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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 5215
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich habe mich gestern mit meiner chefin von meine Nebenjob

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe mich gestern mit meiner chefin von meine Nebenjob gestritten und bin mit mündlicher Kündigung gegangen. Heute Nacht hab ich eine wirre Kündigung(?) bekommen. Jetzt würde ich gerne wissen, ob die Kündigung so rechtskräftig ist, oder ob ich da noch was tun muss. Und ich würde gerne wissen, ob mir aus diesem gestammel noch Gefahr droht. Soll heißen: Kann sie mir aus diesen Dingen (ob wahr oder nicht) nen Strick drehen? Wie ernst würde das vor Gericht genommen werden. Ich füge Textdatei bei.
Vielen Dank ***** *****
Mit freundlichen Grüßen
***** *****
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hier die Mail, die mich heute Nacht um 01:37 erreicht hat:
Guten Abend, Sarah,hiermit spreche ich die fristlose bzw. außerordentliche Kündigung unseres gemeinsam geschlossenen Vertrags mit Beginn Deiner Tätigkeit in meiner Praxis zum 01.02.2017 zunächst vorab per Email, im Laufe des Tages per Posteinwurf unter Zeugen, aus.Kündigungsgrund ist generell die unzureichend an den Interessen des Arbeitgebers ausgerichtete Tätigkeit wie auch die völlig insuffiziente Leistung bei nunmehr offenkundig fehlenden Qualifikationen, die bislang nur von Dir behauptet worden waren und denen ich zunächst vertraute.Wenn Hilfsbereitschaft Dein Motiv war, hier bei mir in der Praxis eine Arbeitsstelle bei "Traumjob Sekretärin" anzutreten, dann ist dies noch lange kein effizientes Arbeitsergebnis und rechtfertigt nicht, allein ausschließlich Deinen Bedürfnissen ungeachtet denen des Arbeitgebers gerecht zu werden.Deine Hilfe (s.u.) nahm ich in Anspruch aufgrund des bislang guten Verhältnisses zu Kai, der mir seit über 13 Jahren bekannt als sehr verlässlich ist, und auch meinen Rat mehrfach in Anspruch nahm. Er hat sich, Gott Lob, von Anfang an aus den Verhandlungen zum Arbeitsvertrag herausgehalten.Letzte Woche wurde von Dir im intendierten und angekündigten Gespräch mit dem Arbeitgeber, respektive mit mir, ein Realschulabschluss, eine Ausbildung zur Bürokraft, dann Arbeit in der Gastronomie ("Kellnern"), dann seit ca. 3 Jahren am Empfang der AWO, Bruchsal mit Tätigkeiten wie Post sortieren, Räume reservieren im Haus, Veranstaltungen beiwohnen von Dir angegeben. Im Januar 2017 wurden hingegen sehr diffuse Angaben bzgl. Berufspraxis, allenfalls nicht mehr mit der Bezahlung bei der AWO und dem Verhalten der Chefin nicht einverstanden zu sein, gemacht.Nachfragen zu Deinem familiären, beruflichen Background als Hinweis für mich für etwaige Fertigkeiten erschöpften sich in der Aussage zu einer Mutter, die Künstlerin sei und gerade arbeitslos, einem Vater, respektive Stiefvater, der beim Roten Kreuz eine soziale Institution leite.
Nur kurze Zeit später wurde von Dir behauptet, gegenwärtig in der Nacht Rufbereitschaft für Bewohner des "Betreuten Wohnens" der AWO als gutes Zusatzsalär, zu übernehmen, einmalig sogar eine Todesnachricht als besondere emotionale Belastung an einen Angehörigen hierbei übermitteln zu müssen. Bei Reduktion der Arbeitszeit bei der AWO am Empfang bestünde immer noch die Möglichkeit, diese Tätigkeit auszubauen.Nichts wurde je diesbezüglich von Deiner Seite mir gegenüber belegt.Inwieweit die Behauptung zutrifft, mit dem Betriebsrat der AWO zum 01.04.17 eine Vereinbarung zur Arbeitszeitreduktion von 08:00 bis 14:00 statt bisher 08:00 bis 15:30 zum 01.04.17 wegen dieses/meines Zweit-Arbeitsverhältnisses geschlossen zu haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Explizit wurde aber meine Telefonsprechstunde ab 16.00H bzw. 15.00H nach rund 20-jähriger, nachweislich anderer Zeitvorgabe, Deinen Vorgaben hinsichtlich Deiner Arbeitszeit bei der AWO unter Berücksichtigung Deiner Arbeitszeitverkürzung angepasst.Heute und zuvor warst Du nach 14.00 H jedenfalls bei der AWO telefonisch erreichbar.Damit stellt sich aber die Frage, inwieweit Deine Tätigkeiten die Arbeitsschutzgesetze tangierten bzw. aushebelten, was ebenfalls von meiner Seite als Arbeitsgeber letzte Woche angesprochen wurde und demgemäß von Dir zu vermeiden war.Im Einzelnen handelt es sich darüber hinaus um die Nichterfüllung vertraglicher Pflichten hinsichtlich Anwesenheit während Arbeitszeit lt. Vertrag. Zeitkontingente wurden nie vereinbart, allenfalls von Dir mal so eben eingeführt.Zeiteinheiten der Arbeitszeit wurden in Fünf-Minuten-Einheiten von Dir festgelegt, Deine Raucherpausen (bis zu x5/d ohne jede Begleittätigkeit) mal so eben genommen. Eine Rücksprache erfolgte nicht. Ermahnungen führten zu keiner Besserung.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Noch detaillierter wie folgt:- Spielen am PC während des ersten Arbeitstags mit Folge der mündlichen Ermahnung
- heutige vorzeitige Arbeitsbeendigung bei zeitgleicher, Deiner Ankündigung, Deine Kündigung schriftlich zu formulieren - trotz meines Hinweises auf Überschreitung der Kündigungsfrist, die selbst von mir überschritten war wg. anderen wichtigen Dingen (Architektentermin)- letzte Woche Erklärung, Arbeit aus Freizeitgründen vorzeitig beenden zu wollen trotz schriftlicher fixierter Arbeitszeiten.- Dein Hinweis auf Probezeit, die von Dir, entgegen Deines unterschriebenen Vertrags mit drei Monaten, auf sechs Monate von Dir mündlich datiert, statt wie schriftlich erstellt, vor 14 Tagen eingeschätzt worden war.- Beschwerde von Patient, der erst mit Anrufer-Adresse "AWO" angerufen wurde und sehr irritiert reagierte, sich bei mir beschwerte.- viele Kleinigkeiten wie Entkalker der Kaffeemaschine vermeintlich von Dir von der Post geholt, bis heute nicht da (siehe Nachricht auf dem AB)
- Pat., die nie erschienen, obwohl von Dir eingetragen, Pat., die erschienen, obwohl anderes im "Berichtsheft" von mir vorgegeben wurde und nicht behandelt werden konnten wg. Terminüberschneidung (entsprechende Zeugen).- Pat., die telefonisch von Dir nicht erreicht würden, unmittelbar telefonisch sich bei meinem Anruf persönlich am gleichen Tag später meldeten.- keinerlei Berücksichtigung der Vorgaben der KV, BMG Deinerseits, die bei gemeinsam besuchter Fortbildung der KV Bawue vorgestellt und als ausgesprochen wichtig deklariert wurden, Aufgaben entsprechend an Dich delegiert wurden - statt dessen willkürliche Terminvergabe durch Dich, die dann wieder etliche Telefonate meinerseits zur Richtigstellung erforderten, offenbar kein Verständnis/keine Ahnung von Dir – aber auch ohne Rückfrage von Dir – erfolgten. Ermahnungen und Erklärungen wurden ignoriert.- selbst nach mündlichem Hinweis auf fehlerhafte Berechnung der Fehlzeiten lt. eigener Arbeitszeitdokumentation (da Arbeitgeber nicht mehr in der Praxis war) zwar nachweislich Korrektur, aber nur fehlerhaft, dann einfach Auslassen irgendeiner Eintragung.Aufgrund fehlender Qualifikationen, die vom Arbeitnehmer vorgegeben wurden, sich aber nicht trotz Anmahnung objektiv verifizieren ließen, aber auch erhebliche Beschränkungen hinsichtlich sozialer Fertigkeiten (normale Etikette) mit Ausnahme zunächst überfreundlicher Kommunikation gegenüber Pat. wie auch Arbeitgeber ist diese Kündigung mehr als gerechtfertigt, denn diese gezeigte Arbeitsleistung würde auch von jedem 13-15-Jährigen der 70er Jahrgänge, von jedem 20-jährigen der Y-Generation locker erbracht, sofern ausreichend Anstrengungsbereitschaft und Begabung bestünde.Weitreichendere Aufgaben mit höherem Komplexitätsgrad, wie ursprünglich avisiert, wären demnach gar nicht als von Dir zu bewältigen anzunehmen.Dipl. Psych. XXXXXX


Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Zunächst einmal ist zu beachten, dass eine Kündigung schriftlich erfolgen muss. Eine Email oder WhatsApp etc. genügt diesen Anforderungen nicht.

Wenn Ihre Chefin Ihnen die Kündigung noch per Post zukommen lässt, dann gilt das Arbeitsverhältnis als gekündigt entsprechend der Formulierung in der Kündigung "fristlos".

Sie könnten sich gegen die Kündigung wehren mit einer Kündigungsschutzklage. Aber wenn das nicht in Ihrem Interesse ist, Sie also die Beendigung des Arbeitsverhältnisses auch selbst wüns*****, *****n müssen Sie nichts unternehmen. Das Arbeitsverhältnis wäre dann sofort beendet, da fristlos gekündigt worden ist.

Sie müssen also zunächst erstmal abwarten, ob Sie die Kündigung noch per Post bekommen. Ihre eigene Kündigung aber ist ohne Wirkung, da Sie diese nur mündlich ausgeprochen haben.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich würde gerne noch wissen, ob sie mir damit irgendwie schaden kann und ob diese Vorwürfe, so wie sie da erhoben sind in diesem Stil, jemand ernst nehmen kann?
Ich wollte die fristlose Kündigung, also bin ich darüber ganz froh. Aber ich hab Angst, dass sie wirklich Anwalt/Gericht einschaltet...
Und ist das wirklich eine ordentliche Form der Kündigung? Sehen sie sowas öfter?

Danke für Ihre Rückmeldung.

Die Chefin kann hier kein Gericht einschalten. Die Chefin kann Ihnen nur kündigen.

Sie kann Ihnen also auch nicht weiter Schaden. Denkbar wäre, dass ein potenzieller neuer Arbeitgeber Kontakt mit Ihrer Chefin aufnimmt, um sich nach Ihrer Person zu erkundigen. Aber wenn Sie in Ihrem Lebenslauf diesen Nebenjob nicht erwähnen, dann kann auch niemand bei der Chefin nachfragen.

Grundsätzlich kann zum Kündigungsinhalt gesagt werden, dass es gänzlich unüblich ist, eine Kündigung so ausführlich und mit so vielen Vorwürfen zu formulieren.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

Ansonsten denken Sie bitte daran, eine positive Bewertung zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag freizugeben. Sie können auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Danke! Sie haben mich umfassend beraten. Bin zwar immer noch empört aber beruhigt.
Vielen Dank!
Mit freundlichen grüßen!