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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 29042
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich bin seit 13 Jahren. Seit dem 23.08.2017 bin ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin seit 13 Jahren im Unternehmen. Seit dem 23.08.2017 bin ich verwitwet. Meine Tochter ist volljährig und befindet sich im Studium. Mein verstorbener Mann und ich haben auf der selben Firma gearbeitet, was die Situation für mich zusätzlich erschwert. Wir sind ein saisonales Unternehmen, dass seinen Umsatz in der Zeit von März bis Oktober macht. Zudem haben wir ein extremes Personal Problem, dass sich darin äußert, das zu wenige zu viel leisten müssen. Auf meine schwierige Situation wird keine Rücksicht genommen, ganz im Gegenteil, ich muss mehr leisten, als die Jahre zuvor. Ich bekomme 25 h die Woche bezahlt, mache aber mindestens 40-45 h die Woche, die ich in der Nebensaison abbaue durch Freizeit.
Durch meine schwierige private Situation und dem Stress auf der Arbeit kann ich nicht mehr, und würde gerne kündigen. Ich beziehe Witwenrente (nicht sehr hoch, da ich gut verdiene) und befinde mich in einer Weiterbildung. Kann ich kündigen und komme finanziell über die Runden?
Herzlichen Dank,
Ihre M. Rasen

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich steht es Ihnen als AN frei, jederzeit von Ihrem Kündigungsrecht Gebrauch zu machen.

Allerdings droht einem AN im Falle einer Eigenkündigung - wie hier - die Anordnung einer Sperrzeit für den anschließenden Bezug von ALG I für die Dauer von drei Monaten durch die Arbeitsverwaltung - § 159 SGB III.

Das gilt aber wiederum dann nicht, sofern der AN sich auf einen wichtigen Grund für die Eigenkündigung berufen kann: Ein solcher wird insbesondere dann vorliegen, wenn dem AN ein weiterer Verbleib an dem Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen nicht länger zumutbar ist.

Sollten daher in Ihrem Fall die extremen Arbeitsbelastungen auch zu entsprechenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen geführt haben, so könnten Sie sich gegebenenfalls auf das Vorliegen eines wichtigen Grundes berufen.

Inwieweit Sie nun sämtliche finanziellen Belastungen im Falle eines Verlustes des Arbeitsplatzes werden künftig stemmen können, kann aus der Ferne und ohne Kenntnis sämtlicher Einzelumstände zu Ihren Ausgaben und Einnahmen abschließend und seriöser Weise nicht eingeschätzt werden.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo, vielen Dank für Ihre Antwort. Eine Frage noch: Muss ich zur Feststellung der gesundheitlichen Unzumutbarkeit zum Arzt ( Hausarzt, Attest) oder wie funktioniert das?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, richtig: Die Symptome sollten Sie sich zunächst von einem Arzt attestieren lassen. Mit diesem Attest suchen Sie anschließend die Agentur für Arbeit auf, und zwar unbedingt vor der Kündigung!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Die Arbeitsverwaltung entscheidet sodann, ob Ihr Attest ausreicht, oder ob es noch einer amtsärztlichen Begutachtung bedarf.