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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 31193
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, Ich arbeite seit 2 Monaten Teilzeit in einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
Ich arbeite seit 2 Monaten Teilzeit in einem Restaurant und habe dort einen befristeten "Vertrag" bis Anfang September. Ich habe am 08.04.17 mündlich gekündigt und will heute die schriftliche Kündigung einreichen. Eigentlich bin ich noch in der Probezeit, aber meine Chefin meint jetzt ich müsse trotzdem noch 3 weitere Wochen arbeiten. Leider ist das nicht möglich da ich schon einen neuen Job und viele Termine wegen einer Ausbildungsstelle ab September habe. Ich habe überall gelesen, dass sich die Kündigungsfrist in der Probezeit nur auf 2 Wochen beschränkt. Was ist jetzt richtig? Ich habe keinen Arbeitsvertrag von der Chefin bekommen nur Lohnabrechnungen.
Ich bedanke ***** ***** Voraus für die Hilfe
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Soweit nichts anderes vereinbart worden ist, richtet sich die Kündigungsfrist nach dem Gesetz, also nach § 622 BGB.

In § 622 III BGB ist in der Tat auch geregelt, dass die Kündigungsfrist in der Probezeit 2 Wochen beträgt.

Die Vorschrift des § 622 III BGB setzt voraus, dass für das Arbeitsverhältnis eine Probezeit vereinbart ist.

Wurde keine Probearbeitszeit vereinbart, dann gilt für Sie die normale Grundkündigungsfrist von 4 Wochen zum 15. beziehungsweise zum Monatsende nach § 622 I BGB.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Sie geben an Rückfragen zu haben.

Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?

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Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Her Schiessl,

meine weitere Frage ist wohl nicht angekommen, deswegen versuche ich es nochmal. Und zwar habe ich keine Änderung der Probezeit mit meiner Chefin vereinbart, aber ich habe ja keinen Arbeitsvertrag. Wenn ich jetzt eine schriftliche Kündigung mit einer Frist auf zwei Wochen schreibe kann sie dann sich auf einen Arbeitsvertrag berufen den ich nie erhalten habe. Und welche Folgen müsste ich im schlimmsten Falle erwarten wenn ich trotz der Fristzeit der Arbeit fern bleiben würde?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie keinen schriftlichen Arbeitsvertrag haben, dann gelten die von mir genannten gesetzlichen Kündigungsfristen.

Ihre Chefin kann sich auf gar nichts berufen. Ihre Chefin muss vielmehr wenn sie sich auf angebliche Vereinbarungen beruf diese auch beweisen. Dies ergibt sich aus § 2 Nachweisgesetz.

Es ist also zum Nachteil Ihrer Chefin wenn kein schriftlicher Arbeitsvertrag geschlossen wurde und Ihr Vorteil (da Sie sich auf die vereinbarten 2 Wochen Kündigungsfrist in der Probezeit berufen können.

Der Verstoß gegen das Nachweisgesetz führt zu einer Beweislastumkehr zu Lasten Ihrer Chefin.

Wenn Sie vor Ablauf der Kündigungsfrist fernbleiben erhalten Sie keinen Arbeitslohn und Ihre Chefin kann Schadensersatz von Ihnen fordern (Beispiel: Einer Ersatzkraft musste ein höheres Einkommen gezahlt werden.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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