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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 4602
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Guten Tag, aus rentenversicherungstechnischen Gründen übe

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
aus rentenversicherungstechnischen Gründen übe ich einen Minijob bei einer privatenSicherheitsfirma aus.
Ansonsten bin ich nebenberuflich selbstständig (Prüfer von Öltanks)
Umfang ca. 4 Arbeitstage pro Monat á 8 Std. Bezahlung: Mindestlohn.
Art der Tätigkeit: Fahrradstreife in einem Schlosspark in Landesbesitz (BW)
Seither habe ich mir die Tätigkeit zeitmäßig freigehalten und seit ca. 5 Jahre zur beiderseitigen Zufriedenheit ausgeübt.
Seit April 2018 fordert der Arbeitgeber nicht mehr 8 Std. Einsatz sondern 10,5 am Stück.
Pausen sind nicht offiziell vorgesehen aber möglich.
10,5 Stunden stossen jedoch bei mir an Grenzen, die ich für erheblich halte
1. Ich habe Haustiere, die gerade so 8 Std aushalten, jedoch keine 10,5 Std. zzgl. 1 Std. Wegzeit.
2. Ich bin 61 Jahre und habe Bedenken, bis zu 10,5 Std bei heisser Witterung auf dem Fahrrad zu sitzen.
3. Bei Mindestlohn will ich mir keinen Tiersitter leisten
4. Meine Frau arbeitet Vollzeit bei fast 2 Std. Wegzeit.
Eine Anfrage, ob Splitting oder andere Einsatzzeiten in Frage kommen (per E-mail) wurde bis jetzt ignoriert.
Der nächste Einsatz ist geplant ab 20.4.18.
Es gibt Kollegen, die aus persönlicher Not sogar 12 Stunden am Stück arbeiten wollen, jedoch nicht als Fahrradstreife.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Der Arbeitgeber darf von Ihnen nicht 10,5 Stunden Arbeit verlangen, wenn arbeitsvertraglich nur 8 Stunden veeinbart sind. Außerdem dürfte das ein Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz sein (ArbZG). Nur in besonderen Ausnahmefällen darf der Arbeitgeber den Arbeitstag auf maximal zehn Stunden verlängern. Einen solchen Ausnahmefall kann ich bei Ihnen nicht sehen. Außerdem sind es 10,5 Stunden, was auch in Ausnahmefällen gänzlich unzulässig ist.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Ich habe keinen Vertrag, es ist aber mehr jährige gelebte Praxis 12 bis 20 Uhr.
Im Winter sind es nach wie vor 7,5 bis 8 Std..
Wird so etwas auch von der Gewerbeaufsicht überwacht?
Oder muss man sich selber vor Gericht " durchkämpfen"?

Danke für Ihre Rückmeldung.

Sie können den Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz beim Gewerbeaufsichtsamt anzeigen. Das Amt wird Ihrer Anzeige dann auch nachgehen. Aber das wird dauern. Schneller wäre vermutlich, wenn Sie die Sache beim Arbeitsgericht selbst durchkämpen würden.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.