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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26485
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich bin Österreicher, der seit zwei Jahre in Berlin

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich bin Österreicher, der seit zwei Jahre in Berlin (Brandenburg) lebt
In Österreich habe ich eine pflegerische Ausbildung (j jährig: mit österreichischer Berufsbezeichnung Pflegehelfer) und eine verkürzte Ausbildung zum Fachsozialbetreuer für Behindertenarbeit (normal 2 Jahre in diesem Fall nochmal ein Jahr, verkürzt, da diese Ausbildung ebenfalls die Pflegehelferausbildung beinhaltet) gemacht. Beide Ausbildungen für sich haben mich in Österreich dazu berechtigt als Fachkraft (im Behindertenbereich) zu arbeiten. (5 Jahre Berufserfahrung)
In Deutschland habe ich zwei Jahre in einer Tagesstätte für psychisch Kranke gearbeitet (nicht Fachkraft mit Fachkraft Zuschlag)
Seit Juli bin ich in einem Altenheim, in Brandenburg, beschäftigt. Dort hat man mich als Pflegefachkraft angestellt. Zwar habe ich alle Inhalte meiner Tätigkeit in meiner Ausbildung gelernt, (subcutane Injektionen, Blutzuckermessung, Insulin) ich bin mir aber trotzdem nicht sicher, ob ich diese rechtlich durchführen darf.
Meine österreichische Ausbildung ist bis heute , in Deutschland nicht anerkannt, da es wohl keine vergleichbare Ausbildung gibt.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sofern Sie als Pflegefachkraft angestellt und beschäftigt sind, sind Sie auf ärztliche Anordnung hin auch berechtigt, die von Ihnen im Einzelnen erwähnten Maßnahmen - subkutane Injektionen, Blutzuckermessung, Insulinverabreichung - vorzunehmen.

Das gilt auch dann, wenn Ihre in Österreich absolvierte Ausbildung bislang in Deutschland nicht anerkannt ist.

Maßgeblich ist nur, dass ein Arzt Ihnen die Ausführung dieser Aufgaben - die Sie auf der Grundlage Ihrer Ausbildung und langjährigen Berufserfahrung ja wahrnehmen können - ausdrücklich überträgt.

Die Anordnungsverantwortung und Instruktions- und Überwachungspflichten für diese Aufgabenübertragung auf Sie liegen dann bei dem anordnenden Arzt.

Es empfiehlt sich daher, die Delegation dieser Aufgaben auf Sie schriftlich zu dokumentieren!

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo,
danke für Ihre erste Antwort. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob diese genau auf mich zutrifft.§ 27 - Altenpflegegesetz (AltPflG) schreibt:(1) Ordnungswidrig handelt, wer ohne Erlaubnis nach § 1 die Berufsbezeichnung "Altenpflegerin" oder "Altenpfleger" führt.(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu dreitausend Euro geahndet werden.Ich habe in Österreich zwar im sozialen Bereich, aber im Behindertenbereich gearbeitet. (nicht in der Altenpflege).Dass ich nur auf ärztlicher Anordnung (Verordnung) agieren darf, ist mir aber klar.Meine Frage ist nur, ob ich hier einen Titel als Fachkraft "verwende", den ich gar nicht nutzen darf. (Mein Arbeitgeber ist der Meinung, dass dies rechtlich okay ist) .
(Habe in meiner Bewerbung meine Ausbildungen offen gelegt und mich nicht als exam. Altenpfleger, sondern als Pflegekraft beworben) .

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Nein, Sie würden nicht ordnungswidrig handeln, denn Sie haben sich ja explizit als Pflegekraft beworben, und als solche werden Sie auch beschäftigt! Die Berufsbezeichnung "Altenpfleger" führen Sie ja gar nicht.

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Kristian Hüttemann
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Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ich muss jetzt noch ein letztes Mal nachfragen, anschließend werde ich meine Bewertung abgeben :-)ich habe mich als Pflegekraft beworben, bin aber als PflegeFACHkraft angestellt.meine östereichische Ausbildung spricht zb. von der Verabreichung von subkutanen Insulininjektionen und subkutanen Injektionen von blutgerinnungshemmenden ArzneimittelnHier soll ich aber auf ärztliche Anordnung Morphium subkutan verabreichen?Ich danke ***** ***** Mal,David S.

Gern!

Ja, Sie wären unter den hier gegebenen Umständen auch(als Pflegefachkraft) berechtigt, auf ärztliche Anweisung hin subkutan Morphium zu verabreichen.

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Kristian Hüttemann
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