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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26127
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo. Mein Arbeitgeber ,mit dem ich auch ein persönliches

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo. Mein Arbeitgeber ,mit dem ich auch ein persönliches Verhältnis hatte,teilte mir gestern mit er möchte mich aus dem Betrieb haben und würde mir Kündigen. Ich möchte allerdings dort bleiben , Projekte verfolgen für die ich bisher viel Arbeit investiert habe und meine lieben Kollegen behalten. Jetzt isr meine Frage : kann er mir überhaupt kündigen ?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Aus welchem Grund will Ihr AG Ihnen denn kündigen? Wie viele Arbeitnehmer sind in Ihrem Betrieb beschäftigt?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Es ist ein Gastronomie Betrieb der mitunter drei Läden beinhaltet. Die genaue Anzahl der Mitarbeiter weiß ich gerade nicht,da wir sehr viele Aushilfen haben. Im moment sind es aber mit mir 13 Festangestellte und ein paar Teilzeitkräfte.
Seine Kündigung erscheint mir im Moment als emotionale Überreaktion auf das Verhältnis. Er will mich loswerden.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Es bestand reger Whatsapp Kontakt. Das Verhältnis war sexuell und emotional. Mehrere Versuche das zu beenden und im guten Willen auseinander zu gehen sind gescheitert von beiden Seiten aus.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ihr AG wird Ihnen nicht kündigen können!

Da der Betrieb 13 Festangestellte beschäftigt, gilt für Sie als AN das Kündigungsschutzgesetz.

Nach diesem Kündigungsschutzgesetz muss ein betriebs-, verhaltens- oder personenbedingter Kündigungsgrund vorliegen, um Ihnen kündigen zu können.

Ein solcher Kündigungsgrund liegt hier aber überhaupt nicht vor, insbesondere nicht ein verhaltensbedingter Kündigungsgrund, der gegeben wäre, wenn Sie sich eine schwere Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten hätten zuschulden kommen lassen (selbst wenn dies der Fall wäre, müsste Ihr AG Sie zuvor abmahnen, bevor er Ihnen kündigen könnte).

Rein emotiionale Gründe seitens Ihres AG reichen rechtlich selbstverständlich für eine Kündigung nicht aus.

Ihnen kann daher nicht gekündigt werden.

Sollte Ihr AG dennoch die Kündigung aussprechen, so können Sie dieser erfolgreich widersprechen, indem Sie die Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht erheben.

Das Arbeitsgericht würde dann die Unwirksamkeit der Kündigung feststellen!

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort. Ich habe Sue außerdem bewertet , so dass sie die Zahlung erhalten.Ich frage mich jetzt nur noch, ob er nicht recht fadenscheinige Gründe angeben könnte um die Kündigung durchzubringen? Gibt es da Möglichkeiten für ihn das Kündigungsschutzgesetz zu umgehen ? Ich war bisher eine vorbildliche Arbeitnehmerin und wüsste nicht mit welcher Gefahr ich jetzt rechnen muss. Gründe für die Kündigung wären vermutlich erfunden.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
IcH dachte erst die Betriebsgröße meines Arbeitsplatzes würde sich nur auf den einen Laden von den dreien beschränken. Dann würde das Kündigungsschutzgesetz ja nicht greifen. Allerdings steht im Arbeitsvertrag, dass ich bei Bedarf auch in den beiden anderen Läden arbeiten muss. Und das habe ich auch schon.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Nein, Sie haben insofern nichts zu befürchten, denn es gibt keine Möglichkeiten, das Kündigungsschutzgesetz zu umgehen: Sollte Ihr AG Kündigungsgründe konstruieren, so würde dies spätestens bei einer arbeitsgerichtlichen Verhandlung aufgedeckt werden.

