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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 4107
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich habe einen Werkvertrag mit einer **** Agentur

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe einen Werkvertrag mit einer *** Agentur. Diese Agentur hat meine erste Teillieferung von 12 Seiten abgenommen und auch bestätigt. Nach der Endlieferung erhielt ich eine Mail mit folgendem Inhalt:

die Arbeitsgrundlage zur Masterthesis zum Thema :„Versetzung von Arbeitnehmern –
Darstellung und Bewertung der individual- und kollektivrechtlichenRechtsbedingungen“, der gestern von Dir bei mir per E-Mail eingegangen ist, scheint ein verspäteter Aprilscherz zu sein.

Nicht nur, dass der Text dermassen fehlerhaft ist, teilweise sind die Sätze nicht vollständig, haben kein Verb oder ihnen fehlt der Bezug zur Sache.

Des Weiteren ist der Text, der ein juristischer Text ist, überwiegend falsch vom Inhalt und der tatsächlichen Gesetzlage. Der Text wird falsch zitiert, verdreht oder hat mit der Gesetzeslage nichts zu tun.

Zuguterletzt fehlen Quellenangaben, Quellenangaben werden nur grob zitiert oder falsch.

Die Plagiatsprüfung ist bei dem Text nicht möglich. Es ist aber bereits nachweisbar, dass große Teile des Textes von einer bestimmten Internetseite abgeschrieben wurden. Bei dem Versuch, die Seite zu "kopieren" hast Du eine so schlechte Wortwahl verwendet, um einem Plagiat aus dem weg zu gehen, dass die Schreibweise nicht mehr verständlich ist und der deutschen Grammatik und Rechtschreibung in keiner Weise entspricht.

Ich gebe Dir hiermit aufgrund unseres Vertrages und unter Rücksicht des §§634 Nr.1, 635 BGB
die Möglichkeit, den Text bis zum 13.04.2018 so zu gestalten, dass er lesbar und verständlich ist, der deutschen Rechtschreibung und Grammatik in den Grundlagen entspricht und inhaltlich richtig ist und kein Plagiat darstellt. Die Zitierweise muss der Formatvorlage entsprechen, verständlich und genau sein und die exakten Gesetze aus den verwendeten Quellen beinhalten.

Andernfalls würde ich meine Rechte aus diesem Vertrag ableiten und den Text entweder jemanden beauftragen, der tatsächlich geeignet ist, einen juristischen Text zu verfassen oder Schadensersatzansprüche gegen Dich geltend machen.

Habe dann aber von der Kundin erfahren, dass bereits am gleichen Tag ihr die Arbeit zugeschickt worden ist. Inhaltlich wurden 21 Seiten der Arbeit 1:1 genommen. Ich möchte auf meine Leistung bestehen, aber weiß wegen einer Stelle im Werkvertrag nicht, ob die Agentur mich wirklich Schadensersatzpflichtig machen kann.

Folgender Auszug aus dem Vertrag:Sonstige Pflichten des Autors
Das Nutzungsrecht (1) über: Die Agentur räumt dem Kunden die Möglichkeit ein, den Text Dritten gegenüber als seinen eigenen präsentieren zu dürfen.

Darf diese Klausel überhaupt so formuliert sein, denn da ja eine Ghostwriting Agentur doch nur dem Kunden eine Vorlage bieten dürfte.

Könnte ich Bezug auf diese beiden Stellen vor allem im Werkvetrag erfahren, ob es wirklich ausgeschlossen ist, dass die Agentur mich verklagen bzw. Schadensersatzpflichtig machen kann.

Ich wurde bereits zum Thema schon aufgeklärt, allerdings habe ich etwas Bedenken bevor ich meine Mail der Agentur schicke und auch auf meine Leistung bestehe.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitag von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
Schweiz: 0800 820064
in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Es kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass die Agentur Sie auf Schadenersatz verklagt. Denn eine Klage kann der Agentur nicht untersagt werden. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Agentur Sie verklagt.

Um Sie erfolgreich auf Schadenersatz zu verklagen, müsste die Agentur überhaupt einen Schaden haben. Und ich kann nicht erkennen, worin dieser Schaden liegen sollte, nur weil Sie möglicherweise etwas unzureichend formuliert haben. Außerdem ist Ihnen die Möglichkeit der Nachbesserung zu geben, bevor ein Schadenersatzanspruch bestünde.

Ein Schadenersatzanspruch könnte nur bestehen, wenn Sie ein Plagiat verfasst haben oder sonst gegen Urheberrechte verstoßen haben. Dann würde eine Vertragsstrafe von 10.000 EUR fällig. Aber darum geht es ja nicht.

Sie können also davon ausgehen, dass die Agentur Sie nicht auf Schadenersatz verklagen wird.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

Ansonsten denken Sie bitte daran, über das Bewertungssystem eine positive Bewertung (Klick auf 3-5 Sterne) zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag für meine Vergütung freizugeben. Sie können auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Guten Tag,
vielen Dank für die Rückmeldung. Eine Frage hätte ich bezüglich der Klausel, dass die Agentur dem Kunden das Recht einräumt die Arbeit 1: 1 zu benutzen. Ist das nicht gesetzeswidrig und kann sich die Agentur strafbar machen dadurch?
Würde mich freuen, wenn Sie mir helfen könnten.
Freundliche Grüße

Das ist nicht gesetzwidrig. Es ist zulässig, dem Kunden die Nutzungsrechte an einem Text einzuräumen, also auch 1:1. Es liegt also auch kein Straftatbestand vor.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Vielen Dank. Ich nahm bei Ghostwriting an, dass durch Bachelorarbeiten etc. Wegen der eidesstattlichen Erklärung es untersagt ist und die Arbeit nur als Vorlage benutzt werden darf.

Ach so meinen Sie das. Ich dachte, es geht Ihnen um den urheberrechtlichen Schutz des Textes.

Wenn jemand Ihren Text 1:1 als seine eigene Arbeit ausgibt, dann könnte das den Straftatbestand des Betruges erfüllen. Strafbar mächen könnte sich also der, der den Text als seinen eigenen ausgibt.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Und wenn die Agentur quasi durch die Gesetzesstelle einer Straftat Erlaubnis erteilt, ist die Agentur auch nicht bestrafbar durch den Absatz: Die Agentur räumt dem Kunden das Recht den Text, gegenüber dritten Personen als sein eigenes präsentieren zu dürfen.

Die Agentur könnte sich möglicherweise als Beihelfer zu einem Betrug strafbar machen. Das käme auf die genauen Umstände an, also auch darauf, ob die Agentur weiß, dass der Text genutzt wird, um im Rechtsverkher darüber zu täuschen, dass es der eigene Text ist, der bei z.B. einer Bachelorarbeit verwendet wird.

Genau so aber könnte auch der Ghostwriter selbst Mittäter sein, wenn er einen Text weitergibt im Wissen darum, dass dieser zu Täuschungszwecken verwendet werden soll.

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

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Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
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Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Im Vertrag wird aber die Bachelorarbeit eindeutig definiert und trotzdem diese Zusatz hinzugefügt, obwohl das präsentieren der Arbeit als sein eigenes gegenüber dritte untersagt ist.Entschuldigen Sie die vielen Fragen, aber die Agentur hat mich bedroht und auch in einer weiteren Mail beleidigt. Aus diesem Grund möchte ich wirklich soweit es geht alles wissen womit ich mich verteidigen kann. Danke ***** ***** für Ihre Bemühungen.

Ich werde Ihnen einen Premium-Angebot unterbreiten. Wenn Sie das annehmen, kann ich weiter auf Ihre Nachfragen eingehen.