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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 28264
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meinem Kollege und mir wurde

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
meinem Kollege und mir wurde letzte Woche Donnerstag mitgeteilt, dass unser Arbeitgeber aus wirtschaftlichen Gründen uns nur noch Teilzeit beschäftigen kann. Am Freitag hat uns unser Arbeitgeber eine Teilzeitvereinbarung vorgelegt die wir gleich unterschreiben sollten und dann auch haben. Mein Kollege der auch betroffen ist, arbeitet in der Buchhaltung und kennt die wirtschaftliche Situation der Firma und kann daher die Teilzeitvereinbarung nicht nachvollziehen. Zu dem kommt noch dabei hinzu, dass wir im Februar jeweils ein persönliches Gespräch mit unserem Arbeitgeber hatten und wir auch darauf hin eine Lohnerhöhung zugesprochen bekommen haben. Wäre die wirtschaftliche Situation so schlecht wie vom Arbeitgeber angegeben, hätten wir keine Lohnerhöhungen bekommen.
Kann man auf Grund dessen, weil wir so schnell haben unterschreiben müssen gegen die Teilzeitvereinbarung vorgehen? Was würden Sie uns empfehlen?
Meine Kollege und ich haben eine familären Situation, wo es für uns schwer ist im Teilzeit zu arbeiten.
Vielen Dank ***** *****
mit freundlichen Grüßen
Markus Klöpfel

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie die Vereinbarung unterzeichnet haben, dann sind Sie an sich an die Vereinbarung gebunden.

Eine Ausnahme besteht dann, wenn Sie durch den Arbeitgeber durch eine Täuschung veranlasst wurden, die Vereinbarung zu unterzeichnen.

Wenn also der Arbeitgeber Ihnen gegenüber behauptet hatte, Sie aus wirtschaftlichen Gründen nur noch Teilzeit beschäftigen zu können, solche wirtschaftlichen Gründe aber tatsächlich nicht gegeben waren, dann können Sie nach § 123 BGB den geschlossenen Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten.

Die Anfechtung nach § 123 BGB hat zur Folge, dass der Vertrag rückwirkend unwirksam wird und der ursprüngliche Arbeitsvertrag wieder auflebt.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Wenn wir diese Anschuldigung der Täuschung vorbringen, müssen wir es beweisen oder muss das der Arbeitgeber?
Der nächste Punkt könnte dann sein, wenn wir die Teilvereinbarung anfechten, könnte es dementsprechend zur Kündigung kommen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

die arglistige Täuschung durch den Arbeitgeber müssen Sie beweisen.

Wenn Sie die Vereinbarung anfechten, dann kann der Arbeitgeber eine Kündigung oder eine Änderungskündigung aussprechen. In diesem Falle müsste aber der Arbeitgeber, wenn Sie gegen diese Kündigung vorgehen (Kündigungsschutzklage), einen Kündigungsgrund beweisen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Diese Anschuldigung müssen wir dann Schriftlich nur dem Chef ankündigen?
Am besten dann aber mit einen Anwalt?

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Anfechtung sollten Sie aus Gründen der Beweisbarkeit schriftlich vornehmen (lassen).

Das beste wäre es hier auch von Anfang an einen Anwalt einzuschalten der die Anfechtung für Sie formuliert.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.