Das Kündigungsschutz greift bei jedem Betrieb mit mindestens zehn Beschäftigten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Hallo , jetzt habe ich doch noch eine Frage : mein AG wird heute mit mir unter vier Augen reden. Gibt es da etwas , dass ich beachten muss? Er tritt nachwievor mit seiner Entscheidung sehr sicher auf. Während dem Gespräch werde ich versuchen sachlich zu sein.
mit freundlichen Grüßen

Sie sollten diese Sachlichkeit auch beibehalten. Sie sollten aber zugleich die hier dargestellte Rechtslage herausstellen, sofern Ihr AG an seiner Kündigungsabsicht festhält.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Jetzt noch eine Frage : ich habe nachgelesen dass bei einer ordentlichen Kündigung seitens des Arbeitgebers keine Angabe eines Grundes erforderlich ist. Das müsste ja bedeuten, er wäre nicht verpflichtet einen Grund anzugeben. Inwieweit kann ich dagegen argumentieren ?

Nein, das gilt nicht im Anwedungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes wie hier (s.o.).

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Wie ich hörte, haben einige Mitarbeiter, die schon seit zwei ,drei Monaten angestellt sind noch keinen Arbeitsvertrag zum jetzigen Zeitpunkt. Gelten diese denn dann trotzdem als Faktor in der Zählung für das Kündigungsschutzgesetz? Ich bin außerdem nicht sicher ,ob einige Mitarbeiter nicht über eine andere Firma des AG angestellt sind. Er hat noch zwei Hotels die unter einer anderen Firma laufen.

Ja, auch diese gelten als AN, denn ein schriftlicher Arbeitsvertrag ist nicht zwingend und dient nur Nachweiszwecken.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Wie sie sehen bin ich sehr verunsichert , ob er das Kündigungsschutzgesetz nicht einfach umgehen kann.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Im Betrieb arbeiten außerdem sehr viele kurzfristig Beschäftigte Studenten die mehr als 20 Arbeitsstunden in der Woche verrichten.Die zählen aber vermutlich nicht oder?

Wenn es 13 Festangestellte gibt, kann er den Kündigungsschutz nicht umgehen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Ok. Und da zählen Misrbeiter mit 30 festgesetzten WochenStunden vermutlich auch noch dazu,oder ? Die sind ja nicht in Vollzeit

Ja, auch dann gilt das KSchG.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Hallo.
bei einem längeren Gespräch mit dem AG kam heraus :
1. Er sagt er braucht keinen Kündigungsgrund
2. Er will mich nicht mehr sehen bzw nicht dass ich für ihn arbeite
3. Sollte es zur Klage kommen könnte er SIch er Gründe finden mir fristlos zu kündigen
4. Er hat außerdem mit Versetzung gedroht und sogar das Wort Hausverbot ist gefallen
Ich bin völligratlos und eingeschüchtert

Gerne stehe ich Ihnen nach bereits erfolgter Beantwortung Ihrer Frage und in Anbetracht der Fülle Ihrer neuen Fragen im Rahmen des hiesigen Premium Service ("Mehr Zeit für Nachfragen") auch weiterhin zur Verfügung.

Ich unterbreite Ihnen ein entsprechendes Angebot - einen Moment bitte.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Ich habe soeben die Zahlung getätigt.

Vielen Dank!

Zu Ihren weiteren Fragen:

1. Seine Meinung ist rechtlich unerheblich, denn das KSchG gilt, benötigt er zwingend einen Kündigungsgrund (§ 1 KSchG).

2. Auch dieser Umstand ist rechtlich irrelevant, denn Sie haben einen bestandskräftigen Arbeitsevertrag - ob er Sie sehen will oder nicht, spielt daher rechtlich nicht die geringste Rolle. Notfalls können Sie auf Beschäftigung verklagen.

3. Solche Gründe wird er nicht konstruieren können, wenn er nicht das sehr hohe Risiko eines nach § 263 StGB strafbaren Prozessbetruges laufen will.

