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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26492
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich arbeite freiberuflich. Ich habe für einen Kunden 3

Diese Antwort wurde bewertet:

Hi,
ich arbeite freiberuflich im Bereich Marketing. Ich habe für einen Kunden 3 Monate lang Facebook-Werbung gemacht. Er ist unzufrieden mit den Ergebnissen und hat mir heute folgendes Angebot gemacht:
Entweder ich erstatte ihm mein Honorar (Schadensbegrenzung) oder er verklagt mich.
Mein Honorar beträgt $875 pro Monat, also $2625.
Werbekosten betrugen €2200. Diese verlangt er nicht zurück.
Er hat mir bis morgen Mittag gegeben um mich zu entscheiden.
Ich bin in Deutschland gemeldet. Der Kunde in Österreich.
Wir haben einen Vertrag unterzeichnet:
https://docs.google.com/document/d/1S6yBXEDjWBqHco6Rj4GCvLJ7bcFnaPSIeBRHisa8q_s/edit?usp=sharing
Die Kontaktdaten des Kunden habe ich entfernt.
Wie stehen die Chancen, dass er mich verklagt und gewinnt? Wie soll ich handeln?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Weshalb genau ist Ihr Kunde denn unzufrieden - bitte präzisieren Sie diesen Punkt etwas?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Weil die Ergebnisse schlecht waren. Der kunde verkauft Premium-Standmixer (200-500€) und wir haben keinen verkauft.Wir haben ungefähr die ersten 8 Wochen Kampagnen laufen gehabt, die direkt zur Verkaufsseite geleitet haben.Danach haben wir (mit Zustimmung des Kunden) nicht zur Verkaufsseite geleitet. Sondern zu einer Seite die Emails sammelt. Wir haben 212 Email-Adressen gesammelt für 2,2€ pro Email-Adresse. Das sind ganz gute Ergebnisse.Dann wurden automatisch Emails versendet mit dem Ziel die Mixer zu verkaufen. An den Emails war ich allerdings nicht beteiligt und ich bin der Meinung, dass die Emails sehr schlecht waren.Außerdem habe ich ungefähr einen Monat zusätzlich an den Kampagnen gearbeitet ohne Bezahlung.

Vielen Dank für Ihre weiteren Mitteilungen!

Unter den ergänzend vorgetragenen Umständen besteht für eine gegen Sie anzustrengende Klage rechtlich keine Erfolgsaussicht!

Sofern Sie nämlich die in der vertraglichen Vereinbarung geschuldeten Leistung (unter dem Punkt "Description of Services") erbracht haben, so haben Sie Ihre vertraglich übernommenen Pflichten auch erfüllt.

Das gilt auch völlig unabhängig davon, ob die mit der Werbekampagne verbundenen Erfolge letztlich eingetreten sind oder nicht: Sie haben nämlich mit Ihrem Vertragspartner keinen Werkvertrag abgeschlossen (bei dem auch der Eintritt eines bestimmten Erfolges geschuldet gewesen wäre, Sie diesen also garantiert hätten), sondern einen reinen Dienstvertrag, in dessen Mittelpunkt ausschließlich die Erbringung der vereinbarten Dienstleistungen stand!

Anwaltlich ist daher anzuraten, dass Sie die gegen Sie geltend gemachten Schadensersatzforderungen unter ausdrücklicher Berufung auf die hier dargestellte Rechtslage und unter Verweis auf die ausdrücklichen vertraglichen Vereinbarungen zurückweisen.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Sterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber Justanswer meine Vergütung für die erbrachte anwaltliche Beratung.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Danke ***** *****üttemann, das erleichtert mich.Ja, ich habe alles unter dem Punkt "Description of Services" erfüllt.Soll ich Screenshots von den Kampagnen machen und die Email-Kommunikation speichern? Also möglichst viel dokumentieren?Soll ich nochmal mit dem Kunden reden und auf ihr Argument mit Werkvertrag vs. Dienstvertrag hinweisen? Oder wie soll ich vorgehen?Was würden Sie mir noch empfehlen?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Und ist es rechtlich eigentlich in Ordnung dass er mir nur einen Tag gibt um eine Entscheidung zu treffen?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Oh, habe grade den Teil "Anwaltlich ist daher anzuraten, dass Sie die gegen Sie geltend gemachten Schadensersatzforderungen unter ausdrücklicher Berufung auf die hier dargestellte Rechtslage und unter Verweis auf die ausdrücklichen vertraglichen Vereinbarungen zurückweisen." gelesen. Verstehe.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, zu Beweis- und Dokumentationszwecken sollten Sie von sämtlichen Kampagnen Sreenshots fertigen. Desgleichen sollten Sie die gesamte Korrespondenz mit dem Kunden abspeichern.

Anzuraten ist, dass Sie in der Tat den Kunden zunächst noch einmal die Rechtslage verdeutlichen und herausstellen, dass Sie zu keinem Zeitpunkt eine Erfolgsgarantie für die Bewerbung des Produktes vertraglich übernommen haben - schon aus diesem Grunde gehen die Forderungen der Gegenseite rechtlich ins Leere!

Die Überlegungszeit von nur einem Tag ist rechtlich im Übrigen nicht bindend für Sie, denn dies ist praktisch ein Ultimatum.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Können Sie etwas genauer erklären, was es mit dem Ultimatum auf sich hat? Was bedeutet das in diesem Fall für mich?

Das bedeutet, dass die Frist viel zu knapp bemessen ist und Sie an diese nicht gebunden sind.

Rechtlich kommt es auf diesen Punkt aber ohnehin nicht an, denn die Forderungen unterliegen aus den oben genannten Gründen der Zurückweisung.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Danke ***** ***** werde dem Kunden gleich eine Email schreiben.Noch eine Frage: Was wäre, wenn gar kein Vertrag bestünde? Was würde dann als Grundlage dienen? Für wen wäre das von Vorteil?

Dann würden Sie auch nur diejenigen Dienstleistungen schulden, die im Rahmen einer durchschnittlichen Werbekampagne geschuldet sind, und ebenfalls keinen bestimmten Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt