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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 31193
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen! Ein Freund ist seit dem 01.10.2014 als kaufmännischer

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen!
Ein Freund ist seit dem 01.10.2014 als kaufmännischer Angestellter in einem mittelständischen Betrie beschäftigt.
Am 31.03.2015 hat er zum 01.07.2015 gekündigt und gleichzeitig bei einem neuen Arbeitgebet zum 01.07.2015 einen neuen Arbeitsvertag unterschrieben.
Dabei übersah er, dass er lt. Arbeitsvertrag beim alten AG eine Kündigungsfrist von 6 Monaten hat.
Ist die Frist bei einem so kurzen Arbeitsverhältnis rechtens?
Wenn ja, hat er eine Möglichkeit, trotzdem zum 01.07. rauszukommen?
Müsste der AG eine Kündigungsrücknahme akzeptieren?
Sehr geehrter Ratsuchender,
darf ich Sie fragen:
Wie lang ist denn nach dem Arbeitsvertrag die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber? Auch 6 Monate?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
ja, auch 6 Monate.
Sehr geehrte Ratsuchende,
haben Sie vielen Dank.
Nach § 622 VI BGB sind längere Kündigungsfristen dann wirksam, wenn Sie in gleicher Weise für den Arbeitgeber gelten.
Wenn für den Arbeitgeber auch die Kündigungsfrist von 6 Monaten gilt, dann ist die Kündigungsfrist leider wirksam.
Wenn Ihr Freund zum 01.07.2015 aus dem Arbeitsvertrag ausscheiden möchte, dann ist neben der fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund der Aufhebungsvertrag mit dem Arbeitgeber die einzige Möglichkeit. Ihr Freund sollte sich daher mit dem Arbeitgeber in Verbindung setzen und um einen Aufhebungsvertrag ersuchen.
Eine Rücknahme der Kündigung ist rechtlich nicht möglich, da es sich bei einer Kündigung um eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung handelt. Wenn sich Ihr Freund allerdings bei der Kündigungsfrist geirrt hat, kann er die Kündigung nach § 119 BGB wegen Irrtums anfechten.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank ***** ***** Antwort!
Wie müsste er seinen Irrtum darlegen, um die Kündigung wirksam anfechten zu können?
Sehr geehrte Ratsuchende,
Ihr Freund müsste in der Anfechtung schreiben, dass er bei Ausspruch der Kündigung nicht in den Arbeitsvertrag gesehen hat und von der gesetzlichen Kündugungsfrist von 4 Wochen nach § 622 I BGB ausgegangen ist.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.