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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17626
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Guten Tag, mein Anstellungsvertrag soll nun von einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
mein Anstellungsvertrag soll nun von einem befristeten in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt werden. Ich habe aber einige Fragen zum Arbeitsvertrag.
Zunächst sei gesagt, ich bin ausgebildete Kauffrau für Büromanagement.
In meinem befristeten Vertrag wurde ich als Angestellte in der Funktion Empfang/Zentrale tätig. Weiter heißt es wörtlich "Zu ihren Pflichten zählen insbesondere:
- Annahme un Weiterleitung von Telefongesprächen, Faxen und E-Mails
- Bestellwesen Verbrauchsmaterial
- Allgemeine Ablage
-Empfang und Bewirtung von Kunden und Geschäftspartnern
-Eingabe von Rappoten in das EDV-System
- Sonderaufgaben für den Geschäftsführer
- Reisevorbereitung
- Vorbereitung von Präsentationen
- Auswertungen, Recherchen
Dann folgt folgendes "....behält sich vor, der Arbeitnehmerin andere, gleichwertige Aufgaben zuzuweisen die Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechen. XXX GmbH ist ferner berechtigt, für die Arbeitnehmerin auch einen anderen, als den zugewiesenen Arbeitsort festzulegen.Als ich dann aber dort anfing, war es so, dass meine Arbeitsplatzbeschreibung u. a. viele andere Dinge zuwies und noch weist wie z. B. Blumen gießen, Spülmaschine ein- und ausräumen, Kaffeemaschine reinigen, Kopierarbeiten, Briefkasten leeren, Post frankieren und den Punkt Alle anderen Tätigkeiten, die ich von bestimmten Personen erhalte.Jenes fand ich damals schon seltsam. Aber ich war froh Arbeit gefunden zu haben und führte dies alles auch aus. Inzwischen ist es so, dass auch eine Vielzahl weiterer Tätigkeiten hinzugekommen sind, welche höherwertiger einzuschätzen sind. Dennoch muss ich u. a. vorgenanntes auch weiterhin erledigen.Nun, da ich einen neuen Vertrag bekommen soll möchte ich gerne wissen:1. Ist diese Aufgabenklausel wirklich haltbar und mir können so viele weitere Tätigkeiten zugewiesen werden wie man will?
2. Ist es korrekt, dass wie mein PL sagt, dass Empfang und Bewirtung eine gleichwertige Tätigkeit ist wie Blumen gießen, Spülmaschine ausräumen, etc.?
3. Ist es korrekt, dass meine Arbeitsplatzbeschreibung sehr viele Aufgaben enthält, wo ich keine Verbindung zu den Punkten im Arbeitsvertrag finde?
4. In meinem Vertrag steht nicht einmal ein Beschäftigungsort. Unten in der Klausel heißt es, mir kann auch ein anderer Arbeitsort zugewiesen werden. Wie habe ich das zu verstehen? Das widerspricht sich doch. Sollte ich verlangen, dass ein Arbeitsort ausgewiesen wird?
5. In meinem neuen Vertrag soll ich nun Kaufmännische Assistentin genannt werden. Aufgaben im Arbeitsvertrag sollen aber die gleichen genannten bleiben bzw. wenn ich noch etwas dazu haben möchte, wird es ergänzt. Ist das sinnvoll dies zu tun? Ich muss ja auch weiterhin alle anderen Dinge der seltsamen Arbeitsplatzbeschreibung erfüllen. Nicht fällt davon weg. Oder kann ich dies erwirken, dass auch meine Arbeitsplatzbeschreibung angepasst wird? Wenn ja, nach welchen Kriterien?
6. Sollte die Klausel mit den Aufgaben unwirksam sein, kann ich verlangen, dass sie aus dem Vertrag genommen wird? Denn ich habe auch eine Salvatorische Klausel im Vertrag, die besagt, ....Die Parteien sind verpflichtet, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame zu ersetzen, die jedoch den mit der unwirksamen Bestimmung angestrebten wirtschaftlichen Erfolg soweit wie möglich erreicht. - Auch das verstehe ich nicht.
7. Auch bei der Kündigung steht, dass AG un AN mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende da Arbeitsverhältnis kündigen können. Danach folgt dann"Sollten sich die Fristen und Termine zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch XXXGmbH auf Grund gesetzlicher oder tarifvertraglicher Regelungen verändern, gelten die veränderten Fristen und Termine auch für Kündigungen durch den Arbeitnehmer." - Verstehe ich nicht wirklich. Einen Tarifvertrag habe ich nicht und bisher kannte ich nur die gesetzliche Regelung, dass sich für den AG die Kündigungsfrist nach Jahren der Betriebszugehörigkeit des AN verlängert während es für den AN gleich bleibt. Was bedeutet denn das genau? Und kann ich versuchen die mir bekannte Variante umgesetzt zu bekommen? Wie nennt man diese korrekt?
7. Schlussendlich - sollte ich auf noch etwas achten, was mir zum Nachteil werden könnte bei dem neuen Vertrag?Ich weiß, es ist viel aber ich habe momentan ein großes Fragezeichen in meinem Kopf und möchte bei dem neuen Vertrag gerne nichts falsches bzw. zu meinem Nachteil unterschreiben. Daher wäre ich über eine ausführliche und auch für einen Laien gut verständliche Beantwortung meiner Fragen ggf. auch den ein oder anderen Tipp sehr dankbar.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage

