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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 24151
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich bin seid 5 Jahren bei meiner Firma als Angestellte

Diese Antwort wurde bewertet:

ich bin seid 5 Jahren bei meiner Firma als Angestellte im Frachtpapiermanagement angestellt. Seid einem 1/2 Jahr bildet unsere Firma Lehrlinge zu LKW Fahrern aus, die durch alle Abteilungen müssen. So kommen sie auch in die Abteilung Frachtpapiere. Trotz mehrfachen Hinweis, das ich kein Ausbilder bin und mit der Situation überfordert bin, habe ich keine Chance die Lehrlinge zu beaufsichtigen und denen die Papiere zu Lernen. Meine generelle Aufgabe kann ich so nicht zu gewünschter Qualität überprüfen und durch das immer wieder kontrollieren der Lehrlinge mache ich viele Fehler. Nun meine Frage, kann ich aus irgend einem nicht zur Kündigung führenden Grund die Arbeit mit den Lehrlingen verweigern? Durch den auf mich wirkenden Druck bin ich schon in Ärztlicher Behandlung und bekomme Antidepressiva um den Tag zu überstehen und in der Nacht Ruhe zu finden. Ich bitte Sie höflichst um Hilfe.

Mit Freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Enthält denn Ihr Arbeitsvertrag eine Regelung, wonach Ihnen auch weiter gehende oder andere Aufgaben übertragen werden können?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
ja ich habe ihn zwar jetzt nicht dabei, aber "andere Aufgaben" steht so in etwa drin.

Vielen Dank für Ihre Klarstellung!

Grundsätzlich ist unter diesen Umstände die Anordnung des AG durch das so genannte Weisungsrecht des Arbeitgebers gedeckt, wenn Ihr Arbeitsvertrag eine solche Regelung enthält.

Kraft des Weisungsrechts ist der Arbeitgeber daher befugt, Ihnen die Ausbildungsfunktionen zu übertragen.

Allerdings wird die Ausübung des Weisungsrechts wiederum begrenzt durch die Grundsätze billigen Ermessens nach § 315 BGB. Das bedeutet, dass die Anordnung nach billigem Ermessen und unter Berücksichtigung der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und der schutzwürdigen und berechtigten Belange und Interessen des Arbeitbehmers erfolgen muss.

Unter den hier gegebenen Umständen erweist sich die Anordnung des AG aber zweifellos als unbillig im Sinne des § 315 BGB, denn als Folge der Anordnung sind Sie ersichtlich nicht mehr in der Lage, Ihre eigentliche Tätigkeit und Arbeit ordnungsgemäß auszuüben, da Sie durch die Beaufsichtigung der Lehrlinge permanent abgelenkt sind.

Dies hat in Ihrem Fall sogar bereits zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen geführt, so dass Ihnen die Weiterführung der übertragenen Aufgaben nicht länger zumutbar ist!

Sie sollten daher von Ihrem Arbeitgeber unter Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage die unverzügliche Aufhebung der Anordnung verlangen, die nicht mehr von seinem Weisungsrecht gedeckt ist, da sie gegen § 315 BGB verstößt.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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