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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17637
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Hallo, ich will 1 Mitarbeiter einstellen, der kann aber erst

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich will 1 Mitarbeiter einstellen, der kann aber erst ab dem 01.05. arbeiten, da er vorher kein OK für einen Aufhebungsvertrag vom jetzigen Arbeitgeber erhalten tut. Er will vorab aber schriftlich haben, dass er bei mir eingestellt wird. Wie sieht es da rechtlich aus, sollte ich mich kurzfristig doch um entscheiden und einen anderen Bewerber einstellen wollen? Bei einem Arbeitsvertrag hätte ich ja eine Kündigungsfrist, oder? Wie kann ich als Arbeitgeber dies umgehen? Ein Vorvertrag? Nur ein Schriftstück aufsetzen? Was gibt dem Arbeitnehmer Sicherheit, mir aber auch das Recht mich kurzfristig doch noch umzuentscheiden?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen dank für Ihre Anfrage.

Wenn es nicht ausdrücklich anders vereinbart ist , kann das Arbeitsverhältnis auch vor Arbeitsantritt gekündigt werden.

Wenn Sie dann zB eine Probezeit vereinbart haben kann das Arbeitsverhältnis 14 Tage vor Arbeitsantritt gekündigt werden.

Sicherheit gibt dem Arbeitnehmer also der Zusatz

Eine Kündigung vor Arbeitsantritt ist auisgeschlossen im Arbeitsvertrag.

Sie können sich kurzfristig umentscheiden, indem Sie ganz einfach eine Probezeit mit einer Kündigungsfrust von 14 Tagen im Vertrag vreinbaren.

Das ist der einzig machbare Kompromiss

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen

Bitte fragen Sie gerne nach

wenn ich helfen konnte bitte ich um posititve Bewertung

danke

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Hallo, danke für die schnelle Antwort. Das heißt aber ich MUSS einen Arbeitsvertrag machen und habe auf jedenfalls eine Kündigungsfrist einzuhalten. Geht nicht auch sowas wie ein Vorvertrag oder ein Schriftstück wo drin steht, dass ich ab dem 01.05. den Arbeitnehmer einstellen will, der Vertrag aber erst am 01.05. geschlossen wird? So hätte ich dann doch gar keine Frist und könnte vorher mich problemlos noch umentscheiden, oder?

Sehr geehrter Ratsuchender,

auch ein Vorvertrag ist bindend , dh verpflichtet Sie dann einen Vertrag zu schließen.

Sonst wäre der Vorvertrag ja gar nicht nötig, denn für oder gegen eine Einstellung entscheiden können Sie sich ja immer.

Es geht leider nicht, dem Arbeitnehmer einerseits eine Zusage zu machen, diese muss ja auch eine bestimme Verbindlichkeit haben, und sich andererseits die Entscheidungsfreiheit vorzubehalten.

Das ist ein Widerspruch an sich

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ok, kann das ja auch nachvollziehen. Und verstehe auch das der Arbeitnehmer eine Sicherheit braucht. Aber wir sind nur ein kleiner Betrieb, da kann sich die Auftragslage sehr fix ändern. Kann ich da rein gar nichts machen? Beispielsweise ein Schriftstück, dass ich "vorhabe" ihn einzustellen. Oder es in Aussicht stelle, ohne es konkret fest zu machen? Da hätte er im Unglücksfalle beim Arbeitsamt Glück und bekommt keine Sperre und ich hätte weniger Kosten bei einer Nichteinstellung. Wäre das möglich? Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will Jemanden einstellen, nur kann sich die Auftragslage ganz schnell ändern.

Sehr geehrter Ratsuchender,

das verstehe ich und dafür gibt es die Möglickeit der Probezeitkündigung.

Warum geben Sie ihm nicht den normalen Arbeitsvertrag , vereinbaren in diesem eine Probezeit und schließen die Kündigung vor Arbeitsantritt nicht aus?

dann können Sie bis 14 Tage vor Arbeitsantritt kündigen.

Sie können ihm natürlich auch die von Ihnen erwähnten Schriftstücke geben, wenn ihm diese genügen

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Gut, ob ihm die genügen weiß ich natürlich jetzt nicht. Aber das wäre auch rechtens? Oder verstoße ich damit gegen Gesetze? Und ich will ja auch niemanden schaden. Würde er da im Zweifelsfall Probleme mit dem Arbeitsamt bekommen bezüglich einer Sperre?
Natürlich habe ich aber das Interesse ihm dann auch einzustellen. Ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, da ich in der Vergangenheit schon schlechtere Erfahrungen gemacht habe.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn er einen Job fest in Aussicht hat und darum kündigt bekommt er keine Sperre.

Gegen Gesetze verstoßen Sie damit nicht.

Am besten ist es aber, Sie machen es exakt so wie ich Ihnen geschrieben habe

Probezeit und Kündigung vor Arbeitsantritt nicht ausschließen

Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ok, vielen Dank für Ihre Antworten! Bewertung folgt auch gleich, damit Sie Ihre Bezahlung erhalten. Danke!