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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 29711
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag Ich habe bei einer Speditionsfirma als LKW-Fahrer

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag
Ich habe bei einer Speditionsfirma als LKW-Fahrer von März 2014 bis September 2017 Dauernachtschicht gemacht zwischen 18:00 und 6:00 Uhr. Nach meinen Aufzeichnungen habe ich in dieser Zeit 4299 Std. Nachtarbeit geleistet. Laut Gesetz bekäme ich für Dauernachtschicht 30% Nachtzuschlag und für die Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr 40% Nachtzuschlag. Ich habe meine Forderung bei der Firma gestellt aber die Firma argumentiert
damit das sie mir mehr Spesen bezahlt haben als mir zustehen würde. Nun meine Frage:
Muß meine Firma Nachtzuschlag bezahlen und wieviel?
Ist meine Firma berechtigt die zuviel bezahlten Spesen vom Nachtzuschlag abzuziehen? Die Spesen wurden allen Fahrern freiwillig bezahlt.
Spesen und Nachtzuschlag sind doch 2 verschiedene Komponenten?
Mit fruendlichen Grüßen
Karl Braun

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

In der Tat können Sie für die von Ihnen geleistete Nachtarbeit einen entsprechenden Nachtarbeitszuschlag einfordern!

Dieser Anspruch folgt zwingend aus der gesetzlichen Regelung in § 6 Absatz 5 ArbeitszeitG:

https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__6.html

Die Höhe des Nachtarbeitszuschlags beträgt 25% des Grundlohnes, und bei besonderer Belastung - wie in Ihrem Fall - 30% des Grundlohnes.

Dieser gesetzliche Anspruch ist auch keineswegs mit der Zahlung von Spesen abgegolten! Diese stehen mit dem Nachtarbeitszuschlag in keinem (rechtlichen) Zusammenhang und werden zudem von dem AG sämtlichen Fahrern freiwillig gezahlt. Eine "Verrrechnung" mit den Spesen scheidet daher rechtlich von vornherein aus!

Fordern Sie Ihren AG daher nun schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) unter ausdrücklicher Berufung auf die hier dargestellte und klare Rechtslage zur Zahlung des Nachtzuschlages auf.

Setzen Sie hierzu eine letzte Frist von maximal 14 Tagen ab Briefdatum, und kündigen Sie an, dass Sie nach Ablauf der Frist Ihren Anspruch auf dem Rechtsweg geltend machen werden, indem Sie Klage zum Arbeitsgericht erheben werden.

Läuft die Frist ab, so begeben Sie sich zu der Geschäftsstelle des örtlichen Arbeitsgerichts, und geben Sie dort Ihre Klage zu Protokoll. Die Mitarbeiter des Gerichts werden Ihnen bei der Klageformulierung behilflich sein.

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Vielen Dank!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Guten Abend Herr Huettemann
Ich habe aber auch noch gelesen im Internet das für die Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr 40% Nachtzuschlag zu zahlen sind wenn die
Nachtschicht vor 0 Uhr begonnen hat. Bin ich da richtig informiert???
Mit freundlichen Grüßen
Karl Braun

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, das ist richtig, hängt aber stets von der jeweiligen Branche ab, wie Sie hier nachlesen können:

https://www.lohn-info.de/zuschlaege_nachtarbeit.html

Sollten keine abweichenden tarifvertraglichen Bestimmungen in Ihrem Betrieb bestanden haben, so können Sie für die Zeit von 0.00 bis 4.00 Uhr auch einen Zuschlagssatz von 40% in Ansatz bringen!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt