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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 19015
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Guten Tag Ich arbeite als Krankenschwester auf einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag
Ich arbeite als Krankenschwester auf einer Beatmungsstation in 3 Schichten, Feiertage und Wochenende inklusive. Habe ein Durchschnittsgehalt von 1950€ netto. Darunter fallen ein Festgehalt von 2300€ Brutto und eine Beatmungszulage von 150€ Brutto und eine Erfahrungszulage von 150€ Brutto plus die Zuschläge für Wochenende, Nachtdiente und Feiertag.
Ich bin derzeit schwanger und durch den Betriebsarzt ins Beschäftigungsverbot gesetzt worden. Laut Mutterschutzgesetzt bekommt man das Durchschnittsgehalt der letzten drei Monate vor der Schwangerschaft, das wären meiner Meinung nach ca. 1950€. Jetzt kam mein Lohn und ich habe nur ca. 1750€ bekommen. Mir wurde mein Festgehalt und die 2 Zulagen bezahlt aber keine Schichtzuschläge oder Wochenendzuschlag. Jetzt bin ich mir unsicher was korrekt ist und ob es sich überhaupt lohnt den Chef darauf anzusprechen. Aber es macht immerhin ein Unterschied von knapp 200€ und später bei der Elterngeldrechnung auch entscheidend.
Was ist jetzt richtig ??
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank für die freundliche Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Das durchschnittliche Arbeitsentgelt beinhaltet sämtliche Zulagen und Zuschläge, die Sie bekommen.

Das ergibt sich aus den Paragrafen 18 und 21 des Mutterschutzgesetzes.

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen ?

ehr geehrter Ratsuchender,

das sind die Grundsätze für Einkommen, das nicht beim Einkommensdurchschnitt bereücksichtigt wird

Bei der Bestimmung des Berechnungszeitraumes für die Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts für Mutterschutzlohn/(Zuschuss zum) Mutterschaftsgeld bleiben Zeiten unberücksichtigt, in denen die Frau infolge unverschuldeter Fehlzeiten kein Arbeitsentgelt erzielt hat. War das Beschäftigungsverhältnis kürzer als drei Monate, ist der Berechnung der tatsächliche Zeitraum des Beschäftigungsverhältnisses zugrunde zu legen. Für die Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts bleiben unberücksichtigt:

▪einmalig gezahltes Arbeitsentgelt iSv § 23a SGB IV,

▪Kürzungen des Arbeitsentgelts, die im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldetem Arbeitsversäumnis eintreten,

▪im Fall der Beendigung der Elternzeit nach dem BEEG (insbes. § 16 Abs. 3 S. 3 BEEG) das Arbeitsentgelt aus Teilzeitbeschäftigung, das vor der Beendigung der Elternzeit während der Elternzeit erzielt wurde, soweit das durchschnittliche Arbeitsentgelt ohne die Berücksichtigung der Zeiten, in denen dieses Arbeitsentgelt erzielt wurde, höher ist. Wird die Elternzeit nicht beendet, sind nach § 22 MuSchG Ansprüche auf Leistungen auf Mutterschutzlohn und Zuschuss zum Mutterschaftsgeld aus dem wegen der Elternzeit ruhenden Arbeitsverhältnis ausgeschlossen. Übt die Frau während der Elternzeit eine Teilzeitarbeit aus, ist für die Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts nur das Arbeitsentgelt aus dieser Teilzeitarbeit zugrunde zu legen.

(Schaub/Koch ArbR A-Z, Mutterschutz, beck-online)

Von daher sind Ihre Zulagen natürlich dabei

Bitte teilen Sie mir mit was einer positiven Bewertung entgegensteht

vielen Dank

Schiessl Claudia und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.