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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 24139
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Morgen! Letzte Woche hatte ich auf dem Weg zu einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen! Letzte Woche hatte ich auf dem Weg zu einem Lehrgang, der 200 km entfernt war, eine Autopanne.
Das Navi hat mich falsch von der Autobahn geführt; als ich merkte, dass ich mich auf einer Landstraße immer mehr von mein Ziel entferne, wollte ich wenden und die Gelegenheit nutzen, um eine schnelle Raucherpause machen, bevor ich wieder auf die Autobahn fuhr, da ich noch etwa 100 km vor mir hatte und sonst keine Pause einlegen wollte. So fuhr ich auf einen kleinen Weg am Waldrand, um zu wenden.
Ich vertrat mir während des Rauchens kurz ums Auto herum die Beine, als ich die Zündung betätigte, sprang der Wagen nicht an. Schock! Ich probierte es immer wieder, schaute unter die Motorhaube, es tat sich nach mehreren Versuchen nichts. Ich rief meinen Chef an, der aber nicht ranging. Kurz darauf ging mein Handy aus, das Navi hat den Akku komplett aufgebraucht und trotz Ladens im Auto wurde das Handy nicht geladen. Bereits da muss es unbemerkt von mir die erste Störung auch in der Technik des Autos gegeben haben.
Langsam bekam ich Panik, denn vor 3 Wochen sprang das Auto morgens nicht an, sofort rief ich vor Arbeitsbeginn meinen Chef an, der sagte, ich sollte in Ruhe zur Arbeit kommen und mir blieb nichts übrig, als mit Zug & U-Bahn zu fahren, weshalb ich 1 Stunde später zur Arbeit kam (was vorher aber abgeklärt war!), trotzdem hatte ich hinterher riesen Ärger und mein Werkstattleiter sagte mir "er wolle dafür Sorgen, dass ich gekündigt werde" .. ich verstand das nicht, denn meine Arbeit ist laut meinen Vorgesetzten einwandfrei und sehr gut, ich komme bis auf den einen Vorfall nie zu spät, erledige meine Arbeit, bin kollegial und fleißig.
Zurück zur Autopanne: all das kam mir in den Kopf und ich bekam immer Panik, weit und breit war weder ein Haus noch eine Tankstelle in Sicht, um mich herum Feld und Wald, ich wartete einige Minuten und kein Auto fuhr vorbei, so machte ich mich auf den Weg zu Fuß, um hoffentlich in der Nähe eine Tankstelle, Notrufsäule, Häuser oder Autofahrer zu finden. Es stürmte und regnete und nach mehreren Kilometern gab ich auf, denn es war von dem o.g. nichts in Sicht und zusätzlich machte ich mir Sorgen, da das Auto meiner Lebensgefährtin gehört und ich nicht zusätzlich riskieren wollte, dass mit dem Auto noch etwas passiert. Komplett durchnässt kam ich nach einiger Zeit wieder beim Auto an, zu allem Übel hat es sich nun gar nicht öffnen lassen..erst nach wirklich langer Zeit konnte ich die Tür des Autos öffnen und ich setzt mich völlig durchnässt und erschöpft ins Auto und machte mir Sorgen und bin letztendlich zusammengebrochen, denn der Satz meines Werkstattleiters ging mir nicht mehr aus dem Kopf, seit diesem Satz schlafe ich nachts sowieso kaum noch und mache mir Gedanken, ich habe ständig Angst, gekündigt zu werden und bin sehr unruhig, habe Albträume.
Diese Autopanne hat mir noch gefehlt, es war ein gefundenes Fressen für meinen Werkstattleiter, um ehrlich zu sein brach ich in Tränen aus und war fertig. Kurze Zeit später schlief ich aus Erschöpfung im Wagen ein und als ich etwas später durch die nassen Klamotten aufwachte, fand ich im Handschuhfach eine Handynummer. Das brachte mir nicht viel, aber sollte ich einen Autofahrer anhalten können, würde ich sofort dort anrufen oder bitten, den ADAC zu rufen..egal, irgendwas, um weg zu kommen. Irgendwas müsste doch bald zu machen sein. (als Info: bis auf meine eigene Handynummer kann ich mir keine Nummern merken)
Letztendlich konnte ich irgendwann einen Autofahrer anhalten und rief bei der Nummer an, die dem Vater meiner Freundin gehörte, auf den der Wagen läuft. Dieser machte sich auf den Weg, um mich abzuschleppen. Spät abends waren wir zuhause, meine Freundin war sehr besorgt, da sie mich seit morgens nicht erreichen konnte und rief bei dem Standort des Lehrgangs an, die ihr allerdings keine Auskunft über meine Abwesenheit geben konnten.
Ich war am Boden zerstört und hatte an dem Abend Schüttelfrost, Schweißausbrüche, Weinkrämpfe, aus Angst um meinen Job. Meine Freundin rief am nächsten Morgen meinen Chef an und schilderte die Situation, der natürlich sehr aufgebracht war und ihr zu verstehen gab, dass mein Job auf dem Spiel steht, da man mich an dem besagten Tag nicht erreichen konnte. Ich bin seither nicht in der Lage, zur Arbeit zu gehen, aus Angst, meinen Job zu verlieren.. ich bin völlig fertig, nachts bekomme ich kein zu, schwitze, zittere, ich habe Albträume und bin nervös und gereizt.
Wie schätzen Sie die Situation ein, steht mein Job auf dem Spiel? Ich bin seit kurzem raus aus der Probezeit und habe einen 2-Jahresvertrag mit Option auf Entfristung, Gewerkschaft und Betriebsrat gibt es im Unternehmen (deutlich mehr als 10 Mitarbeiter), bisher keine schriftliche Abmahnung. Mein Arzt hat mich rückwirkend krankgeschrieben. Ich danke ***** ***** Zeit und jegliche Information.
Gruß
CD
Ich bin ratlos und frage mich, ob ich mir Sorgen um meinen Job haben muss.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihr Arbeitsverhältnis ist nicht in Gefahr, denn Ihr AG kann Ihnen unter den mitgeteilten Umständen zum Sachverhalt nicht kündigen!. Er könnte äußerstenfalls eine Abmahnung aussprechen.

Grundsätzlich obliegt es zwar stets einem AN, pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen. Mögliche Risiken und Umstände, die ein rechtzeitiges Erscheinen am Arbeitsplatz erschweren könnten (etwa Verkehrsstau oder Witterungsbedingungen), fallen dabei dem AN zur Last. Dieser hat solche Umstände einzukalkulieren und gegebenenfalls früher aufzubrechen.

Für die Autopanne haben Sie daher als AN rechtlich einzustehen. Da Sie sich in Ihrem Arbeitsverhältnis aber bislang unbeanstandet geführt und sich nichts haben zuschulden kommen lassen, wird diese einmalige Unpünktlichkeit äußerstenfalls mit einer Abmahnung zu ahnden sein, denn nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit darf das arbeitsrechtliche Sanktionsmittel für eine Verfehlung nicht außer Verhältnis zu dem Anlass stehen - eine Kündigung scheidet daher auch von vornherein ersichtlich aus!

Für die weiteren Fehltage wird Ihr AG Sie im Übrigen nicht sanktionieren können, denn da Sie rückwirkend erkrankungsbedingt arbeitsunfähig geschrieben worden sind, ruht Ihre Arbeitspflicht.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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