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hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3072
Erfahrung:  LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
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hhvgoetz ist jetzt online.

Ich bin als Rettungsassistent bei einer großen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin als Rettungsassistent bei einer großen Hilfsorganisationen vollbeschäftigt. Mein AG setzt mich ebenfalls als Dozent in der Aus-und Fortbildung seiner Mitarbeiter ein, will mir diese Arbeitszeit jedoch nicht auf meine monatliche AZ anrechnen, sondern ich soll die geleisteten Stunden als „Honorarkraft“ mit 25€/Std. in Rechnung stellen. Dies sei problemlos über die sogenannte „Übungsleiterpauschale“ rechtens.

Darf ich überhaupt bei meinem Hauptarbeitgeber so meine Vollarbeitszeit aufstocken? Umgehen hier nicht Arbeitgeber und -nehmer Sozialabgaben?

Bin ich hier nicht klassisch „scheinselbstständig“ tätig?

Danke für Ihre Hilfe, B.R.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

"Scheinselbständigkeit" ist das nicht unbedingt, wenn es sich nur um eine Nebentätigkeit handelt.

Allerdings ist es hier mit der Tätigkeit beim gleichen Arbeitgeber schon ein Graubereich. Der Gesetzeswortlaut schließt es nach meinem Verständnis nicht aus. Mir ist jetzt kein genau passendes Urteil bekannt, so dass man es im Zweifel drauf ankommen lassen muss. Leider zeigt sich immer wieder, dass die Rspr. solche grenzwertigen Konstellationen durchwinkt.

Einen Streit ohne Not vom Zaun brechen wird aber kaum ein Arbeitnehmer tun, da im Zweifel der Arbeitgeber einem das Leben zur Hölle machen wird als Retourkutsche. Ist also eigentlich nur eine Variante, wenn Sie sowieso die Branche wechseln wollen.

Wenn das Finanzamt Probleme mit der Übungsleiterpauschale kriegt, haben Sie allerdings Mehrkosten. Bei über 450 Euro sind Sie als Dozent ohne eigene Angestellte nämlich auch noch (aus historischen Gründen) sozialversicherungspflichtig im Gegensatz zu anderen Selbständigen.

Sie sollten also klären, ob der Arbeitgeber vor hat, Sie im Regen stehen zu lassen, wenn die Übungsleitergeschichte nach hinten losgeht. Ggf. vertraglich regeln, dass in dem Falle die Sozialversicherungsabgaben zumindest übernommen werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

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Mit freundlichen Grüßen

hhvgoetz und 3 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Soweit verstanden. Die Übungsleiterpauschale kommt für mich schon daher nicht in Frage, da ich diese meiner einer „echten Tätigkeit“ bereits ausschöpfe (Lehrbeauftragter an einer Hochschule).
Ich habe nun meinen AG gebeten noch einmal wohlwollend zu bewerten ob die genannte Dozententätigkeit nicht doch als Arbeitzzeit gewertet werden kann. Vielleicht habe ich Erfolg.
Danke für Ihre Beratung!