Ich bin Fachanwältin für Arbeitsrecht

Bitte etwas Geduld, bis ich Ihre Antwort geschrieben habe

Sehr geehrter Ratsuchende, haben Sie vielen Dank ***** ***** freundliche Anfrage.Die Klausel ist wirksam, da sie die Gleichwertigkeit der Tätigkeiten enthält.Ebenso ist sie wirksam, was den Arbeitsort anbelangt.Ihre Zusatztätigkeiten kann man ihnen aber nicht zuweisen, denn diese sind nicht gleichwertigGeht in ihrem Vertrag kein Beschäftigungsort so ist dies ein zweischneidiges Schwert. Schließt nämlich der Betrieb an ihren Ort, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, sie an einen anderen Betrieb an einen anderen Ort zu setzen.Steht Hingegen ein Beschäftigungsort im Vertrag, so hat dies die Auswirkung, dass wenn der Betrieb Antwort schließt in der Arbeitgeber kündigen kann.Ich würde Ihnen auf jeden Fall empfehlen, die Arbeitsplatzbeschreibung anzupassen, denn diese Tätigkeiten sind nicht gleichwertig.Ach die Regelung mit der Kündigung ist wirksam. Es ist nur Voraussetzung, dass die Kündigungsfristen für den Arbeitnehmer nicht länger sind als die für den Arbeitgeber.Je länger die Betriebszugehörigkeit, desto länger ist ihre Kündigungsfrist.Sind Sie zum Beispiel drei Jahre im Betrieb haben Sie eine einmonatige Kündigungsfrist. Diese gilt dann sowohl für sie als auch für den ArbeitgeberSelbstverständlich können Sie versuchen zu verhandeln, und in den Arbeitsvertrag nur schreiben, dass die gesetzlichen Fristen gelten. Dann müssten Sie die Verlängerung einfach herausstreichen.Ich hoffe, ich habe Ihre Fragen alle beantwortet. Ist das nicht der Fall dann klicken Sie bitte nicht auf einen oder zwei Sterne sondern fragen Sie bitte in der Textbox nach.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank, für Ihre Antwort.
Dennoch muss ich noch einmal nachfragen.1. Wie begründe bzw. argumentiere ich denn, das die Aufgaben der bisherigen Arbeitsplatzbeschreibung nicht gleichwertig sind? Mein Personalleiter ist ja der Meinung, dass dies der Fall ist. Z. B. Bewirtung schließt Reinigung der Maschine mit ein.
2. Woran erkenne ich ob etwas gleichwertig ist oder nicht? Können Sie mir da bitte ein Beispiel nennen?
3. Ist es denn nicht irgendwann begrenzt wie viele weitere Tätigkeiten man mir übertragen kann?
4. Ist es rechtens, dass in der Arbeitsplatzbeschreibung ein Punkt heißt: Alle übertragenen Aufgaben von XY auszuführen? Alle?
Sehr geehrter Ratsuchende, gleichwertig sind Aufgaben, die ihrer Vorbildung entsprechen. Wenn sie gelernte Bürokauffrau sind dann brauchen sie nicht arbeiten eine Reinigungskraft auszuführen.
Welche Tätigkeiten man ihn übertragen kann ergibt sich aus dem Direktionsrecht des Arbeitgebers. Diese Tätigkeiten müssen ihren Kenntnissen Fähigkeiten und ihrer Vorbildung entsprechen, Sie dürfen nicht unterwertig sein. Ihnen werden teilweise Tätigkeiten einer Reinigungskraft übertragen, das ist nicht möglich. Alle übertragenen Aufgaben sind eben so nicht möglich, denn diese müssen gleichwertig sein

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen ?

Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Nein. Dankeschön.