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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 24397
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Abend, 18 muss ich mit 65 Jahren plus in Rente gehen.

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,
im Herbst 18 muss ich mit 65 Jahren plus in Rente gehen. Gerne würde ich an meiner Klinik nach 30 Jahren in meinem abgegrenzten Teilgebiet (dort in Alleinstellung tätig) noch als Teilzeitangestellter für ca. 3 Jahre weiter tätig sein. Einen unbefristeten Arbeitsvertrag will der AG aus (teilweise) verständlichen Gründen mir nicht geben, eine sachgrundlose Befristung kommt leider nach dem Teilzeit-und Befristungsgesetz auch nicht in Frage.
Bei der Sachgrundbefristung nach §14 Abs.1 kommt nur Nr.6 in Betracht. Hier sehe ich die "in der Person des AN liegende Gründe, die eine Befristung rechtfertigen": Dies sind mein Status als Vollrentner, mein Alter und die daraus resultierende Lebensplanung. Sieht das die Rechtsprechung auch so?
Es geht mir hier um Argumente zur Überzeugung des AG, nicht um die Vorbereitung eines Klagewegs. Eine rechtliche Anspruchsgrundlage für einen Arbeitsvertrag gibt es natürlich nicht.
Vielen Dank, ***** ***** Gruß
J. Luger

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ein in der Person des Arbeitnehmers liegender sachlicher Befristungsgrund gemäß § 14 Absatz 1 Satz 2 Nr. 6 TzBfG kann nach der Rechtsprechung auch in solchen Konstellationen vorliegen mit der Folge, dass eine Sachgrundbefristung in Betracht kommt.

Allerdings gilt in solchen Fällen nach der Rechtsprechung eine Einschränkung: Die befristete Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nach Erreichen des Rentenalters kann die Befristung dann sachlich rechtfertigen, wenn der befristet zu beschäftigende Arbeitnehmer Altersrente bezieht und die befristete Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses einem weiteren mit der Befristung verfolgten Zweck dient - zum Beispiel der Einarbeitung einer Nachwuchskraft dient.

Das bedeutet, dass nur der Rentenbezug als solcher nach der Rechtsprechung kein ausreichender Sachgrund für eine Befristung ist.

Vielmehr ist darüber hinaus notwendig, dass die Befristung einem weiteren besonderen Befristungsgrund unterliegt, also ein zusätzlicher Zweck mit der Befristung verfolgt wird.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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