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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 8399
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Guten Abend, ich hätte Fragen zu einem speziellen

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,ich hätte Fragen zu einem speziellen Sachverhalt für Arbeitsrecht. Ich arbeite in einem großen Konzern als Assistenz in der Serviceabteilung. Ich bin dort seit ca. 10 Jahren in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis angestellt.Die aktuelle Lage ist folgende: aufgrund andauerndem Mobbings meines Vor- Vorgesetzten sah ich mich gezwungen am 31.01.18 zum 31.07.18 zu kündigen. Auch auf Nachfrage der Personalabteilung habe ich die Kündigung bestätigt. Im Nachhinein eine emotional getriebene Reaktion, welche aber den Umständen des andauernden Mobbings geschuldet ist.Zugehöriger Sachverhalt: Herr X, ist Vorgesetzter meines Vorgesetzten und hat damit eine hohe Position in diesem Unternehmen. Er ist eine narzistische, cholerische Person, welche seine Machtposition gegenüber seinen Mitarbeitern auszunutzen weiß.Folgende Beispiele des Mobbings:
- Aufforderung an mich, meinen Vorgesetzen in einer Präsentation zu vertreten, obwohl ich klar geäußert hatte, dass ich das nicht möchte. Die Präsentation hätte zudem in Englisch sein sollen, wohlwissend, dass mein Englisch für die fachlichen Inhalte nicht ausreichend ist
- Vor anderen Mitarbeitern geschrien, ob er mir Abfindung zahlen soll
- Persönliche Dinge wie, dass mein Parfüm "nach alter Frau" riecht
etc.Vorausgesetzt, dass das Mobbing (oder auch Bossing) nachgewiesen werden kann:
besteht auch nach der Kündigung die rechtliche Möglichkeit die Kündigung "umzuwandeln" in einen Vergleich, welcher auf eine Abfindung hinausläuft? Letzten Endes habe ich aufgrund der emotionalen Situation gekündigt und war quasi in einer Zwangslage.Abgesehen von den rechtlichen Möglichkeiten bzw. Ansprüchen:
welche Vorgehensweise würden Sie mir raten hier weiter vorzugehen? Oder ist das nun einfach Pech und ich muss das als gegeben hinnehmen?Vielen Dank für eine AntwortMit freundlichen Grüßen
Scheffler

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Sie können Ihre erklärte Kündigung anfechten (nach den §§ 119 ff. BGB). Die Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, welche - aufgrund der beschriebenen Zwangslage - durch Anfechtung beseitigt werden kann.

Die Nachweise für das Mobbing, die Zwangslage etc. wären von Ihnen vor Gericht vorzutragen.

Eine Anfechtung sollte unverzüglich und schriftlich erfolgen.

Ziel ist es, Sie wieder in das unbefristete Arbeitsverhältnis einzusetzen.

Besteht dieses fort können Sie selbstverständlich auch einen Aufhebungsvertrag aushandeln.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Sehr geehrter Herr Dr. Traubvielen Dank für Ihre Antwort.Hier ein paar Folgefragen:
- Gilt die einseitige Willenserklärung auch, wenn bereits eine Bestätigung seitens des Arbeitgebers erfolgt ist?
- Es soll auch eine 14-tägige Widerufsfrist nach der Kündigung geben, welche nat. in meinem Fall "erloschen" ist. Spielt das hier eine Rolle?
- Was müsste denn formal in dem Widerruf drin stehen damit das Schreiben rechtlich gesehen standhält? Einfach nur schreiben, dass ich die Kündigung widerrufe und mich auf den §§ 119 beziehen?Mit freundlichen Grüßen
Scheffler

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne will ich Ihre Nachfragen beantworten.

Ein Widerrufsrecht gibt es bei einer Arbeitnehmerkündigung nicht. Dieses wird vom Gesetzgeber nur bei Verbraucherverträgen zugestanden.

Auch wenn der AG die Kündigung bestätigt gelten meine Ausführungen und eine Anfechtung ist möglich.

Es muss aus dem Schreiben klar hervorgehen, dass Sie Ihre Willenserklärung anfechten und Sie müssen begründen, warum Sie dies tun (Druck, Mobbing etc.).

Gleichlaufend sollten Sie noch erwähnen, dass die Kündigung aus diesen Gründen ohnehin unwirksam ist.

Konnte ich Ihre Frage beantworten?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

waren meine Ausführungen informativ bzw. haben diese Ihnen weitergeholfen? Haben Sie noch Rückfragen bzw. kann ich Ihnen sonst noch irgendwie weiter helfen?

Sofern ich Ihre Frage beantworten konnte bitte ich freundlichst um die Abgabe einer positiven Bewertung Ihrerseits (anklicken von mind. 3 Bewertungssternen).

Hierdurch entstehen Ihnen keine Zusatzkosten. Insbesondere hat dies keinen Einfluss auf die bereits an das Portal geleistete Zahlung.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Hallo Herr Dr. TraubNoch eine Nachfrage: wie müsste ich weiter verfahren, wenn der AG den Widerruf zurückweist? Der Gang zu einem Anwalt?MfG
Scheffler

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

ja, dann wäre rechtsanwaltliche Hilfe angezeigt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-