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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 31209
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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Wir sind ein kleiner Betrieb in der Papierverarbeitenden

Diese Antwort wurde bewertet:

wir sind ein kleiner Betrieb in der Papierverarbeitenden Industrie und haben unserer Mitarbeiterin (Minijob, seit 6 Monaten unter Vertrag) gekündigt. Sie ist aber schwanger. Diese Mitarbeiterin war auch vor Ihrer Schwangerschaft sehr unzuverlässig und da wir auf eine Aushilfskraft angewiesen sind die an den vereinbarten Tagen auch arbeiten kommt, passte sie einfach nicht in unser Team. Die Kündigung wurde zum 31.1.2017 ausgesprochen. Mit heutiger Post hat sie aber die Kündigung zurückgewiesen und auf das Mutterschutzgesetz verwiesen. Meine Frage lautet jetzt: Wenn diese Angelegenheit zum Arbeitsgericht geht, müssen wir mit mehr als einer Abfindung rechnen? Ich meine wegen der Schwangerschaft. Wir haben seit über 15 Jahren diesen Betrieb und noch niemanden gekündigt. Wir sind selber mit dieser Lösung nicht einverstanden, aber sie hat sich in der Vergangenheit als recht unzuverlässig gezeigt und mit der Schwangerschaft auch schon einen Krankenschein eingereicht. Wir können uns das nicht leisten, das ganze Jahr über jemanden zu bezahlen der nicht zuverlässig da ist und zudem ja noch jemanden einstellen der dann ihre Arbeit macht. Ich hoffe, sie können mir eine Auskunft geben. Mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Kündigung die Sie ausgesprochen haben ist leider wegen § 9 MuschG unwirksam. Das Kündigungsverbot gilt nicht nur für ordentliche Kündigungen sondern auch für verhaltensbedingte Kündigungen.

Wenn Sie sich also von der Mitarbeiterin erfolgreich trennen möchten, dann müssen Sie entweder außerhalb des Schutzbereichs des § 9 MuschG nochmals kündigen (4 Monate nach der Schwangerschaft) oder aber Sie müssen mit der Mitarbeiterin einen Aufhebungsvertrag gegen Abfindung schließen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Sehr geehrter Ratsuchender,

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