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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
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RASchiessl ist jetzt online.

Wir sind Arbeitgeber und haben einem Arbeitnehmer am Montag

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir sind Arbeitgeber und haben einem Arbeitnehmer am Montag fristgerecht mit 4 Wochen zum Monatsende gekündigt. Den nächsten Tag ist er zum Arzt und lässt sich 3 Wochen krankschreiben und wir wissen das er über Ostern bis einschließlich zwei Tage danach in den Urlaub fährt und auch schon fest gebucht hat. Er war bei der Kündigung auch nicht krank. Können wir aus der fristgerechten eine fristlose Kündigung machen und was müssen wir beachten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Ihr Mitarbeiter krank ist, dann bedeutet dies nun nicht immer dass er zuhause bleiben muss. Er kann natürlich auch während seiner Erkrankung auch in den Urlaub fahren. Allerdings darf diese Urlaubsfahrt den Erfolg seiner Genesung nicht verzögern oder gefährden. Wenn Sie hier den Verdacht haben dass der Mitarbeiter entweder gar nicht krank ist oder aber durch die Urlaubsfahrt der Heilungserfolg gefährdet wird, dann können Sie dies durch den medizinischen Dienst der Krankenkasse des Mitarbeiters überprüfen lassen.

Sollte der medizinische Dienst zu dem Ergebnis kommen, dass hier keine Erkrankung vorliegt dann wäre eine fristlose Kündigung möglich. Gefährdet der Mitarbeiter durch den Urlaub seine Genesung wäre nach einer Abmahnung eine fristlose Kündigung möglich.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Das wussten wir auch schon, die Frage ist doch, das er zum Arzt gegangen ist um sich krank schreiben zu lassen, als er die Kündigung bekommen hat. Außerdem war er nicht krank und hat auch den Urlaub vor sich und schon gebucht.
Was müssen wir beachten um eine fristlose Kündigung draus zu machen. Immerhin wurde er jetzt gleich 3 Wochen krank geschrieben und hat völlig gesund den Krankenschein vorbei gebracht und bei den anderen Ma noch rumgemotzt.

Sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich gar due AU Bescheinigung einen hohen Beweiswert. Diesen müssen Sie erschüttern.

Wenn er also gar nicht krank ist, dann müssen Sie dies beweisen.

In der Rechtsprechung ist ein Recht zu einer fristlosen Kündigung dann anerkannt, wenn der Arbeitnehmer ankündigt sich krank schreiben zu lassen.

Allein die Tatsache dass er sich krank schreiben lässt und dann in Urlaub fährt reicht in keinem Fall für eine fristlose Kündung.

Der einzige Weg den ich hier sehe, ist, dass Sie seine Erkrankung widerlegen. Dazu müssen Sie jedoch die AU Bescheinigung, die vor den Arbeitsgerichten einen hohe Beweiswert hat, widerlegen.

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Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Wie widerlege ich die AU.
Habe bereits mit der KK tel. und erfahren, das sie mit dem arbeitsmedizinischen Dienst tätig werden um dies zu prüfen. Allerdings ist es doch ungewöhnlich das man heute gleich 3 Wochen krank geschrieben wird, obwohl man vorher noch kern gesund ist...
Allerdings kann ich nach Ostern nicht mehr beweisen, das er den Urlaub angetreten hat...
Was können wir da noch im Vorfeld machen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie müssen unterscheiden zwischen der vorgetäuschten Krankheit und dem Urlaub.

Den Urlaub können Sie grundsätzlich aussondern, da Sie vor einer fristlosen Kündigung abmahnen müssten.

Es bleibt also nur die vorgetäuschte Krankheit. Die Möglichkeit die Sie haben dies zu beweisen, ist einmal der medizinische Dienst der Krankenkasse (wie angesprochen) zum anderen ein mediinisches Gutachten im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Prozesses wenn Sie (auf Verdacht) eine fristlose Kündigung ausgesprichen haben. Vorzuziehen ist jedoch eine Untersuchung durch den medizinischen Dienst, da sich m Nachhinein eine Erkrankung eventuell nur noch schwer feststellen lässt.

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Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Warum sollen wir den Urlaub aussondern?
Er hat ja eine fristgemäße Kündigung bekommen, d.h. Abmahnung ist in diesem Fall ja nicht mehr notwendig. allerdings haben wir erfahren, das wenn eine Verletzung seinerseits vorliegt, das er betrügerisch Lohfortzahlung haben möchte, könnte man diese fristgerecht in eine fristlose umwandeln. Betrügerisch heißt doch in diesem Fall das er krank geschrieben wurde und das für 3 Wochen! und trotzdem mit angeblicher Erkältung, auf die er krank ist, in den Urlaub fährt.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wie bereits ausgeführt darf Ihr Mitarbeiter in den Urlaub fahren auch wenn er krank ist. Eine Ausnahme besteht dann wenn er durch den Urlaub seine Genesung gefährdet. Dann können Sie ihn nach Abmahnung kündigen.

