will diese Diskussion gar nicht erst anfangen.

Bei personenbedingter Kündigung gibt es an sich keine Anspruch. Aber man kann natürlich versuchen, eine Abfindung auszuhandeln vor dem Hintergrund, dass ev. doch noch Chancen bestünden, dass Sie wieder arbeiten könnten oder eben vor Gericht doch sich herausstellt, dass es einen leidensgerechten Arbeitsplatz für Sie geben muss in der Klinik.

Als Anhaltspunkt kann man hier die gesetzliche Regelung für betriebsbedingte Kündigungen nehmen, 0,5 Monatsverdienste pro Jahr.

https://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__1a.html

Sollten Sie ALG I beziehen wollen, bedenken Sie die sich aus der Entschädigung ev, ergebende Sperrzeit, wenn die genannte Abfindungshöhe überschritten wird und die Kündigungsfrist nicht eingehalten wird.

Die Systematik haben die Kollegen von Hensche hier ganz anschaulich erklärt:

https://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Abfindung_Alg.html#tocitem3

Gruß