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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 24700
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Was bedeutet "....ggf. vorübergehend auch an anderen Orten -

Diese Antwort wurde bewertet:

Was bedeutet im Arbeitsvertrag "....ggf. vorübergehend auch an anderen Orten - auszuüben"?
Mich würde dabei interessieren, wie lange "vorübergehend auch an anderen Orten" bedeutet? 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate oder sogar noch mehr?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sofern Ihr Arbeitsvertrag hinsichtlich einer vorübergehenden Abordnung an einen anderen Arbeitsort keine näheren Festlegungen und Bestimmungen enthält, muss der AG von seinem diesbezüglichen Weisungsrecht im Rahmen billigen Ermessens Gebrauch machen - § 315 BGB.

Das bedeutet, dass hinsichtlich der Zeitspanne eine Abwägung der Interessen vorzunehmen ist und der AG insbesondere auf Ihre schutzwürdigen und berechtigten Belange in angemessener Weise Rücksicht nehmen muss.

Sofern Sie daher zum Beispiel Familie haben sollten, dürfte eine Abordnung auch nur für eine kürzere Zeitspanne erfolgen als bei einem ledigen AN, also etwa maximal einen Monat.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu rechts oben auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Was bedeutet Familie? Ich bin verheiratet, keine Kinder. Habe Eigenheim. Habe bisher 15 Jahre am Wohnort gearbeitet und bin bisher nur ca. 5 Tage pro Monat zum Firmensitz gereist. Jetzt soll ich auf einmal 5 Tage die Woche permanent am Firmensitz arbeiten. Zusätzlich soll ich Reisekosten und Unterkunft dort selbst tragen. Mein Gehalt soll unverändert bleiben. Alles habe ich bisher nur aus Gespräch bzw. per Email auf mein Anfragen vom AG erhalten.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Dann gilt das oben Ausgeführte: Unter diesen Umständen wäre die Abordnung sogar unbillig im Sinne des § 315 BGB mit der Folge, dass Sie einer solchen Weisung des AG nicht Folge leisten müssten, denn wenn Sie verheiratet sind und bisher 15 Jahre an Ihrem Wohnort gearbeitet haben, wäre Ihnen eine Abordnung nicht zumutbar.

Das gilt zumal dann, wenn der AG nicht einmal bereit wäre, die Kosten für die Fahrten und die Unterkunft zu übernehmen.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu rechts oben auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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