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ra-fork
ra-fork, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 1759
Erfahrung:  Selbständiger Rechtsanwalt in Dortmund
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Guten Tag Ich habe eine Frage in Bezug auf einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag
Ich habe eine Frage in Bezug auf einen Betriebsübergang.
Meine ehemalige Firma (Bewachungsbranche) hat ihren Bewachungsauftrag verloren und wir wurden alle in Form eines Betriebsüberganges von der neuen Firma übernommen. Auch die Betriebszugehörigkeiten wurden entsprechend übernommen.
Nun meine Frage.
Der Betriebsübergang fand zum 01.01.2018 statt und ich habe seit dem 15.12.204 in meiner ehemaligen Fa. gearbeitet...was auch als Eintrittsdatum der neuen Firma genommen wurde.
Jetzt war ich aber zuvor auch schon bei der jetzt neuen Firma gute 11 Jahre beschäftigt.
Allerdings liegen zwischen diesen 11 Jahren und dem Eintritt bei meinem ehemaligen Arbeitgeber knapp 11 Monate, die ich in einer anderen Firma beschäftigt war.
Nun die Frage:
Muss mein jetziger Arbeitgeber diese 11 Jahre von damals noch mit anrechnen, obwohl diese 11 Monate Unterbrechung zwischen dem ganzen liegt?
Ich frage deshalb, da ich einmal gehört habe, dass man das dennoch angerechnet bekommt, wenn diese Unterbrechung unter 1 Jahr läge.
Daher wollte ich nun fachlichen Rat einholen, ob da ein rechtlicher Anspruch besteht.
Vielen Dank ***** *****
Mit freundlichen Grüßen
Volker Egner

Sehr geehrter Ratsuchender,

gestatten Sie mir vorab folgende Fragen:

Für welche Fragestellung genau begehren Sie überhaupt die Anerkennung der vorherigen 11 Jahre ? Also mit anderen Worten, welchen konkreten Nutzen erwarten Sie dadurch ?

Können Sie ggf. die Quelle angeben, welche Ihrer Meinung nach besagt eine Tätigkeit unter 1 Jahr sei für die Unterbrechung der Betriebszugehörigkeit im Bewachungsgewerbe belanglos ?

Mit dem obigen Datum "15.12.204" meinten Sie das Jahr 2004 ?

Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Guten Tag
Der Nutzen wäre ...einfach ausgedrückt...eben die neue Betriebszugehörigkeit um diese 11 Jahre zusätzlich zu erhöhen, da ich bereits diese 11 Jahre in diesem jetzigen Unternehmen gearbeitet habe bevor ich zu meinem damaligen Arbeitgeber gewechselt habe, wo nun den Auftrag verloren hat und der Betriebsübergang statt gefunden hat.
Nur lag zwischen diesen Wechsel noch eine kurze Betriebszugehörigkeit von 11 Monaten, wo ich in einem ganz anderen Unternehmen tätig war.
Nun will mein jetziger Arbeitgeber diese 11 Jahre nicht anerkennen aufgrund dieser Unterbrechung von 11 Monaten in einem anderen Unternehmen.Eine Quelle gibt es nicht direkt, da ich das nur aus "Mund zu Mund Probaganda" gehört habe und nicht weiß, ob dies auch so wirklich stimmt.Das Datum war der 15.12.2014Mit freundlichen GrüßenVolker Egner

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

Vielen Dank für Ihre Klarstellung.

Hätten Sie die 11 Monate nicht bei einem Dritten Unternehmen gearbeitet, so wäre Ihrem Anliegen ohne Weiteres zu entsprechen.

Da Sie aber 11 Monate bei einem anderen Arbeitgeber arbeiteten, haben Sie damit die Betriebszugehörigkeit unterbrochen, sodass Ihr Arbeitgeber - vorbehaltlich einer konkreten Prüfung aller maßgeblichen Unterlagen - Ihren Antrag zurecht ablehnte. Dies liegt an folgendem :

Der Begriff der Betriebszugehörigkeit kennzeichnet den ununterbrochenen rechtlichen Bestand des Arbeitsverhältnisses bei demselben Arbeitgeber. Der Begriff ist z.B. für die Wartezeit für die Erlangung des allgemeinen Kündigungsschutzes, die Berechnung der Kündigungsfristen und die Wartezeit für Erlangung des vollen Urlaubsanspruchs relevant. Dieser Begriff ist einheitlich auszulegen, sodass es regelmäßig keine zwei unterschiedlichen Wertungen geben kann.

Die rechtliche Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses liegt dann vor, wenn ein früheres Arbeitsverhältnis beendet und ein neues Arbeitsverhältnis begründet wird. Diese Unterbrechung führt grundsätzlich zur Unterbrechung der Betriebszugehörigkeit, es sei denn, es besteht ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen dem vorherigen und dem jetzigen Arbeitsverhältnis.

Dieser enge sachliche Zusammenhang ist vorliegend z.B. der Betriebsübergang. Daher war Ihnen auch die Zeit beim übergegangenen Betrieb anzurechnen. Bezüglich der davor liegenden Zeit bei dem dritten Arbeitgeber gab es jedoch keinen solchen Zusammenhang.

Insofern ist die Ablehnung Ihres Arbeitgebers bedauerlicherweise nachzuvollziehen.

Ich hoffe Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und würde mich über eine positive Bewertung freuen, welche Sie durch das Anklicken von 3-5 Bewertungssternen abgeben können.

Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork

-Rechtsanwalt-

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