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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 29410
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, muss ich etwas unternehmen wenn der Arbeitgeber meine

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, muss ich etwas unternehmen wenn der Arbeitgeber meine Krankmeldung nicht anerkennt obwohl ich ganz normal krank geschrieben bin, weder rückwirkend noch telefonisch o. Ä. ? Ich habe mich Donnerstag krankschreiben lassen und heute einen Brief datiert auf den 11.03.16 bekommen dass die Krankmeldung nicht anerkannt wird. Wer steht in der Beweispflicht, ich oder der Arbeitgeber, und kann der Lohn ausgesetzt werden bis zur Klärung? Ich habe natürlich laufende Verpflichtungen und eine Lohnaussetzung wäre katastrophal.
Danke ***** ***** Grüße
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme. Nein, Ihr AG ist rechtlich nicht befugt, der Richtigkeit der beigebrachten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Krankmeldung) seine Anerkennung zu versagen. Sofern Sie von einem Arzt ordnungsgemäß krankgeschrieben worden sind - was ja hier der Fall ist -, ist die Krankschreibung von dem AG auch anzuerkennen und hinzunehmen. Sie haben damit Ihren Melde- und Nachweispflichten aus § 5 EntgeltfortzahlungsG Genüge getan mit der Folge, dass Ihr AG auch gesetzlich verpflichtet ist, Ihnen die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall zu leisten - § 3 EntgeltfortzahlungsG. Eine weitere Beweispflicht trifft Sie nicht mehr! Sofern Ihr AG nun weiterhin Zweifel an der Richtigkeit Ihrer Krankschreibung hegt, so hat er lediglich die Möglichkeit, eine amtsärztliche Untersuchung durch den medizinischen Dienst der Krankenkasse zu verlangen. Sind Sie aber von einem Arzt krankgeschrieben worden, so wird der Amtsarzt - sofern es zu einer solchen amtsärztlichen Untersuchung kommen sollte -, diesen Befund auch ohne weiteres bestätigen! Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Sterne/Smileys), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.Vielen Dank!Mit freundlichen GrüßenKristian HüttemannRechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Der Fall ist ziemlich kompliziert. Ich arbeite seit 25 Jahren im Krankenhaus als Röntgenassistentin ohne Examen. Ich bin im Krankenhaus angestellt, die Röntgenabteilung wurde vor vielen Jahren privatisiert und ich arbeite immer noch in der Praxis, bin aber immer noch im Krankenhaus angestellt. Nun hat dort ein Chefwechsel stattgefunden und der neue Chef weigert sich mich weiter zu beschäftigen aufgrund des fehlenden Examens (wozu er auch das Recht hat). Vom Krankenhaus (wo ich ja angestellt bin) habe ich erst vor kurzer Zeit eine Lohnerhöhung erhalten aufgrund der langjährigen Tätigkeit erhalte ich jetzt den Lohn einer examinierten Fachkraft.
Ich denke das Krankenhaus versucht nun mit allen Mitteln mich loszuwerden, weil sie, wie ich vermute, richtig Schwierigkeiten bekommen. Ich bin jetzt 58 Jahre alt und natürlich unkündbar. Ich möchte auch in meinem Beruf arbeiten und nicht woanders im Krankenhaus "abgeladen" werden. Also denke ich dies ist ein Versuch mir etwas anzuhängen damit sie mich außerordentlich kündigen können. Daher ist es mir extrem wichtig, nichts falsch zu machen, damit ich denen nicht in die Hände spiele. Ich gehe auch gern zum Betriebsarzt, kein Problem. Also muss ich mir wirklich keine Sorgen machen?
Vielen Dank ***** ***** und freundliche Grüße
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung! Ja, unter den ergänzend vorgetragenen Umständen - Chefwechsel - spricht alles dafür, dass man versucht, sich Ihrer zu entledigen. Sie können aber unbesorgt sein - da Sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt haben, ist Ihr AG auch in der gesetzlichen Entgeltfortzahlungspflicht! Dieser kann er sich NICHT entziehen, er kann äußerstenfalls eine amtsärztliche Untersuchung einfordern, mehr nicht! Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Sterne/Smileys), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.Vielen Dank!Mit freundlichen GrüßenKristian HüttemannRechtsanwalt
ra-huettemann und 3 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.