So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich arbeite als Einzelhandelskauffrau in einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag ,
ich arbeite als Einzelhandelskauffrau in einem Lebensmittelunternehmen
Ich habe mich gestern nach der arbeit ausgestempelt habe das Betriebsgelände dann verlassen und kam 2,5 Std später wieder zurück um einzukaufen. Ich verließ das Gebäude über den Hintereingang um zu gucken ob ich mein Fahrrad dort oder am Eingang für die kunden abgestellt hatte. Leider ist mir dabei die Tür zugefallen weswegen ich mit den ungezahlten Einkäufen zum Haupteingang ging. Gerade als ich diesen betreten wollte kam die derzeitige Schichtführerin auf mich zu gelaufen und meinte ich wolle mit den Tüten zum Fahrrad gehen und wegfahren was aber nicht der Fall war
Daraufhin wurden mein Chef und die Vertriebsleitung informiert welche mich dann zu zweit in einem Gespräch zu einer Stellungnahme überredeten welche ich wie oben beschrieben zu Protokoll gab. Jetzt stellen sie mich vor die Wahl entweder kündige ich selbst schriftlich bis zum 31.05.18 werde die 6 Wochen weiter bezahlt und bekomme ein gutes Arbeitszeugnis UND wenn ich das nicht tun sollte kündigen die mich bis zum 14.04.18 und ich bekomme ein schlechtes Arbeitszeugnis.
Habe ich eine Chance diese Kündigung anzufechten?
Zumal ich eine 50 Prozentige Behinderung habe?

Sehr geehrtee Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie haben dann eine Chance die Kündigung im Rahmen einer Kündigungsschutzklage anzufechten, wenn dem Arbeitgeber der Beweis des Diebstahls nicht gelingt.

Hierbei wird es darauf ankommen was genau die Schichtführerin aussagen wird. Wenn diese nun aussagt, Sie wahren gerade dabei den Laden mit der Ware zu betreten, dann spricht dies gegen einen Diebstahl. Wenn aber nur ausgesagt wird, Sie haben den Laden durch die Hintertür verlassen und begaben sich zu Ihrem Fahrrad, dann besteht leider die Gefahr, dass der Arbeitsrichter diese äußeren Umstände als Diebstahl werten wird und die Kündigungsschutzklage abweisen wird.

Sie haben insoweit leider ein prozessuales Risiko.

Wenn Ihnen wegen Diebstahl gekündigt wird, dann spielt im Ergebnis leider auch die Behinderung keine Rolle (auch wenn das Integrationsamt bei einer 50% Kündigung angehört werden muss).

Sie haben also leider je nachdem wie die Aussage der Schichtführerin aussieht ein erhebliches Risiko, dass eine fristlose Kündigung Bestand haben wird.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Darf mich die bezirksleitung dann unter Druck stellen das entweder ich kündige oder sie mich? D***** *****egt doch kein hinreichender Beweis vor oder? Habe morgen nämlich einen Termin bis zu dem ich mich entscheiden soll

Sehr geehrte Ratsuchende,

unter Druck setzen darf man Sie. Sie müssen dem Druck natürlich nicht nachgeben. Wie gesagt, sollte es zu einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht kommen, so muss der Arbeitgeber den Diebstahlsvorwurf beweisen können.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
ich habe die kündigung jetzt nicht unterschrieben. Bin ich jetzt trotzdem gekündigt. Noch dazu hat meine Vertriebsleitung die Drohung ausgesprochen das ich nun ein sehr schlechtes Arbeitszeugnis von ihr bekomme
Sollte ich den Prozess verlieren was kommen da für mich in etwa für kosten zu ?

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Sie die Kündigung erhalten haben, dann sind Sie gekündigt auch wenn Sie nicht unterschrieben haben.

Wenn Sie den Prozess verlieren, dann müssen Sie nur Ihre eigenen Anwaltskosten tragen, nicht aber die Kosten der Gegenseite.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt