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Ralf Hauser
Ralf Hauser,
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 243
Erfahrung:  Inhaber at Hauser Rechtsanwaelte
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Ralf Hauser ist jetzt online.

Hallo, ich habe einige Probleme bezüglich meiner Arbeitszeit

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich habe einige Probleme bezüglich meiner Arbeitszeit in meiner Firma. Ich bin auf Teilzeit angestellt mit einem 120 Std- Vertrag im Monat.
Der genaue Wortlaut im Vertrag lautet - "Auf Wunsch des Arbeitnehmers und in Absprache mit dem Arbeitgeber beträgt die Arbeitszeit durchschnittlich 120 Std im Monat."
Des weiteren gibt es eine Klausel zur Mehrarbeit mit folgendem Wortlaut:
"Der Arbeitnehmer erklärt sich bereit, während er Betriebszeiten flexibel tätig zu sein. Darüber hinaus erklärt er ausdrücklich im Bedarfsfall angeordnete Mehrarbeit zu leisten. Mehr- oder Minderstunden innerhalb einer Woche/ eines Kalendermonats können auf die Folgemonate übertragen und etwaige Salden innerhalb von 52 Wochen ausgeglichen werden. Als Ausgleichszeitraum für ggf. bestehende Stundensalden dient insoweit das Kalenderjahr."
Seit 2 Jahren habe ich keinerlei Übersicht über meine geleisteten Arbeitsstunden. Es gibt kein Zeiterfassungssystem. Häufig werden gearbeitete Stunden nicht gelistet und ich muss am ende des Monats ständig kontrollieren und oftmals dauert die Klärung sehr lange oder kann sich nicht klären lassen zu meinen Missgünsten (obwohl ich mir meine Stunden zuhause aufschreibe).
Frage 1 - Wenn ich im Januar nur für 100 Std eingeplant wurde obwohl ich länger arbeiten wollte, bin ich in der Pflicht im Februar 140 zu arbeiten? Ist dies ein Arbeitszeitkonto obwohl ich keine Einsicht in geleistete Stunden habe? Ich würde gerne monatlich fest 120 std arbeiten und bin nicht sicher ob die vertraglich vereinbarte Arbeitszeitenregelung so gültig ist? - Sollte dem so sein so denke ich dient das Kalenderjahr als Endzeitraum laut Vertrag richtig? Also ab Januar wird wieder auf 0 gesetzt?
Frage 2 - Wenn ich laut Vertrag für 40 Std eingeplant werde in einer Woche (also mit Überstunden eingeplant) und dann krank werde, so berechnet mir die Arbeit für diese Woche nur 27,5 Std. Ist dies rechtens? Wielange kann ich rückwirkend Forderungen geltend machen aus Überstunden?
Frage 3 - Aktuell bin ich stellv. Filialleiter und mein Arbeitgeber droht mir meinen Posten zu verlieren und mich zurück zustufen. Darf er dies wenn es weitere stellv. Filialleiter in der Firma gibt welche nach mir angefangen haben? Wie sieht es dann mit dem Gehalt aus? Darf dies auch gekürzt werden? Mein Gehalt welches ich als extra für die Position bekomme ist gesondert aufgeführt.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank, ***** ***** sich an justanswer gewandt haben.

zu1) Sie sind nicht verpflichtet, im Folgemonat 140 Std. Zu leisten. Nach der arbeitsvertraglichen Regelung, die so zulässig ist, sind sind nur im Jahresdurchschnitt verpflichtet, 120 Std. zu leisten. Sie sollten sich die Stunden täglich abzeichnen lassen, damit es keine Diskussionen gibt.

zu2) Die Lohnfortzahlung bei Krankheit richtet sich nach dem, was Sie im Durchschnitt der letzten 12 Monate an Stunden gearbeitet haben. Wenn der Durchschnitt höher ist als 27,5 ,muß der Arbeitgeber den höheren Durchschnitt zahlen.

Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis verjähren erst in 3 Jahren. Sie müssen aber prüfen, ob eine kürzere Ausschlußfrist in Ihrem Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag steht.

zu3) Der Arbeitgeber müßte hierfür eine Änderungskündigung aussprechen. Einseitig kann er Sie nicht zurückstufen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung und freue mich über eine positive Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, weil nur in diesem Fall bekomme ich von dem Portalbetreiber meine Vergütung.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo,Ich hab nochmal eine kurze Nachfrage bezüglich der 120 Std im jahresdurchschnitt.Mein Arbeitgeber argumentiert das er mich an manchen Monaten nur 100 Std arbeiten lässt und an anderen 140 um somit auf 120 zu kommen im Durchschnitt pro Jahr.Ist es wirklich sicher das ich monatlich nicht mehr als 120 Std arbeiten muss laut der vertraglichen Regelung? Das heisst wenn sie mich nicht voll einplanen für einen Monat dann ist es nicht aufgeschoben? Mich macht der Satz wunderlich in meinen Vertrag wo steht das Minderleistungen in dem nächsten Monat übernommen werden.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Nur um es zu verstehen- ich muss keine Minderstunden im Monat auf andere Monate verrechnen weil ich diesem nicht genau laut Vertrag zugestimmt habe und hier nur die Zustimmung zu Überstunden stattfand?Wäre für mich echt super.

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben meine Antwort leider falsch verstanden oder ich habe mich leider unklar ausgedrückt.

Sie müssen im Jahredurchschnitt die 120 Std erreichen. Minusstunden müssen in den Übrigen Monaten nachgearbeitet werden. Aber Ihr Arbeitgeber kann Ihnen nicht aufgeben, dass Sie im direkt im folgendem Monat 140 Std. arbeiten müssen. Sie haben das Recht, diese zu verteilen. Es wäre z.B. auch eine unangemessene Benachteiligung, wenn Ihr Arbeitgeber Sie in einem Monat nur 90 Std. und im nächsten Monat 150 Std. arbeiten lassen würde. Damit verliert Ihre Teilzeitstelle den Teilzeitcharakter.

Schwankungen von 5-10 Std sind hinnehmbar.

Sollte ich alle Fragen besntwortet haben, würde ich mich sehr über eine Bewertung freuen.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Sehr geehrter Fragesteller,

ich würde ich mich über eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen freuen, weil nur in diesem Fall bekomme ich von dem Portalbetreiber meine Vergütung.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Rechtsanwalt

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