4. Weder kann er Sie strafversetzen noch kann er Ihnen Hausverbot erteilen. Gegen derartige Schikanemaßnahmen könnten Sie sich umgehend mittels einer einstweiligen Verfügung erfolgreich zur Wehr setzen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort
Er sagte zudem , ich solle mir nicht sicher sein dass das Kündigungsschutzgesetz greifen kann wenn er nur das eine Ladengeschäft angibt indem ich momentan arbeite. Allerdings habe ich in der Vergangenheit ,wie bereits erwähnt auch in den drei anderen Geschäften gearbeitet. Was ist wenn er alle drei Läden frei voneinander führt , ich meine auch buchhaltubngstechnisch

Wenn es tatsächlich zum Prozess kommen sollte - soweit wird es Ihr AG sicher nicht kommen lassen, da ihm die Rechtslage sehr wohl bekannt sein dürfte -, so wird das Gericht auch die tatsächliche Anzahl der AN zweifelsfrei ermitteln. Es zählen hierbei sämtliche seiner AN mit.

Lassen Sie sich nicht einschüchtern und unter Druck setzen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Sehr geehrter Herr Hütteman,
vielen Dank für Ihre zahlreichen Antworten.
So wie ich das sehe ,habe ich gerade zwei Optionen.
1. Gegen die Kündigung vorgehen. D.h Kündigungsschutz-Klage einreichen innerhalb von 3 Wochen. Mein AG führt allerdings einen Dienstplan ,bei dem ich schon Ende April nicht mehr vorgesehen bin und für Mai alle meine gesammelten Überstunden und den resturlaub verwendet werden. Eine Klage wird allerdings sicher ein paar Wochen brauchen um bearbeitet zu werden. Heißt : wie verhalte ich mich am besten ?
Ich vermute dahingehend müsste ich noch mit sehr viel bösem Blut rechnen und mich auf etwaige Schikanen wie z.B Freistellung oder sogar der Versuch der außerordentlichen Kündigung einstellen.2. Da ich genauso Probleme in der weiteren Zusammenarbeit sehe ,auch nachdem mein AG deutlich gemacht hat ,mich "nie wieder sehen zu wollen " und er einen "klaren Schlussstrich" ziehen möchte, gäbe es noch die Möglichkeit die Kündigung zu akzeptieren und in Anbetracht einer vorherigen Freundschaft/ Beziehung in gutem Restwillen zu gehen ODER über eine mögliche Abfindung zu sprechen.Sehe ich das richtig ?

Ja, das sehen Sie prinzipiell richtig: Auch wenn Sie sich erfolgreich gegen eine Kündigung zur Wehr setzen, wäre das Arbeitsklima vermutlich dauerhaft vergiftet, und wahrscheinlich wären Sie permanentem Bossing ausgesetzt.

Angesichts dessen sollten Sie in der Tat den Abschluss eines Aufhebungsvertrages erwägen, in dem Sie auch eine angemessene Abfindung aushandeln sollten.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Kann ich meinem AG das vorschlagen :
Die Kündigung ja, aber nur wenn ich nach Abzug aller Überstunden und Urlaub von Juni bis August im Modus "Freistellung " wäre. Würde bedeuten er müsse nicht mit mir arbeiten. Für mich würde das bedeuten ,dass ich die drei Gehälter als Abfindung akzeptiere und i.F keine Notwendigkeit zum Beantragen eines eher gering ausfallenden Arbeitslosengeldes habe und i.F keine Notwendigkeit da ist in den Zwischenmonaten (ab September beginnt meine Ausbildung )einen neuen Job einzugehen ,bei dem ich in der Probezeit vermutlich auch keinen Urlaub in den Sommermonaten erhalte. Ich würde es dann selbstverständlich auch nicht zum Prozess kommen lassen. Ich denke damit komme ich ihm und er mir entgehen. Was sagen Sie als Experte dazu?Ich hoffe außerdem dass ich das Kontingent der Nachfragen bei Ihnen nicht schon längst erreicht habe.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Es wäre im eigentlichen Sinne keine Kündigung zu seinem gewünschten Zeitpunkt. Deswegen vermute ich eher,dass er sich dagegen stellt. Von Abfindungen und wie man diese fordert und berechnet habe ich leider keine Ahnung.

Das halte ich für eine sehr angemessene Verhandlungsgrundlage, und die Neigung Ihres AG auf Abschluss eines solchen Aufhebungsvertrages können Sie unterstellen, da er sich nicht auf das Risiko eines Kündigungsschutzprozesses einlassen wird.