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Ralf Hauser
Ralf Hauser,
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 248
Erfahrung:  Inhaber at Hauser Rechtsanwaelte
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Ralf Hauser ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Frage zur Kündigungsfrist. Mein

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich habe eine Frage zur Kündigungsfrist. Mein Arbeitsvertrag sagt für mich gelten die gleichen Fristen wie für den Arbeitgeber. Eintrittsdatum 01.08.2004 ( Ausbildung für 3 Jahre und anschließende Weiterbeschäftigung) ist vertraglich festgehalten. Macht dann ja eine Kndigungsfrist von 5 Monaten zum Monatsende. Damit bin ich für die meisten örtlichen Betriebe nicht mehr interessant.
Ich habe eine Idee von der ich nicht ganz sicher bin, ob es funktionieren würde bzw. rechtens ist: Ich habe zwei kleine Kinder ( Geb. 28.09.13 + 12.06.16) jeweils nur 1 Jahr Elternzeit genommen.
Mir stehen also noch Elternzeitjahre zu. Diese könnte man ja 7 Wochen nach Einreichung antreten. Ich habe eine vertragliche Vereinbarung das ich eine Nebentätigkeit ausübern darf, allerdings nicht zu Lasten der Tätigkeit im Unternehmen und auch widerruflich.
Hintergrund: Meine Arbeitszeit ist auf Grund von einer Entfernung von 58 km pro Strecke ( ca. 1 Std Fahrt pro Weg) so getaktet das sie sich mit dem Familienleben mit zwei Kindern nicht merh vereinbaren lässt und mich stark belastet. Bis vor zwei Tagen war ich auch der Meinung das meine Firma mit einem Aufhebungsvertrag einverstanden wäre. Allerding hat gerade meine direkte Kollegin gekündigt mit einer Frist von 4 Wochen da Altvertrag. Würde natürlich versuchen wollen das ganze im Guten zu lösen, also mit der Aufhebung. Hätte für die Verhandlungen nur gern gewusst ob die Möglichkeit mit der Elternzeit auch funktionieren würde im Fall der Fälle.
Vielen Dank ***** ***** Rückmeldung.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank, ***** ***** sich an justanswer gewandt haben.

Selbstverständlich können Sie während der Elternzeit nach Zustimmung durch den jetzigen Arbeitgeber bei einem anderen Arbeitgeber arbeiten.

Der Arbeitgeber darf die Zustimmung jedoch nur verweigern, wenn dringende betriebliche Gründe der Teilzeittätigkeit entgegenstehen (§ 15 Abs. 4 Satz 4 BEEG). Die Gründe müssen die Interessen des Arbeitgebers also erheblich beeinträchtigen. Er muss seine Ablehnung innerhalb einer Frist von 4 Wochen gegenüber dem Arbeitnehmer schriftlich erteilen. Im Gegensatz zu § 15 Abs. 7 Satz 4 BEEG verlangt § 15 Abs. 4 Satz 4 BEEG keine Ablehnung mit schriftlicher Begründung, sondern nur eine schriftliche Ablehnung. Versäumt der Arbeitgeber die Frist oder hält er die Schriftform nicht ein, bzw. entfällt das Zustimmungserfordernis, darf der Arbeitnehmer die Tätigkeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers aufnehmen.

Übrigens können Sie auch während der Elterneit mit einer verkürzten Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Ende der Elternzeit kündigen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich freue mich auch immer über eine positive Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, weil nur in diesem Fall bekomme ich von dem Portalbetreiber meine Vergütung.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Also wäre die Beantragung von Elternzeit tatsächlich eine Möglichkeit eher aus meinem Arbeitsvertrsg rauszukommen, falls er einer Aufhebung nicht zu stimmt. Die beantragte Elternzeit müsste dann 3 Monate gelten um mit 3 Monatsfrist zu kündigen? Oder 4? Oder gibt es dafür eine Mindestdauer an Elternzeit.
Gibt es für eine Nebentätigkeit eine Stunden Begrenzung? In meinem Fall wären es mag 25 Std pro Woche die ich arbeiten würde und mein Vertrag jetzt hat 24 Std/Woche.

Sehr geehrte Fragestellerin,

ja die Elternzeit ist eine Möglichkeit. Sie müssen aber mindestens 4 Monate nehmen, damit Sie die 3 monatige Kündigungsfrist (3 volle Monate) einhalten können. Sie dürfen in der Nebentätigkeit 30 Wochenstunden (auf den Monatsdurchschnitt) nicht überschreiten. 25 Stunden sind daher kein Problem.

Sollte ich alle Fragen beantwortet haben, freue ich mich über eine Bewertung.

Viel Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Arbeitsrecht

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