So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 29020
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, bei mir hat sich einiges aufGestalt, sodaß ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
bei mir hat sich einiges aufGestalt, sodaß ich jetzt unbedingt eine fachlich fundierte Beratung brauche. Ich bin Ergotherapeutin und arbeite seit über 2 Jahren in einer Praxis mit weniger als 5 Angestellten. Da ich überwiegend mit Kindern arbeite, ergeben sich immer wieder Therapieausfälle. Laut Arbeitsvertrag muss ich in Vollzieht 48 Therapieeinheiten pro Woche erbringen. Therapieabsagen gehen zu meinen Lasten. So haben sich in 5 Monaten 74 "Mi useinheiten" angesammelt. Nur einen Teil davon konnte ich abfeuern. Die meiste Zeit musste ich wegen nachfolgender Termine in der Praxis bleiben. Um dieses Defizit auszugleichen sind bei mir jetzt 62 Therapieeinheiten eingeplant. Ist das in Ordnung, oder kann ich mich dagegen wehren.
Hausbesuche msüßen mit dem eigenen PKW durchgeführt werden, wobei nur eine halbe Therapieeinheiten zusätzlich vergütet wird. Kilometerweit erhalte ich nicht.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Können Sie die betreffende Regelung Ihres Arbeitsvertrages bitte hier kurz im Wortlaut weidergeben? Enthält Ihr Arbeitsvertrag auch einee Bestimmung zur Übertragung weiterer Aufgaben?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo Herr Hüttemann,
im Vertrag steht lediglich angestellt als Ergotherapeutin. Bei betrieblichen Bedarf muss ich Mehrarbeit/Überarbeit leisten.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Als Einsatzort ist Ebersberg angegeben. Laut Vertrag sollte ich nur zur Urlaubs- oder Krankheitsvertretung in der zweiten Praxis arbeiten. Mittlerweile bin ich an zwei Tagen in der Woche dort fest verplant.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank ***** ***** und freundliche Grüße,
Sabine Antonucci

Vielen Dank für Ihre ergänzenden Mitteilungen!

Dann zunächst zu der Übernahme der Putzarbeiten:

Maßgeblich ist die konkrete Beschreibung Ihres Arbeitsplatzes und Ihrer Tätigkeit in dem Arbeitsvertrag. Sofern nun in Ihrem Arbeitsvertrag ausdrücklich nur Aufgaben als Ergotherapeutin auszuführen sind, können Ihnen auch keine weiteren Aufgaben und Funktionen übertragen und zugewiesen werden!

Anders wäre es nur dann, wenn die Arbeitsplatzbeschreibung einen ausdrücklichen Vorbehalt enthielte, wonach Sie auch weiteren Arbeiten machen sollen.

Einen derartigen Vorbehalt enthält Ihr Arbeitsvertrag aber gerade nicht mit der Folge, dass Sie keine Putzarbeiten auszuführen haben.

Sie können daher unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend erläuterte und klare Rechtslage von Ihrem AG verlangen, dass er Sie nicht mehr zu Putzarbeiten einsetzt.

Nun zu den Überstunden:

Grundsätzlich besteht zwar die Möglichkeit, einen bestimmte Anzahl von Überstunden als mit dem Grundlohn abgegolten zu betrachten. Die Rechtsprechung hält unbezahlte Überstunden bis zu einer Höhe von maximal 10% der bezahlten Arbeitszeit, die mit dem Bruttogrundgehalt abgegolten sind, für wirksam. Das muss dann aber in dem Arbeitsvertrag ausdrücklich so bestimmt sein.

Für weitere Überstunden hat der AG entweder eine entsprechende Mehrvergütung zu leisten oder Freizeitausgleich zu gewähren.

Enthält Ihr Arbeitsvertrag zu den Überstunden nun überhaupt keine Regelung, so müssen Sie diese - entgegen der Auffassung des AG - auch nicht unentgeltlich leisten. Diese wären Ihnen dann entweder zu vergüten, oder aber es muss Ihnen Freizeitausgleich gewährt werden.

In Ihrem Vertrag steht nun lediglich, dass Überstunden bei betrieblichem Bedarf zu leisten sind. Diese Klausel ist nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts unwirksam, weil sich aus ihr nicht ergibt, wie viele Überstunden denn zu leisten sind. Das bedeutet, dass Sie überhaupt keine Überstunden zu leisten haben, da die arbeitsvertragliche Regelung unwirksam ist!

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu rechts oben auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Somit bleibt aber die Frage bestehen, ob es rechtens ist, mir die Minustherapieeinheiten anzupassen. Zumal im Vertrag auch keine Arbeitszeit angegeben ist
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
anzulasten

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Nein, das ist nicht rechtens: Das Risiko eines Ausfalls der Therapien - also das wirtschaftliche Risisko, den AN beschäftigen und diesem Arbeit zuweisen zu können - trägt stets der AG, und nicht der AN!

Aus diesem Grund haben Sie die "Minustherapien" rechtlich nicht hinzunehmen und sollten der Anrechnung ausdrücklich widersprechen!

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu rechts oben auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ach Herr Hüttemann ich könnte sie vor Freude Abknutschen! Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Sehr gern geschehen - auch Ihnen vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt