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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 28431
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich bin Arbeitgeber und habe eine Festangestellte seit mehr

Diese Antwort wurde bewertet:

ich bin Arbeitgeber und habe eine Festangestellte seit mehr als 10 Jahren. Diese ist nun dauerhaft und immer wieder krank geschrieben , sodass ich mich aus verschiedenen Gründen entschieden habe, meinen Betrieb nach 20 Jahren zu schliessen . und habe ihr auf ihren Wunsch hin gekündigt. Meine Frage: Wir haben keinen Arbeitsvertrag und ich weiss, die Kündigungsfrist nach 10 Jahren beträgt 4 Monate. Nun habe ich aber aufgrund der Schliessung keine Einnahmen mehr im Betrieb - und natürlich auch keine Arbeit mehr für die Arbeitnehmerin . Wievile Stunden muss ich der Arbeitnehmerin bezahlen ? Sie war 25 Stunden im Schnitt die Woche beschäftigt. Ergänzend möchte ich anführen, dass die Dame ein Ehrenamt in der Tiervermittlung hat - heisst, ca. 30 kranke Tiere zu Hause Tag und Nacht pflegt - und meiner Meinung nach aus diesem Grund einen Burnout hat. Darf man eigentlich ein derartig anstrengendes Ehrenamt ohne Genehmigung des Arbeitsgebers jederzeit ausführen ? Ich würde der Arbeitnehmerin nun gerne die Stunden kürzen - denke aber, ich darf das gar nicht. Über Ihre kompetene Antwort würde ich mich freueb. Grüße, A. W.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie keinen Arbeitsvertrag haben, dann richtet sich die Bezahlung nach dem was Sie mit der Arbeitnehmerin an Arbeitszeit ausdrücklich oder schlüssig vereinbart haben. Wenn Sie in der letzten Zeit im Durchschnitt 25 Stunden gearbeitet hat, dann ist dies der Abrechnung zugrunde zu legen.

An sich kann die Mitarbeiterin Nebentätigkeiten ausführen. In aller Regel werden diese Nebentätigkeiten in vielen Arbeitsvertragsformularen unter den Vorbehalt der Zustimmung des Arbeitgebers gestellt. Wenn Sie jedoch keinen schriftlichen Arbeitsvertrag haben, dann wird es schwierig werden einen solchen Vorbehalt nachzuweisen. In diesem Falle kann Ihre Mitarbeiterin außerhalb der Arbeitszeit dem Ehrenamt leider nachgehen.

Die Stunden können Sie ihr deswegen leider nicht kürzen.

Soweit noch Urlaub offen sind so können Sie allerdings, wenn Sie die Mitarbeiterin unwiderruflich freigestellt haben, diesen Urlaub in Anrechnung bringen, so dass Sie nach Ende des Arbeitsverhältnisses nicht noch den unverbrauchten Urlaub abgeltend müssen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Die Arbeitnehmerin darf also einer Nebenbeschäftigung nachgehen und dafür mehr Stunden aufwenden, als in ihrem eigentlichen Arbeitsverhältnis? Sie kam müde und erschlagen zur Arbeit - hat Tag und Nacht die Tiere gepflegt und erlitt dann am Schreibtisch einen Burnout. Dies muss ich also akzeptieren ?viele Grüße,
Alexandra Wanitschka

Sehr geehrte Ratsuchende,

nein Sie müssen unterscheiden:

Die Mitarbeiterin darf einer Nebenbeschäfrtigung nachgehen. Wenn allerdings die Arbeitskraft hierunter leidet, d***** *****egt eine Pflichtverletzung vor, mit der Folge, dass Sie die Mitarbeiterin wegen Schlechtleistung abmahnen können. Sollte die Abmahnung nicht fruchten, so kann fristlos gekündigt werden.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Sehr geehrter Herr Schiessl,vielen dank für Ihre Antwort. Dann werde ich einen Anwalt hinzuziehen .Mit freundlichen Grüßen
Alexandra Wanitschka

Bitte sehr gerne und viel Erfolg!

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.