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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 8386
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich wurde am Dienstag

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wurde am Dienstag fristgerecht von meinem Arbeitgeber zum 15.06.2018 gekündigt.
Da mein Arbeitgeber vor genau 2 Jahren ein zweites Lottogeschäft eröffnet hat, habe ich die Tätigkeit in seinem ersten Geschäft aufgenommen. Dort habe ich alle anfallenden Arbeiten im Bereich Verkauf, Einkauf und Organisation übernommen. Der Vertrag besagt eine wöchentliche Arbeitszeit von 42,5 Stunden. Da ich keine Mittagspause nehmen kann, entspricht diese Arbeitszeit drei Arbeitstagen a 12,0 Std. und einem Samstag mit 7,5 Stunden. Zu Anfangs habe ich noch zusätzlich einen 12,0 Std. Arbeitstag auf 450,- € Basis geleistet. Dies wurde über die zweite Geschäftsstelle abgewickelt, in der ich gelegentlich auch eingesetzt war. Monate später wurde mir mitgeteilt, dass ein Minijob nicht mehr möglich sei, da beide Geschäftsstellen über die gleiche Seuernummer laufen würden. Aber dies sei kein Problem, da er mir das Geld bar auszahlen würde.
Es gab mehrere negative Vorkommnisse. Er hat zum Beispiel, als drei Kunden im Laden anwesend waren, zu einem Kunden gesagt: "Wissen Sie, was der mich kostet ... 4000,- € im Monat." Was geht die Leute das an. In meinem Urlaub habe ich von Kunden erfahren, dass ich wohl nicht mehr lang bei Ihm arbeiten würde ... bevor ich die Kündigung bekam.
Und etliche andere Punkte waren in dieser Art auch noch angefallen. Er hat sein zweites Geschäft nun abgestoßen und möchte selbst wieder im ersten Laden tätig sein. Gestern habe ich Ihm gesagt, dass ich dies verstehen könne. Doch für meinen Arbeitseinsatz mit nicht ermöglichten Pausen und die Arbeitsleistung, als wäre es mein eigener Laden möchte ich eine Abfindung für die letzten zwei Jahre in der üblichen Höhe von zwei halben Monatsgehältern.
Meine Frage ist nun, wie viel Chancen ich auf eine Abfindung habe. Wichtig auch, ob ich rechtlich belangt werden kann, da ich 450,- € ohne Verdienstnachweis erhalten habe?
Er hängt sich auch darann auf, dass ich bei einem Freund in einem naheliegendem Laden arbeite. Dort bin ich aber auf 450,-€ Minijob angemeldet. Ich habe Ihn selbstverständlich vor Antritt des Nebenjobs gefragt, ob er damit einverstanden sei. Dies hat er mit ja beantwortet. Somit habe ich am nächsten Tag meinem Freund eine Zusage erteilt, dass ich bei Ihm arbeiten kann. Der hat sich telefonisch bei meinem Arbeitgeber bedankt und vergewissert, dass er einverstanden ist. Am gleichen Tag hat mich mein Arbeitgeber wieder angerufen und mich aufgefordert mir es noch einmal zu überlegen. Ich könne auch für Ihn mehr arbeiten und über Geld könnten wir ja jdz. reden.
Wie viel Chancen habe ich vor dem Arbeitsgericht, eine Abfindung in höhe eines Monatsgehaltes einzufordern?
Mit besten Grüßen
Alexander Klein

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Es besteht nach Ihren Ausführungen durchaus eine Chance, im Falle eines Rechtsstreits eine Abfindung zu erhalten.

Dies inbesondere deshalb, da Ihr AG wohl gegen wesentliche arbeitsrechtliche verstoßen hat und durch die vorgenommenen Barzahlungen an Sie ohne Abrechnung der Tatbestand der Steuerhinterziehung verwirklicht wurde.

Im Falle einer Kündigung ist es sicherlich daher auch im Sinne Ihres AG, sich "einvernehmlich" zu vereinbaren. Vor allem wird dieser nicht wollen, dass Sie die Vorgänge dem Finanzamt melden.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortetzu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Das sehe ich genau so. Hätte ich die Pflicht gehabt, meine Pausen einzufordern?
Kann ich steuerrechtlich belangt werden, da ich "Schwarzgeld" angenommen habe?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

nein, Sie hätten keine Pflicht gehabt die Pausen einzufordern. Zumal man das Abhängigkeitsverhältnis zu Ihrem AG berücksichtigen muss und daher ohnehin "mildere" Maßstäbe anzulegen sind.

Wenn Sie "Schwarzgeldzahlungen" angenommen haben, müssten Sie diese vor einer Anzeige des AG alle steuerlich vollständig angeben und quasi hierdurch eine Selbstanzeige vornehmen.

Hierdurch können Sie einer Strafbarkeit entgehen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Bei eine Minijob führe ich ja keine Steuern ab, sondern nur der AG Sozialleistungen. Kann ich trotzdem strafrechtlich/steuerrechtlich belangt werden?
Unter welchen Umständen kann ich beim Arbeitsgericht Rechtsbeihilfe beantragen?
Was würden Sie mir raten, wenn sich mein AG weigert mir eine Abfindung zu zahlen und lieber auf`s Arbeitsgericht gehen will?
Was habe ich zu befürchten und stehen 3000,- € im Verhältnis zum Aufwand?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Das mit der Selbstanzeige gestaltet sich auch schwierig, da ich nicht weiss, ab welchem Zeitpunkt der Betrag "schwarz" ausbezahlt wurde.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Meines Wissens nach hat er seinen Sohn auf Minijob angemeldet, um mich auszubezahlen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es wäre angezeigt beim Finanzamt den gesamten Sachverhalt vorzubringen, bevor Sie Ihren AG anzeigen.

Per Gesetz steht Ihnen kein Anspruch auf Abfindung zu. Dies zahlt ein AG regelmäßig nur dann, wenn er die Sache einvernehmlich ohne großen Streit erledigen will.

Nach ihrer Schilderung dürfte es dem AG sicher daran gelegen sein, solch eine Vereinbarung einzugehen.

Konnte ich Ihre Frage beantworten?

Mit freundlichen Grüßen

Dr.Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.