Etwas anderes ist es wenn sich Ihr Mitarbeiter wider besseres wissen krank schreiben lässt. Darin liegt wie Sie ganz richtig sagen eine Täuschung Ihrerseits vor, die eine fristlose Kündigung rechtfertigt.

Dabei kommt es aber auf die Täuschung des Arbeitnehmers an und nicht darauf ob er in Urlaub fährt oder nicht. Das bedeutet, Kündigungsgrund ist hier die Täuschung und nicht der Urlaub an sich.

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Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
We kann/ muss ich die Täuschung beweisen?
Wir bekommen doch von dem Arzt keine Info darüber, weshalb er ihn krank geschrieben hat. Geht dies nur über die KK?
Kann ich ihm schon mal eine fristlose Kündigung schicken wegen Täuschung und dann abwarten was bei dem arbeitsmedizinischen Dienst der KK rauskommt?

Sehr geehrter Ratsuchender,

der einzige Weg führt über den medizinischen Dienst. Der Hausarzt Ihres Arbeitnehmers kann sich auf seine Schweigepflicht berufen. Sie können grundsätzlich vorab die fristlose Kündigung erklären. Sie haben dann allerdings das Risiko in einer Kündigungsschutzklage zu unterliegen, wenn über den medizinischen Dienst keine Täuschung beweisbar ist.

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Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Was passiert bei einer Kündigungsschutzklage?
Kann doch nur letzten Endes darauf hinaus laufen, das wir ihn trotzdem für den Monat normal bezahlen müssten, oder?

Sehr geehrter Ratsuchender,

bei einer Kündigungsschutzklage stellt das Arbeitsgericht fest ob Ihre Kündigung gerechtfertigt ist oder nicht. Sie sind dabei beweispflichtig für den Kündigungsgrund. Können Sie den Beweis nicht erbringen, so gilt lediglich Ihre ordentliche Kündigung mit der Folge, dass Sie den Mitarbeiter bezahle müssen.

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Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Habe gerade noch was mit der KK geklärt. Sie machen diese Sache jetzt mit Prijorität 1 wegen der Täuschung.
Eine Frage dazu noch. Wenn der AN aufgrund z.B. einer Erkältung krank geschrieben wurde und jetzt trotzdem den Urlaub antritt, muss der Arzt ihm nicht ein Attest ausstellen, das der Urlaub seine Krankheit nicht beeinflusst?
Können wir das Attest jetzt von ihm anfordern?

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein, eine derartige Bestätigung muss der Arzt nicht ausstellen. Beweispflichtig wären in diesem Falle wiederum Sie müssten in diesem Falle vollumfänglich beweisen, dass sich durch den Urlaub der Heilungsprzess verzögert hat.

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Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ja wie soll ich das im nachhinein beweisen?
Er wird wegen grippalen Infekt 3 Wochen! krank geschrieben und fährt trotzdem in den Urlaub und die KK sagt das der AG eine Bestätigung von Arzt bekommen muss, das er trotz dem grippalen Infekt in den Urlaub fahren darf...
Wie soll ich das im nachhinein machen, wenn er wieder zurück ist?

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Frage ist doch ob Sie die Sache mit dem Urlaub weiter führt. Wenn der Mitarbeiter durch den Urlaub die Heilung gefährdet dann können Sie ihn abmahnen und im Wiederholungsfalle kündigen sonst nichts.

Unabhängig von der Nachweisbarkeit ist der Urlaub für Sie hier eine Sackgasse.

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Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Wozu würden Sie mir jetzt raten, wie ich weiter vorgehen soll.
Bei der KK liegt der fall vor.
Soll ich eine fristlose Kündigung aus der ordentlichen machen aufgrund von Täuschung und abwarten was rauskommt. Im schlechtesten Fall eine Nachzahlung im Besten Fall keine Zahlung, oder was schlagen sie vor?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Arbeitnehmer Sie belogen hat, dann sollten Sie in jedem Falle fristlos kündigen. Was Ihnen passieren kann ist in der Tat, dass Sie hier eine Nachzahlung leisten müssen und für die Zeit nach Zugang der Kündigung der Arbeitnehmer seine Arbeitskraft nicht mehr anbieten muss.

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Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
ok, vielen Dank.
Wenn ich eine fristlose Kündigung aus der ordentlichen mache, muss ich als Grund Täuschung angeben?
Muss ich da auf noch etwas achten?

Sehr gehrter Ratsuchender,

in der fristlosen Kündigung können Sie einen Kündigungsgrund angeben, müssen es aber nicht. Achten Sie darauf dass Sie schreiben, dass Sie fristlos kündigen und achten Sie darauf dass Sie den Zugang des Schreibes beweisen können (Bote, Einwurfeinschreiben).

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Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Infos.

Gerne!